Communic

The Bottom Deep

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.07.2011
Jahr: 2011
Stil: Progressive Power Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Communic
The Bottom Deep, Nuclear Blast, 2011
Oddleif StenslandGesang & Gitarre
Erik MortensenBass
Tor Atle AndersenSchlagzeug
Produziert von: Communic Länge: 55 Min 14 Sek Medium: CD
01. Facing Tomorrow06. My Fallen
02. Denial07. Destroyer Of Bloodlines
03. Flood River Blood08. Wayward Soul
04. Voyage Of Discovery09. The Bottom Deep
05. In Silence With My Scars

Am Anfang ging es ganz schnell: 2005 hieß es “Conspiracy In Mind“, 2006 lautete es “Waves Of Visual Decay“ und 2008 stand unter dem Titel “Payment Of Existence“. Binnen drei Jahren hatten die Norweger COMMUNIC drei exzellente Alben auf den Markt geworfen, mehrere Tourneen bestritten und sich eine begeisterte Fan-Basis erarbeitet. Und dann kam erst einmal nichts. Geschlagene drei Jahre haben Oddleif Stensland (Gesang & Gitarre), Tor Alte Andersen (Schlagzeug) und Erik Mortensen (Bass) sich Zeit gelassen für “The Bottom Deep“ – genau so viel wie zuvor für drei Alben zusammen.

Aber viel entscheidender als die Frage, warum das so lange gedauert hat, ist im Endeffekt die Frage, ob sich das Warten für die Fans gelohnt hat. Eines ist gewiss: COMMUNIC haben sich nicht verändert. Die Norweger spielen nach wie vor ihren akustisch stark NEVERMORE- beziehungsweise SANCTUARY-beeinflussten Power Metal. Und auch bei “The Bottom Deep“ gibt es wieder zahlreiche dieser Momente, in denen man fast vergisst, dass dies eben nicht Warrel Dane, Jeff Loomis und Co. sind sondern Oddleif Stensland und seine Band. Die Riffs klingen wieder unglaublich druckvoll und sind wie immer mit kleinen technischen Spielereien versehen. Dabei wird natürlich niemand Stensland mit Loomis verwechseln, denn so technisch versiert ist der Norweger nicht, er ist vielmehr ein Feel-Player, der mehr wert auf das Gefühl legt. Der Gesang hat dafür erneut dieses leicht diabolisch-manisch-melancholische und passt perfekt zur Musik.

Wenn es Veränderungen zu den ersten drei Alben gibt, dann sind diese meist kleinerer Natur. So sind die Arrangements komplexer und die Songs dadurch teilweise noch ausladender geworden. Leider leidet darunter auch ein wenig die Eingängigkeit der Stücke. Diese gingen vor allen Dingen auf den ersten beiden Scheiben es “Conspiracy In Mind“ und “Waves Of Visual Decay“ viel schneller ins Ohr. Das bedeutet, dass man sich “The Bottom Deep“ als Zuhörer schon etwas erarbeiten muss. Dafür wird man dann aber auch mit exzellentem und sehr tiefgründigem Songwriting belohnt, das durch den sehr organischen Sound (für den die Band selber verantwortlich zeichnete) überdeutlich zum Vorschein tritt.

“The Bottom Deep“ gehört auf jeden Fall zu den besten Metal-Scheiben des bisherigen Jahres und dürfte COMMUNIC wieder ein gutes Stück weiter auf der Karriere-Leiter nach oben hieven. Wer Knaller wie Flood River Blood und die nicht minder starken Facing Tomorrow und das nahtlos anschließende Denial sowie Voyage Of Discovery und In Silence With My Scars auf EIN Album packen kann, der hat sowieso fast alles richtig gemacht. Auch wenn er dafür mal etwas länger braucht.

Marc Langels, 18.07.2011

 

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