Dan Baird

Halle, Objekt 5, 14.08.2003

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Konzertbericht

Reviewdatum: 14.08.2003

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Dan Baird @ facebook



Redakteur(e):

Ralf Rischke


Halle, Objekt 5, 14.08.2003

Da kam er also, der langerwartete Tag: Dan Baird spielt in Deutschland und sogar auch im Osten! Zusammen mit meinem Kumpel Olaf ab nach Halle ins angesagte "Objekt 5". Ein sehr gemütlicher kleiner Club in schönem Pub-Ambiente und mit super Club-Atmosphäre, mit kleiner Bühne und außen mit einem Biergarten. Hier wurde praktisch eine Außenmauer eines Gehöfts und das eigentliche Haus des Grundstückes überdacht und so entstand der Club.

Dan Baird

Für diesen besonderen Tag musste ich mir auch etwas besonderes einfallen lassen. Hat eine ganze Weile "Brainstorming" gebraucht, um auf die Idee zu kommen: Ein schwarzes T-Shirt, auf der Brust in großen weißen Buchstaben:
DAN BAIRD
SAVIOUR OF
ROCK 'N' ROLL
Und was soll ich sagen, die Idee mit dem T-Shirt ist super angekommen! Wir waren ca. um 19:45 Uhr vor Ort und da war die Location natürlich noch ziemlich leer. Die Band und die Crew saßen gerade beim Essen, als wir den Biergartenbereich des Objekt 5 betraten.
Ich war noch keine 3 Schritte drin, da hatte sie mich auch schon bemerkt. Sie haben sich natürlich alle köstlich amüsiert über das T-Shirt und auch ein wenig gefachsimpelt, ob der Spruch denn so auch stimmt. Keith Christopher sprang gleich auf und wollte ein Foto zusammen mit mir, das der Tourmanager Mick Brown auch gleich geknipst hat. Die ganze Crew will jetzt dieses T-Shirt haben! Diesen Wunsch erfülle ich natürlich gern und werde jedem eins schicken.
Zu meinem Foto zusammen mit Dan Baird und Ken McMahan bin ich dann natürlich auch noch gekommen.

Gegen 21:10 Uhr ging's dann los mit der Vorband BEE BUZZ. Die 3 Mann boten ca. eine 3/4 Stunde Bluesrock, einige Coversongs und einige instrumentale Nummern. Nicht ganz so mein Ding, aber es war gute handgemachte Musik!
22:00 Uhr war es dann soweit: Dan Baird & Friends (die Friends sind Ken McMahan, Mauro Magellan, Keith Christopher), auch unter "The Heart Of The Georgia Satellites" angekündigt, legten los! Wer das einmal live gesehen hat, mit welchem Spaß die Jungs den Rock'n'Roll zelebrieren, der ist mit Sicherheit begeistert. Pure Spiellaune, spaßige Einlagen und wenn man sich halt mal verzettelt, was soll's - dann fangen wir eben von vorne an. So z.B. bei Honky Tonk Women, alle hören auf, nur Keith will weiterspielen! Da hat sich Dan köstlich drüber amüsiert und mit seinem schauspielerischen Talent die kleinen Japaner nachgemacht, wie sie hinter vorgehaltener Hand lustig kichern.

Dan Baird

Nach ca. 45 Minuten war es Dan dann zu heiß an den Füßen, er hat sich seiner Schuhe und Socken entledigt und barfuss weitergespielt.
Die Setlist war in der Reihenfolge doch ganz anders als in Nürnberg, aber die Songs waren weitestgehend identisch. Die Hits der Georgia Satellites wie z.B. Open All Night, Keep Your Hands To Yourself, Sheila, Nights Of Mystery waren selbstverständlich dabei wie auch die von Dan Baird's Soloscheiben wie z.B. L'il Bit, Julie & Lucky, I Love You Period, Younger Face, Dixie Beauxderaunt, Picture On The Wall. Die Nummer: "Ich spiele deinen Bass, wenn du meine Gitarre spielst" (aber ohne die Instrumente zu tauschen), haben Dan und Keith auch gebracht und sich mächtig "verknotet" beim abschließenden Tausch der Instrumente.
Auffällig war, dass gerade bei den Titeln, bei denen die Musiker improvisierten, die Leute am meisten begeistert waren. Der zweite Gitarrist, Ken McMahan, erwies sich als der treibende Kern der Band. Wenn z.B. Dan etwas auf seiner Gitarre vorgab, dauerte es nicht lange, bis sich Ken mit seinem Spiel darauf eingestimmt hat und somit schöne doppelläufige Gitarrenparts abliefen.
Als Zugabe gab's ca. 15 Minuten Hush in einer sehr harten rockigen Variante, wobei jeder der Musiker auf seine Kosten kam und das Publikum natürlich auch.

Nach gut 2 Stunden war dann Schluss und die ca. 100 Leute waren sichtlich beeindruckt. So auch Zirnik aus Aschersleben, der durch eine Anzeige in der Bild-Zeitung auf das Konzert aufmerksam geworden ist und auch gleich noch am Sonntag das Konzert in Hamburg besuchen will. Wolfgang und Freundin aus Halle kannten Dan Baird vorher noch nicht und waren vom Konzert genau so begeistert wie Frank aus Halle.
Eine Kritik kam allerdings von einigen der Befragten, der ich mich auch anschließen muss: Es war viel zu laut!!! Logisch, es war ein Rockkonzert, da geht es nun mal laut zu, aber laut und viel zu laut ist ein kleiner Unterschied. Die Lautstärke sollte schon den Gegebenheiten angepasst werden und vor allem auch dem gesamten Klangeindruck dienlich sein. Was haben Dan & Friends davon, wenn ihre Fans in Deutschland von ihren Konzerten taub werden? Dann gehen die bestimmt auf kein Konzert mehr und dass die sich die CDs dann zum Cover lesen kaufen, ist auch eher unwahrscheinlich. Vielleicht sagt es mal jemand den Jungs.

Dank an dieser Stelle an Olaf Falkenberg für die tatkräftige Unterstützung beim Fotografieren und "Leute ausfragen"!

Ralf Rischke, 17.08.2003

 

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