Chris Rea

The Blue Jukebox

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.03.2004
Jahr: 2004

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Chris Rea Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Chris Rea
The Blue Jukebox, Edel Records, 2004
Chris Rea Slide/Bottleneck Guitars, Piano, Harmonica, Electric Bass
Thierry Chauvet-Peillex Drums
Eric Seva Saxophone
Sylvin Marc Double Bass
Robert Ahwai Guitar
Produziert von: Chris Rea Länge: 66 Min 33 Sek Medium: CD
1. The Beat Goes On8. Monday Morning
2. Long Is The Time9. Restless Soul
3. Let's Do It10. What Kind Of Love Is This
4. Let It Roll11. Paint My Jukebox Blue
5. Steel River Blues12. Baby Don't Cry
6. Somebody Say Amen 13. Speed
7. Blue Street 

Musik ist Geschmacksache.
Schmarrn - Musik ist Gefühlsache!
Wie sang schon David Coverdale: "If you don't feel it, you can't ever understand" (kurz nachdem besagter Herr Coverdale 1973 die Band MAGDALENE Richtung DEEP PURPLE verlassen hatte, stieg Chris Rea bei Magdalene ein. Nur so am Rande...).
Und so ist das auch mit dem neuen Album von Chris Rea. Wenn einem die Muse, oder eben das "Feeling" fehlt, tut man es locker als einschläfernden, lahmen Blues ab.
Mir ging's ja auch so - beim ersten Hören.

Da dacht ich, ich könnte mir "The Blue Jukebox" so nebenbei mal anhören, aber etwas mehr Aufmerksamkeit hat die CD schon verdient.
Chris Rea überrascht natürlich nicht wirklich, die Stimme ist einem seit Jahren (Jahrzehnten?) vertraut ebenso wie sein relaxter Stil. Und trotzdem entdeckt man mit jedem Hören seines aktuellen Albums neue Facetten und kleine Schmankerl. Die Bluesharp-Töne, die der Sänger selbst spielt, etwa gleich im ersten Song The Beat Goes On.
Die Songs sind wie gemacht um sich mit einem Glas Whiskey in einem abgedunkelten Zimmer der Melancholie hinzugeben. Im Falle von Long Is The Time, mit seinem seufzenden Saxophon, könnte es auch ein Spaziergang in einem verregneten Paris sein.

Schon mit dem Vorgängeralbum "Stony Road" hatte sich Rea in den Blues vertieft und er bleibt dabei, hier wird er höchstens etwas "cooler" und öfter mal "jazziger" dargeboten.
Ein Highlight ist der Slow-Steel River Blues, bei dem zwar die rauchige Stimme von Chris bestens rüberkommt, aber noch übertroffen wird von der ebenso einfühlsamen wie eindringlichen Slide-Gitarre. Ein Traum für jeden Gitarristen welche Töne und welches Feeling im Spiel von Chris Rea steckt. Der Mann ist wirklich noch besser geworden. Oder wäre "reifer" richtiger? Sucht's Euch aus.
Auch Klasse: Somebody Say Amen, das einen kurz mit einem Akustik-Country-Blues Intro täuscht um dann doch Platz zu nehmen an der Theke in der Bar der blauen Jukebox, in der sich alle langsam und cool bewegen und sich trotzdem immer mehr eingrooven, während die Blue-Notes aus dem Sax tröpfeln und das Bottleneck die Saiten in immer größere Erregung versetzt...
(Huch, das klingt irgendwie nach einem neuartigen Fetisch)

Hit des Albums müsste eigentlich Baby Don't Cry werden, das sowohl herrlichen Slow-Blues mit leichten Pop-Einflüssen vermischt, als auch einen Ohrwurm-Refrain und wieder eine erstklassige Slide-Gitarre bietet.
Bei Speed wird's dann fast noch mal gehetzt, funkig und Chris kommt sogar kurz von seiner sonstigen Coolness in eine nahezu wilde Spielweise ab, bevor er sich davon macht - im Schatten des Blues.

Wer sich gern in den angesprochenen Stimmungen oder Örtlichkeiten aufhält, hat mit "The Blue Jukebox" den perfekten Soundtrack um durch die Nacht zu kommen, während Chris Rea in den dunkelsten Blautönen pinselt.

Epi Schmidt, 20.03.2004

 

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