Credo

Against Reason

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.06.2011
Jahr: 2011
Stil: Prog/Indie Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Credo
Against Reason, F2 Music, 2011
Mark ColtonGesang
Tim BirrellGitarre
Mike VartyKeyboards & Gesang
Jim MurdochBass & Gesang
Martin MeadsSchlagzeug
Gastmusiker
Sam CollinsGesang
Produziert von: Mike Varty Länge: 69 Min 51 Sek Medium: CD
01. Satring At The Sun05. Insane
02. Cardinal Sin06. Reason To Live
03. Intimate Strangers07. Conspiracy (MCF)
04. Against Reason08. Ghosts Of Yesterday

Man kann jede Platte, die man besprechen soll, auf verschieden Weisen angehen. Bei der einen sucht man nach Vergleichen, um das Gehörte zu beschreiben. Dabei läuft man aber auch Gefahr, es sich zu einfach zu machen, indem man mit anderen Band-Namen um sich wirft und nur die Sound-Ähnlichkeiten betrachtet. Die zweite Methode versucht, zunächst einmal andere Bands auszuklammern und rein beschreibend an die Musik heranzugehen. Dabei läuft man aber Gefahr, dem Leser einen nur sehr diffusen Eindruck zu vermitteln.

Der beste Weg ist daher, beide Weisen zu kombinieren. Angewandt auf CREDO bedeutet das: man stelle sich Folgendes vor: alte MARILLION, insbesondere deren Sinn für ausgedehnte Instrumental-Parts mit ausgefeilten, hoch-melodiösen Gitarre- und Keyboad-Soli sowie einer Erzähl- und Gesangs-Stimme, die teilweise frappieren an Ur-Sänger FISH erinnert, treffen auf den rockigen Ansatz von ARENA. Das kombiniert man dann mit guten Songwriting, das selbst 12-Minüter wie im Fluge verstreichen lässt. Dann hat man eine gewisse Vorstellung von dem, was CREDO uns auf “Against Reason“ vorsetzen.

Auch klanglich orientieren sich die Briten (wen verwundert das nach den Referenzen noch?) an ihren Vorbildern. So könnten die Keyboards streckenweise auch exakt so von Mark Kelly auf einem der ersten MARILLION-Werke stammen. Und die Gitarren-Melodien weisen ebenso starke Anlehnungen bei Steve Rothery auf, der ja mit seiner fast singenden Spiel-Art eines der Charakteristika für den typischen MARILLION-Sound ist. Ein großes Plus sind dabei die intelligenten Texte der Band, die sich hauptsächlich mit den Verfehlungen der Menschen beschäftigen, von der Umweltzerstörung über Medien- bis hin zur Gesellschaftskritik. Hier lohnt sich wirklich der Griff zum Booklet, um den Gedanken der Band zu folgen und möglicherweise Denkanstöße zu bekommen.

Nun muss man sich natürlich fragen, warum man sich – abgesehen von den sehr guten Texten - CREDO anhören sollte, wenn man schon die Werke von MARILLION und ARENA sein eigen nennt und diese vermutlich heiß und innig liebt? Die Antwort darauf ist relativ schwierig, denn außer gefälligen Songs haben CREDO tatsächlich nichts anzubieten, dass sie besonders machen würde. Und wer auf der Suche nach Neuem ist, der ist hier eben bei der falschen CD angelangt. Aber wer seine alten CDs eben schon tausendfach oder noch öfter gehört hat und nun nach neuen Liedern aus diesem Bereich sucht, der wird an CREDO Gefallen finden. Weil die Songs eben einfach gut und spannend komponiert und dazu sehr gut gespielt sind.

“Against Reason“ ist ein Album für Liebhaber des Neo-Prog, vor allen Dingen für solche, die alte MARILLION lieben. Da sich die Briten ja von ihren Wurzeln mittlerweile sehr weit entfernt haben, könnte es durchaus den einen oder anderen Anhänger der FISH-Phase geben, der sich bei CREDO mehr als gut aufgehoben fühlt. Und da auch ARENA schon länger kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben haben, dürften auch hier einige Anhänger mehr als zufrieden mit CREDO und deren Werk sein.

Marc Langels, 18.06.2011

 

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