Corey Taylor

CMFT

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.09.2020
Jahr: 2020
Stil: Crossover
Spiellänge: 47:46
Produzent: Jay Ruston

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Plattenfirma: Roadrunner Records

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Temple Of The Dog

Titel
01. HWY 666
02. Black Eyes Blue
03. Samantha‘s Gone
04. Meine Lux
05. Halfway Down
06. Silverfish
07. Kansas
 
08. Culture Head
09. Everybody Dies On My Birthday
10. The Maria Fire
11. Home
12. CMFT Must Be Stopped
13. European Tour Bus Bathroom Song
Musiker Instrument
Corey Taylor Gesang
Christian Martucci Gitarre
Zach Throne Gitarre
Jason Christopher Bass
Dustin Robert Schlagzeug
Gastmusiker:
Tech N9ne Gesang
Kid Bookie Gesang

Ein Alleskönner wird im Englischen als „jack of all trades“ bezeichnet. Und auf kaum einen Künstler würde das wohl so zutreffen wie auf Corey Taylor. Der 46-Jährige aus Des Moines in Iowa ist bei SLIPKNOT sowie STONE SOUR nicht nur der Frontmann in gleich zwei Multi-Platin-Bands sondern auch als Schriftsteller sehr erfolgreich, sein 2011 erschienenes Buch “Seven Deadly Sins“ (“Die sieben Todsünden“) hielt sich vier Wochen lang in der Bestseller-Liste der New York Times. Neben seinen Einsätzen als Gastmusiker bei vielen Bands schauspielert Taylor in seiner Freizeit auch mal gerne in Horror- (“Fear Clinic“) und Trash-Filmen (“Sharknado 4“). Und als ob ihn das alles nicht wirklich ausfüllen würde, präsentiert uns Taylor nun auch noch seine erste Solo-Scheibe, “CMFT“.

(Foto: Ashley Osboun)

Schon im Jahr 2009 hatte Taylor erstmals angekündigt, dass er ein Solo-Album plane. Also kann man ihm nicht  vorwerfen, dass er hier einfach etwas übe das Knie gebrochen habe. Das Werk hat lange auf sich warten lassen und enthält neben neuen Tracks auch einige, die bis in Taylors Jugend zurückreichen. Die insgesamt 13 enthaltenen Songs beleuchten das breite musikalische Spektrum, das Taylors Leben beeinflusst hat. Dabei werden Elemente von Hard über Classic und Punk Rock bis hin zu Hip-Hop aber auch ein gewisses Country-Feeling verarbeitet, schließlich ist Taylor ja immer noch auch ein so genanntes „Landei“ aus Iowa.

Damit ist klar, dass die Songs auf “CMFT“ sehr abwechslungsreich sind und nicht so richtig zu seinen Bands gepasst hätten. Der Opener HWY 666 ist dann schon der perfekte Einstieg mit einer Mischung aus unterschwelligem Country-Vibe und harten Rock-Sounds und jeder Menge Drive und Power. Das darauf folgende Black Eyes Blue offenbart trotz seiner Rock-Vibes eine gewisse Pop-Mentalität und ist eine perfekte Wahl für eine Single. Eher in die Alternative- und Punk-Richtung tendieren hingegen Samantha‘s Gone und Meine Lux . Da geht die Party dann wirklich los.

Mit Halfway Down oder Kansas frönt Taylor dann wieder dem klassischen Hard Rock. Wohingegen mich der Anfang oder auch das Solo von Silverfish an die Musik von TEMPLE OF THE DOG erinnern. Eventuell hätte man sich Culture Head und Everybody Dies On my Birthday auch auf einer STONE SOUR-Scheibe vorstellen können. The Maria Fire hingegen hat eher einen angejazzten Club-Charme. Eine sehr ungewöhnliche, aber auch wirklich gelungene Nummer. Da können die Musiker wirklich mal eine ganz andere Seite von sich zeigen.

Seine sensible Seite zeigt Taylor am nachdrücklichsten bei dem nur von einem Klavier begleiteten Home. CMFT Must Be Stopped klingt wie der Fight Song eines Wrestlers, bei dem sich Taylor mit den beiden Rappern Tech N9ne und Kid Bookie die Rhymes hin- und herschleudert. In der Kombination mit den metallischen Riffs erinnert das ein wenig an die frühen Songs von Kid Rock. Der European Tour Bus Bathroom Song beschließt dann das Album mit einer mächtigen Prise Hardcore Punk Rock.

Corey Taylor feiert auf “CMFT“ sich selbst und seine diversen musikalischen Vorlieben. Dabei ist überraschenderweise dennoch ein Album herausgekommen, das man problemlos in einem Rutsch hören kann. Dabei überzeugen insbesondere die Singles HWY 666 und Black Eyes Blue, das überraschende The Maria Fire sowie das atmosphärische Home. Daneben gibt es allerlei gute sowie extrem abwechslungsreiche Stücke, die der Sänger so wohl tatsächlich (bis auf zwei Ausnahmen) wohl kaum bei STONE SOUR und noch viel weniger bei SLIPKNOT hätte unterbringen können. Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass zumindest die STONE SOUR-Anhänger dennoch ihre Freude an “CMFT“ finden werden. Denn dieses Debüt beim Hören auf jeden Fall richtig viel Spaß – und das scheint auch dem Künstler selber so zu gehen, hat er doch schon einen Nachfolger angedeutet. Mal sehen, ob er dafür auch wieder so lange benötigt.

 

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