Circus Maximus

Nine

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.06.2012
Jahr: 2012
Stil: Progressive Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Circus Maximus
Nine, Frontiers Records, 2012
Michael EriksenGesang
Lasse FinbratenKeyboards
Mats HaugenGitarre
Truls HaugenSchlagzeug
Glen Cato MollenBass
Produziert von: Circus Maximus Länge: 57 Min 30 Sek Medium: CD
01. Forging06. I Am
02. Architect Of Fortune07. Used
03. Namaste08.The One
04. Game Of Life09. Burn After Reading
05. Reach Within10. Last Goodbye

Die norwegischen Progger CIRCUS MAXIMUS sorgten 2005 und 2007 mit ihren ersten beiden Alben “The 1st Chapter“ und “Isolate“ für mächtig Aufregung und Begeisterung in der Szene, gelang es ihnen doch auf beinahe exemplarische Art und Weise, hohe Spielkunst und vertracktes Songwriting mit eingängigen Melodien zu paaren, die man sonst eher von AOR-Gruppen gewohnt war. Dabei wirkte das Resultat aber nie forciert sondern sehr harmonisch. Also wartete die Szene auf das nächste – dritte – Album. Und wartete. Und wartete.

Nach fünf Jahren hat das Warten nun ein Ende. Auf “Nine“ beschreiten die fünf Norweger ihren Weg unbeirrt weiter. Die Riffs sind noch aggressiver, die Soli wie gewohnt atemberaubend, der Gesang von Michael Eriksen gehört in die Kategorie absolute Weltklasse und die Songs sind absolut top. Beeindruckend ist dabei die Fülle an verschiedenen Einflüssen, die hier zu einem harmonischen Ganzen verbunden werden.

Schon Architect Of Fortune zeigt alle Stärken der Band in knapp zehn Minuten zusammengefasst. Von brutalen Riffwänden über treibende Beats bis hin zu atmosphärischen Synthesizer-Sounds und Akustik-Gitarren-Intermezzos und wohl dosierten Frickel-Parts und einer Gesangsmelodie zum Niederknien schön wird hier alles geboten, was ein Lied wirklich „groß“ macht. Dass CIRCUS MAXIMUS diese Formel auch auf vier Minuten komprimieren können, beweisen sie direkt im anschließenden Namaste. Und Game Of Life demonstriert, wie man eine Halb-Ballade mit entsprechend Power – und einem extrem feinen Gitarren-Solo – so veredelt, dass sie fast alle Hörer-Gruppen ansprechen kann.

Die dann folgenden Reach Within und I Am klingen dann aber phasenweise tatsächlich eher ein wenig nach ASIA, wenn auch auf deutlich höherem Niveau als das, was die Herren Wetton, Howe, Downes und Palmer in den letzten Jahren geboten haben. Allerdings erinnert mich das dann im Gesamtkontext von CIRCUS MAXIMUS mehr an ein Stück wie etwa Walk Beside You von DREAM THEATERs “Octavarium“-Album. Ein gutes Stück sicherlich, das aber nicht so recht zum Rest des Albums passte – ebenso hier. Wenn CIRCUS MAXIMUS zu glatt werden, geht einiges von ihrer Magie verloren.

Aber das ist ja zum Glück nur in wenigen Momenten des Albums so, denn es überwiegen eindeutig die Kracher, wie es zum Beispiel auch Used ist, vielleicht der bisher härteste Track der Band-Geschichte. Daran schließt dann auch The One trotz eher verhaltenes Beginn an, ehe das Album mit zwei wieder etwas komplexeren Songs abschließt, bei denen der Frickel-Anteil wieder deutlich angehoben wird und die jedem Progger das Herz aufgehen lassen dürften.

Das Beeindruckende bei CIRCUS MAXIMUS bleibt, mit welcher Leichtigkeit sie die sich fast widersprüchlichen Elemente in ihren Sounds miteinander verknüpfen, ohne dabei angestrengt oder übermäßig verkopft zu wirken. Vielmehr ergibt alles zusammen ein Sinn, einen Fluss, ein Ganzes, das mehr ist als nur die Summe seiner Teile. Die Band schafft es sowohl den Progger als auch den AOR-Fan gleichermaßen anzusprechen, denn beide Seiten der Band werden auf “Nine“ gleichberechtigt und in perfekter Harmonie dargestellt.

Marc Langels, 01.06.2012

 

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