Christian & The 2120's

Moments

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.04.2016
Jahr: 2016
Stil: Blues, Boogie

Links:

Christian & The 2120's Homepage

Christian & The 2120's @ facebook



Redakteur(e):

Frank Ipach


Christian & The 2120's
Moments, DMA & Misty Music, 2016
Christian SmedströmVocals, Guitars
Kristoffer RagnstamDrums, Vocals, Guitars, Keys, Percussion
Krister SeleanderBass
Guests:
James SalterSaxophone
John ThomasUpright Piano
Joel LundbergKeys
Klas-Henrik HörngrenGrand Piano
Harrison SilverfoxLapsteel
Produziert von: Kristoffer Ragnstam Länge: 48 Min 00 Sek Medium: CD
Berlin:Los Angeles:
01. Where The Sun Don't Shine07. Catch A Train
02. Shake For Me08. Slowdance
03. Have Mercy09. Born To Run
04. What Else Is New10. Tough Love
05. Into The Light11. Seeing Shadows
06. Move On12. Moments

Warum kompliziert wenn's auch einfach geht. Manchmal reichen auch ein oder zwei Gitarrenakkorde, um sich musikalisch zu positionieren. Christian And The 2120's reduzieren ihr Anliegen auf simple und laute Boogie- und Blues-Strukturen, die sich in ihrer wuchtigen Dringlichkeit rotzfrech in den Vordergrund drängen. Auf "Moments" regiert die Ärmel-hochgekrempelt-und-ran-an-den Speck Mentalität.

Rau und ruppig knallen die Songs vor die Wand, werfen ihre flatternden Hallfahnen von links nach rechts, von oben nach unten und wirbeln einem um die Ohren. Die Band ergötzt sich an ihrer eigenen Lust, während sie sich in einen psychedelischen Rausch hineinsteigert. Vieles erinnert an die ziellos jammende Stones, manches an zugekiffte Doors, einiges an adrenalintrunkene Stooges. Der Großteil poltert gitarrenlastig durch die Flure. Hin und wieder kommt ein gern gesehener Gast ins Zimmer, stellt die Pulle auf den Amp, bläst ein alarmierendes Saxophonsolo oder knallt freudetrunken aufs Klavier. Ein wilder Spaß.

Doch auf Dauer trudelt die Session auch ein bisschen langweilig dahin, weil die Spannung der Musiker sich nicht fortwährend Eins zu Eins auf die Zuhörerschaft übertragen lässt. Doch in der passenden Gemütslage kann einen die schwedische Ruppigkeit schon erfreuen und um den Finger wickeln. Wahrscheinlich am besten wenn man mit der Band Auge in Auge in einem Raum steht und die Lautstärke einen erfasst und schüttelt. Ja, dann wird's wohl klappen. Solange sich also die Ecken und Kanten der 2120's reibungslos in das angestrebte Gesamtbild fügen, bleiben diese speziellen Momente durchaus greifbar und fühlbar. Ansonsten könnte aus dem einfachsten Entwurf auch ein uninteressantes Zerrbild werden.

Frank Ipach, 31.03.2016

 

(C) 2008 - 2020 by Hooked on Music