Coen Wolters

Broken Glass

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.01.2005
Jahr: 2005

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Coen Wolters Homepage



Redakteur(e):

Joachim Domrath


Coen Wolters
Broken Glass, Crying Tone Records, 2005
Coen Wolters Lead Guitars, Keyboards, Lead Vocals
Micehl Mulder Bass
Nico Groen Drums, Percussion
Produziert von: Coen Wolters Länge: 51 Min 24 Sek Medium: CD
1. Don't Wanna Miss A Thing7. Ride The Katy
2. Time After Time8. Spanish Castle Magic
3. King's Cafe9. Little Things To Do
4. She Takes My Breath Away10. Blues On A Rainy Day
5. Ain't No Way11. Ticket To Ride
6. Mail Order Mystics12. Suite 1210

Und wieder ein Bluesrock-Newcomer. Mir scheint, jetzt rücken die geburtenstarken Jahrgänge ins Musikgeschäft nach. Erst gestern Julian Sas gehört und heute dreht sich erneut ein relativ junger Bluesrocker in meinem HiFi-Player.
Coen Wolters und seine Band sollte man mit Vorsicht geniessen? "Broken Glass" tönt jedenfalls in giftgrünen Lettern auf dem Cover. Wer Angst um seine teuren Kristallgläser hat, legt die CD vorsichtshalber im Schlafzimmer in die Kuschelanlage.

Jetzt wenden wir uns aber ernsthaft der Musik zu.
Schon wieder ein Bluesrocker, werden viele verächtlich die Ohren rümpfen. Tja, dann geht doch nach Hause und frönt den scheinbar guten alten 70ern. Dass Bluesrock nicht langweilen muß, zeigt Coen Wolters vom ersten bis zum letzten Takt.
Nun gut. Würde Mozart noch leben, wäre er sicher ein progressiver Rocker geworden. Bluesrock ist da sicherlich nicht so vielfältig und vieles glaubt man schon gehört zu haben. Und trotzdem fasziniert diese Musik immer wieder von Neuem. Und das liegt vor allem an ihrer Gitarrenlastigkeit. Pomp und Schmalz sind nicht zu erwarten. Höchstens ab und an diese von mir gefürchteten REHA-Blueser, die einem mit der 768. Version vom Hoochie Coochie Man aus dem Gehfrei treiben.
Coen Wolters und seine Band gehören nicht in diese Rubrik. "Broken Glass" ist ein überwiegend rockiges und erdiges Bluesrock Album mit texanischem Schliff und ein paar Klassenummern.
Als Vorbild nennt Coen u.a. Jimi Hendrix, Stevie Ray, Albert King und Chris Duarte. Gerade letzterer scheint Coen besonders zu inspirieren. Seine aggressiven Gitarrenläufe erinnern öfters an Chris, der ja auch schon einige starke CDs veröffentlicht hat.

Für Hüftsteife ist das Album leider nicht geeignet. Gerade mal zwei Balladen gönnt Coen seinen Fans. Sonst wird das Tempo immer schön im roten Dezibel-Bereich gehalten.
Eine Ausnahme ist das instrumentale King's Cafe. Unverkennbar hat Coen den Song dem großen Albert King gewidmet. Ein dynamischer Shuffle im eleganten Chicagostyle mit feinen Bläsern und King'schem Gitarrensound.
She Takes My Breath Away oder Mail Order Mystics hat er sicherlich der jungen Bluesrockergarde gewidmet. Besser würde das auch ein Aynsley Lister nicht hinkriegen.
Als einzige Coverversion gibt es Jimis Spanish Castle Magic zu hören. Superbe, knallharte Nummer mit einem tierisch guten Schlagzeug und brachialem Gitarrensound. Ein wahres Ohren-Schmankerl.

Wie schon gesagt. Es wird mehr gerockt als gebluest. Der Spaßfaktor ist also hoch bei "Broken Glass". Coen Wolters und seine Band haben ein beachtliches und abwechslungsreiches Album fabriziert. Instrumental spielt die Band zudem auf hohem Niveau. Dazu entpuppt sich Coen noch als guter Songwriter und Sänger. Ein wirklich starker Auftritt.
Klang und Produktion sind sehr gut.

Joachim Domrath, 19.01.2005

 

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