Chris Robinson

New Earth Mud

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.11.2002
Jahr: 2002

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Chris Robinson Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Chris Robinson
New Earth Mud, Redline Entertainment, 2002
Chris Robinson Vocals, Acoustic Guitar, Electric Guitar
Paul Stacey Electric Guitar, Acoustic Guitar, Bass, Piano, Organ
Jeremy Stacey Drums
Matt Jones Piano, Wurlitzer, Fender Rhodes, Organ
Produziert von: Chris Robinson & Paul Stacey Länge: 59 Min 54 Sek Medium: CD
1. Safe In The Arms Of Love7. Sunday Sound
2. Silver Car8. Barefoot By The Cherry Tree
3. Kids That Ain't Got None9. Katie Dear
4. Could You Really Love Me?10. Ride
5. Untangle My Mind11. Better Than The Sun
6. Fables12. She's On Her Way

Der Ex-BLACK CROWES-Sänger Chris Robinson legt mit "New Earth Mud" sein erstes Solo-Album vor. Wobei der Album-Titel gleichzeitig Name der Band ist.
Aufgenommen wurde das Album im Frühjahr 2002 in Paris.
Tja, und wenn man nach wie vor verliebt ist und noch dazu in Paris, was könnte da schon heraus kommen als ein Album voller Liebeslieder und Balladen.

Aber keine Angst, hier wird's weder schmalzig noch banal. Chris ist ein viel zu guter Songschreiber für so was.
Natürlich ist dies hier nicht die Kick-Ass-Rock'n'Roll-Scheibe, sondern eher für ruhigere Stunden, wenn man auch Muse zum Zuhören hat.

Die Einflüsse aus den Sixties und speziell der Beatles werden schon beim ersten Song deutlich (vor allem im Mittelteil). Der Gesang, und somit die Lyrics, stehen ganz klar im Vordergrund. Zum Mitlesen (oder Mitsingen) sind die Texte im Booklet abgedruckt.
Natürlich, schon durch seine tolle Stimme bedingt, kommen immer wieder Erinnerungen und Verweise auf seine Black Crowes-Vergangenheit auf. Speziell die Zeit als Marc Ford Mitglied der Band war. Silver Car zum Beispiel, kann seine Verwandtschaft zu der Crowes-Ballade Good Friday nicht leugnen. Na, immerhin hat hier auch Crowes-Keyboarder Ed Harsch mitkomponiert. Der ist bei ein paar Songs Co-Writer.
Could You Really Love Me? geht einem spätestens nach dem zweiten Hören nicht mehr aus dem Ohr. Fast bei jedem Song scheint es um seine (sehr hübsche) Gattin Kate Hudson zu gehen. So wohl auch in dieser wunderschönen Ballade, die auch wieder ein paar sehr typische (Crowes-) Harmonien im Mittelteil aufweist.

Wer hätte es gedacht, aber Mr. Robinson ist ein passabler Gitarrist. Auch wenn Paul Stacey natürlich den Löwenanteil der Saitenarbeit erledigt. Und das beileibe nicht schlecht!
Ein paar Gäste gab's auch ab und zu im Studio. Beim langsamen, mit sehr eindringlichem Gesang, Untangle My Mind bringt ein Saxofon wirkungsvolle Einwürfe zwischen die Zeilen.
Manchmal erinnern die Songs an Country-Folk im Stil von Neil Young. Etwa bei Fables. Ab und zu wird's etwas flotter. So beim, von Marc Ford mitgeschriebenen Sunday Sound. Hätte auch gut auf dessen grandiose CD gepasst.
Und gegen Ende, bei Ride, verfällt Chris Robinson gar nochmal ganz in die Black Crowes-Zeiten zurück. Dieser Funk hat doch sehr viel Ähnlichkeit mit Young Man, Old Man vom letzten Crowes-Album "Lions". Ist aber die Ausnahme auf diesem Album.

Abschließend kann ich sagen: Ein wirklich tolles Album mit überwiegend akustischem Charakter und Klasse-Songs. Seine Ankündigung, nicht nur als Sänger der Black Crowes, sondern als eigenständiger Songwriter in die (Rock-) Geschichte eingehen zu wollen hat er hier musikalisch unterstrichen.
Dem schönen Digi-Pack liegt noch eine DVD bei, auf der wohl die Aufnahmen der CD zum Teil dokumentiert sind und auch Live-Acoustic-Performances zu sehen sind. Leider hab ich keinen DVD-Player...
Ciao, ich muss jetzt los - ich weiß, wer einen hat!

Epi Schmidt, 30.11.2002

 

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