Cold Years

Paradise

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.08.2020
Jahr: 2020
Stil: Alternative Rock
Spiellänge: 43:41
Produzent: Neil Kennedy

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Plattenfirma: SPV

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels

Titel
01. 31
02. Life With A View
03. Night Like This
04. Northern Blues
05. Breathe
06. The Waits
07. Burn The House Down
 
08. Electricity
09. Too Far Gone
10. Hold On
11. Dropout
12. 62 (My Generation‘s Falling APart)
13. Hunter
Musiker Instrument
Ross Gordon Gesang & Gitarre
Finlay Urquhart Gitarre & Gesang
Louis Craighead Bass & Gesang
Fraser Allan Schlagzeug

COLD YEARS sind eine Alternative Rock-Band aus Aberdeen in Schottland, die mit “Paradise“ gerade erst mal ihr Debüt-Album vorlegt. Dennoch dürfte die Bann dann doch einigen aufmerksamen Radio-Hörern durchaus bekannt vorkommen, denn die Single Night Like This läuft nicht nur bei Rock-Radio-Stationen schon in der so genannten „heavy rotation“, sprich sie wird mehrmals täglich eingesetzt.  Nicht schlecht für eine Band, die ja gerade erst in den Startlöchern steht. Dabei gibt es die Band schon einige Jahre und bisher hat sie auch schon ein paar EPs auf den Markt gebracht – also pure Anfänger sind sie nicht.

(Foto: Bryony Fenn)

Und so hören sie sich auf “Paradise“ auch zu keiner Sekunde an. Schon die Produktion macht klar, dass hier auch die Plattenfirma auf den großen Durchbruch setzt, denn mit Neil Kennedy bekam die Band einen Produzenten an die Seite gestellt, der sich in der Szene mit seiner bisherigen Arbeit einen durchaus guten Namen gemacht hat. Entsprechend rund und perfekt druckvoll tönt uns dann “Paradise“ auch aus den Boxen entgegen, ohne aber die in jedem Song vorhandenen radiokompatiblen Hooklines zu überlagern.

Musikalisch und auch klanglich erinnert das Ganze dann – wie man es schon von Night Like This her kannte – sehr nach THE GASLIGHT ANTHEM – sprich: Gitarren-Rock mit leichten Punk-Untertönen. In dem einen oder anderen Moment mag sich aber auch eine Melodie einschleichen, die man vielleicht von BIFFY CLYRO vermutet hätte, aber überwiegend orientieren sich die Schotte eher an den Amerikanern als an ihren Landsleuten. Das passt auch besser zum Gesang von Frontmann Russ Gordon, der eher an das Organ von Brian Fallon erinnert, rau und leidenschaftlich aber dennoch melodiös – bestens nachzuhören bei 62 (My Generation‘s Falling Apart).

Neben der erwähnten Single Night Like This haben COLD YEARS mit 31, Life With A View, Northern Blues, The Waits Too Far Gone oder Hold On noch ein paar weitere Songs, die in dieses radiofreundliche Schema passen und dem Album also noch ein wenig mehr Airplay verschaffen können. Breathe, Burn The House Down oder Electricity hingegen zeigen die rockigere und etwas dreckigere Seite des COLD YEARS-Sounds. Der ist einer, der Verzweiflung über die Lebensumstände in positive Energie und infektiöse Melodien umwandelt. Einer, der auch in dunklen Zeiten irgendwie die Hoffnung am Leben erhält – und einer, der sich auf den Hörer überträgt. Eben ganz genau so wie es bei GASLIGHT ANTHEM der Fall war. Und wer diese Art Musik mag, der wird an dem Debüt von COLD YEARS seine Freude haben.

 

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