D'Accord

Helike

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.09.2011
Jahr: 2011
Stil: Prog Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


D'Accord
Helike, Karisma Records, 2011
Daniel MaageGesang, Flöte & Saxophon
Arstein TislevollHammond, Wurlitzer, Rhodes Piano
Stig Are SundGitarre
Martin SjoenBass
Bjarte RossehaugSchlagzeug
Produziert von: Daniel Maage & Arstein Tislevoll Länge: 44 Min 14 Sek Medium: CD
01. Part I02. Part II

Leises Wasserplätschern, dann Schritte auf einem Weg, die in einen Rhythmus übergehen, dem sich eine Band anschließt. So eröffnen D’ACCORD aus Norwegen (und nicht wie man bei dem Namen denken könnte aus Frankreich) ihr zweites Werk “Helike“. Und schon nach knapp eineinhalb Minuten wird klar, hier sind Retro-Progger am Werk, die sich einer Zeit verschrieben haben als GENESIS noch nicht für seelen- und belanglose Pop-Musik sondern für große Kunstwerke standen.

So orientieren sich D’ACCORD denn auch an den Klassikern wie “Tresspass“, “Nursery Rhyme“, “Selling England By The Pound“ und “The Lamb Lies Down On Broadway“. Sänger Daniel Maage darf hier den Peter Gabriel geben und kommt dem großen Vorbild auch erstaunlich nahe, sowohl was Stimmlage als auch das Gefühl beim Gesang anbetrifft. Außerdem bereichert er die Musik mit Flöte und Saxophon um einige zumindest nicht alltägliche Sounds und lockert die Erscheinung dadurch etwas auf.

Und auch die restlichen Musiker – allen voran Gitarrist Stig Are Sund – haben sich ein paar Inspirationen von den vormaligen Prog-Größen mitgenommen und in die eigene Musik übertragen. Auch wenn er kein Steve Hackett ist, so kann er doch einen direkten Einfluss des früheren GENESIS-Saitenzauberers nicht verleugnen. Aber auch Arstein Tislevoll an den Tasten liefert eine perfekte Interpretation ab. Seine Arbeit an der Hammond, dem Fender Rhodes- oder Wurlitzer-Piano ist aller Ehren wert und verleiht dem Album einen wunderbaren lebendigen Sound.

Im Zeitalter von Internet-Suchmaschinen hat man auch schnell herausgefunden, worum es sich bei “Helike“ handelt, Geschichtsbeflissene haben es aber eventuell auch so vermutlich gewusst. Helike war eine altgriechische Stadt, gelegen im Peloponnes wurde sie bei einem Vulkanausbruch auf Santorin und einer einhergehenden Flutwelle zerstört. Man hätte das Album also quasi auch “Fukushima“ taufen können. Aber egal, in Part I wird das blühende Leben in der Stadt musikalisch umgesetzt, während in Part II der Untergang thematisiert wird.

D’ACCORD heißt im Französischen so viel wie „in Ordnung“ und das trifft es hier auch wirklich sehr genau. Denn “Helike“ ist ein ordentliches Neo-Prog-Album, das die alten Klassiker ehrt, ohne dem Stil etwas Neues beizusteuern. Die eine oder andere Passage ist dabei wirklich gelungen, manche andere aber etwas langatmig ausgefallen. Für fanatische Anhänger des Genres könnten D’ACCORD zumindest ganz interessant sein. Unverzichtbar sind sie aber nicht. Das habe andere Bands schon besser gemacht.

Marc Langels, 29.09.2011

 

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