Chris Spedding

Click Clack

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 04.09.2005
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Chris Spedding
Click Clack, SPV, 2005
Chris Spedding Vocals, Guitars, Bass, Keyboard, Violin
Danny Thompson Bass
Iain Dixon Tenor Saxophone
Sarah Brown Backing Vocals
Tal Bergman Drums, Percussion
Bryan Ferry Harmonica
Produziert von : Chris Spedding Länge: 44 Min 37 Sek Medium: CD
1. Hilife 7. Hear Your Daddy
2. Cure8. Ramblin'
3. You Don't Own Me9. How To Get Rid Of The Blues
4. Why Are People Like That 10. No Other Baby
5. Please Don't 11. Click Clack
6. Nobody 12. Last Date

Anfangs denkt man, der Spedding hat´s immer noch drauf, wenn er sein neues Werk "Click Clack" mit einem leicht reggae-fizierten Groove eröffnet, spürt aber im Laufe des Albums, dass Chris allmählich an den Klippen seiner allzu lässigen Haltung zerbröselt. Wenn man so lange im Musikbusiness tätig war wie Mr. Spedding, brauche man sich nicht mehr viel zu beweisen, lässt Chris schulterzuckend verlauten. Na ja . . .

Klar, der in den 70's als Gitarrenvirtuose gerühmte Engländer hat natürlich einiges an verdienstvollen Meriten aufzuweisen, arbeitete mit Grössen wie Paul McCartney, Elton John, Donovan, Tom Waits, Art Garfunkel, Jim Capaldi, John Cale und Jack Bruce, veröffentlichte im Laufe der Jahre auch einige Soloalben und verbuchte in den Siebzigern mit Jump in my car und Motorbikin' sogar zwei veritable Hits. Das macht ihn aber noch lange nicht davor gefeit, sich eine herbe Kritik für sein neuestes Outing "Click Clack" einzustecken. Aber natürlich ist es völlig in Ordnung, wenn er aus reinen Spassgründen ein Album produziert und er zuvorderst seine eigenen Ansprüche befriedigt.

Sicher, Gitarrespielen ist Speddings Profession, und das beherrscht er zweifellos recht beeindruckend, obwohl er sich auf dem vorliegenden Album nicht grossspurig in den Vordergrund drängt, sondern eher mannschaftsdienlich agiert und die Erfordernisse der Songs mit der Routine eines alten Hasen erfüllt.

Doch die Melange aus Blues, Rock, Pop und Country, die auf den ersten Blick reizvoll erscheinen mag, verliert sich viel zu häufig in wenig spannungsgeladenen Kompositionen, die in manchen Momenten gar hölzern und zu kalkuliert daherkommen.
Da helfen die namhaften Gäste wie Danny Thompson (Bass), Bryan Ferry (Mundharmonika), Iain Dixon (Saxofon), Sam Koella (Mandoline) und Sarah Brown (Gesang) nicht wirklich weiter. Sarah Brown z.B. wird mit zwei, drei Scat-Einlagen gefeatured, die unglücklicherweise ihrer Klasse kaum gerecht werden und zum anderen im Gesamtmix völlig unorganisch, sprich viel zu laut, integriert werden.

Spedding selbst spielt als Lead-Vocalist auch nicht den grossen Zampano, sondern grummelt sich mit einer Art Mark Knopfler meets Keith Richards-Stimme durch seine eigenen, als auch durch zahlreiche Fremdkompositionen. Da finden sich z.B. Titel von Ornette Coleman (Ramblin') und Captain Beefheart (Click Clack) neben einem Instrumentaltrack aus den 60's von Floyd Cramer, der dann letztlich das Album halbwegs versöhnlich ausklingen lässt.

"Click Clack" ist nun wahrlich kein Ärgernis, tut sicherlich niemandem weh, aber die mangelnde Klasse mancher Songs bzw. der fehlende Spannungsbogen verleitet den Hörer nicht unbedingt dazu, dieses Album als Grosstat eines alten Helden wahrzunehmen. Leider nur magerer Durchschnitt.

Frank Ipach, 04.09.2005

 

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