Crystal Palace

Dawn Of Eternity

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.06.2016
Jahr: 2016
Stil: Neo Progressive Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Crystal Palace
Dawn Of Eternity, Gentle Art Of Music, 2016
Jenz Uwe StrutzGesang & Bass
Nils ConradGitarre
Frank KöhlerKeyboards
Tom RonneySchlagzeug
Produziert von: Crystal Palace Länge: 60 Min 06 Sek Medium: CD
01. Dawn07. Hearts On Sale
02. Confess Your Crime08. Eternity
03. Eternal Step09. All Of this
04. Any Colour You Need10. Sky Without Stars
05. Daylight After Rain11. The Day That Doesn't End
06. Fields Of Consciousness

Bislang war für mich Crystal Palace vor allen Dingen ein britischer Fußball-Verein aus London, der im Jahr 1905 gegründet wurde und seine größten sportlichen Erfolge als Finalist beim englischen FA-Cup (vergleichbar mit dem DFB-Pokal) in den Jahren 1990 und 2016 feierte (wobei man jeweils knapp gegen Manchester United unterlegen war). Nun musste ich mich aber tatsächlich belehren lassen, dass es neben diesem traditionsreichen Fußball-Club auch seit mehr als 20 Jahren eine Progressive Rock-Band aus Berlin mit identischem Namen existiert. Diese hat in diesem Jahr ein neues – ihr mittlerweile achtes - Album vorgelegt, das “Dawn Of Eternity“ heißt.

Dabei bewegt sich die Band aus Berlin musikalisch im Neo-Prog-Bereich. Wenn es rockiger wird erinnert mich das Quartett an ENCHANT. Sobald die Band dann aber etwas den Dampf aus den Stücken nimmt, klingen doch deutliche Parallelen zu SYLVAN oder auch RPWL durch. Dabei weist die sehr melodiöse Gitarre hin und wieder auch Anleihen bei David Gilmour auf. Und so sind es denn auch die ruhigen Songs wie Any Colour You Need oder Daylight, die bei mir den größten Eindruck hinterlassen.

Das mag unter anderem auch daran liegen, dass mir die Stimme von Sänger und Bassist Jenz Uwe Strutz bei den rockigen Songs zu wenig Durchsetzungskraft und Präsenz hat. Seine Stärke ist eher das Schmeichelnde, Zurückhaltende. Aber klar kann die Band auch rockig beeindrucken. Insbesondere bei Confess Your Crime, Eternal Step und Fields Of Consciousness, eher weniger bei Hearts On Sale, da ist mir die Gesangsmelodie einfach ein wenig zu uninspiriert. Vielleicht wollte die Band den Song bewusst eingängig halten, aber irgendwie wirkt das für mich zu aufgesetzt.

Aber ansonsten können CRYSTAL PALACE hier wieder voll und ganz überzeugen. Positiv ist aus meiner Sicht auch, dass die Band hier ihren Stil im Vergleich zu den Vorgängern wie etwa “Reset“ ein wenig abwandelt. Zum einen wurden die Lieder nicht mehr – wie es teilweise früher noch der Fall war – mit zu vielen Teilen aufgebläht. Zudem wurden die teils schroffen Gitarren-Riffs nahezu aufgegeben und gegen einen etwas atmosphärischeren Ansatz ersetzt. Das mag auch mit dem personellen Wechsel innerhalb der Band zu tun haben (Schlagzeuger Frank Brennekam wurde durch Tom Ronney ersetzt), aber es passt irgendwie besser zu der Band.

CRYSTAL PALACE haben mit “Dawn Of Eternity“ ein sehr gutes Neo-Prog-Album vorgelegt, das sich absolut mit den Veröffentlichungen von SYLVAN oder RPWL messen lassen kann. Und im Vergleich zu ihren beileibe nicht schlechten Vorgängern hat die Band im Bereich Songwriting deutlich zugelegt. Auch die Soli von Gitarrist Nils Conrad kommen mir noch einen Tick geschmackvoller und einprägsamer vor. Für Genre-Freunde ist dieses Album ein echter Hinhörer geworden und sorgt zudem dafür, dass ich bei CRYSTAL PALACE demnächst nicht unbedingt zuerst an den britischen Fußball-Club denken werde, sondern an eine Prog-Band aus Berlin.

Marc Langels, 14.06.2016

 

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