Damien Jurado

In The Shape Of A Storm

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.06.2019
Jahr: 2019
Stil: Independent , Folk
Spiellänge: 27:25
Produzent: Damien Jurado

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Plattenfirma: Loose Music

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Holger Müller

Titel
01. Lincoln
02. Newspaper Gown
03. Oh Weather
04. South
05. Throw Me Now Your Arms
 
06. Where You Want Me To Be
07. Silver Ball
08. The Shape Of A Storm
09. Anchors
10. Hands On The Table
Musiker Instrument
Damien Jurado Vocals, Guitar
Josh Gordon Guitar

Ein Solo-Akustik-Album ist immer eine Gratwanderung. Die bis auf die Knochen entblößten Songs müssen schon verdammt gut sein, um ein ganzes Album zu tragen. Und die Stimme des Sängers ohnehin – sonst wird es schnell langweilig.

Andererseits: Wenn die Stimmung – meist dunkel oder zumindest in der Dämmerung angesiedelt – passt, kommt man einem Songwriter auf diese Weise näher als jemals zuvor. Bruce Springsteens „Nebraska“ ist vielleicht die ultimative Messlatte, aber natürlich haben alle großen Folksänger von Dylan bis Cash solche Alben aufgenommen – und dabei immer wieder Meisterwerke produziert.

Davon ist Damien Jurados 14. Album „In The Shape Of A Storm“ allerdings ein gutes Stück entfernt. Mit rund 27 Minuten Spiellänge ohnehin eher EP als LP, bleiben viele der insgesamt zehn Lieder skizzenhaft und irgendwie unvollendet. Aufgenommen in gerade mal zwei Stunden plätschern die Songs eher so dahin, als dass sie die angekündigte Atmosphäre („spooky and celestial“) verströmen würden. Sicher, für die blauen Stunden der Nacht, in denen eine leise Larmoyanz gefragt ist, mag „In The Shape Of A Storm“ seine Berechtigung haben. Aber gibt es für diese Stunden nicht schon genug Leonard-Cohen-Alben?

Dabei wäre das Potenzial für mehr durchaus vorhanden. Anchors ist so ein Stück, das mit ein wenig mehr Bandbegleitung im Rücken zu einer Hymne der einsamen Seelen werden könnte. Where You Want Me To Be bringt live im Club auch solo-akustisch gespielt sicherlich jeden Krakeeler zum Schweigen.  Aber auch wenn dieses nackte Album, das Jurado seinem verstorbenen Freund Richard Swift gewidmet hat, ein Herzenswunsch des Amerikaners und seiner Fans war, es wäre mehr drin gewesen. 

 

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