Dan Bern

Berlin, Quasimodo, 24.05.2003

( English translation by Google Translation by Google )

Konzertbericht

Reviewdatum: 24.05.2003

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Redakteur(e):

Ralf Rischke


Berlin, Quasimodo, 24.05.2003

Dan Bern

Da wollte ich dem Fred nur mal einen guten Musiker empfehlen und schon bin ich zum Schreiben dieses Konzertberichts verpflichtet worden. So schnell kann das gehen!
(Ätsch! Merke: Empfehle nie einem vom HoR eine gute Band, es hat Folgen!)

Also am 24. Mai 2003 spielte Dan Bern und seine "International Jewish Banking Conspiracy" kurz IJBC im Quasimodo in Berlin. Um es mal vorwegzunehmen: Es war eines dieser unvergessenen Konzerte, an die man sich auch nach Jahren noch gerne erinnert.

Aber jetzt der Reihe nach. Es ist Samstag, super Wetter und ein Konzertbesuch steht an. Ab nach Berlin ins Quasimodo zu DB. Wir (meine Iri ist auch mit) sind die ersten und haben so auch die besten Plätze, ganz vorn direkt an der Bühne. Kurz vor Beginn des Konzerts ist der Club auch halbwegs gut gefüllt, schätzungsweise 150 Leute. Kurz nach 22:30 Uhr geht's los.

Dan Bern

Dan Bern - Akustikgitarre, Harmonica, Lead Vocal
Jake Coffin - Schlagzeug, Vocals
Brian Schey - Bass, Vocals
Will Masisak - Piano, Vocals
legen los. Mein erster Eindruck über DB: Wie rennt der denn rum? Jeans im Karottenstil, ein wenig schmuddelig, ärmelloses T-Shirt! Aber schon beim 2. Titel, als der Schweiß schon in Strömen lief, ist mir klar, das ist Arbeitskleidung! Denn DB arbeitet - und wie!
Vergleiche zum Boss drängen sich mir auf, zumal DB auch im Aussehen eine auffallende Ähnlichkeit mit Bruce Springsteen aufweist. Hier sind absolute Profis am Werk, die ihr Handwerk perfekt verstehen, angeführt von einem der ehrlichsten und kritischsten Singer/Songwriter unserer Zeit. Seine Texte werden serviert als Folk, Folk-Rock, auch mal Rock'n Roll, aber immer interessant und musikalisch perfekt dargeboten.
Die Stimme von DB erinnert öfter mal (auch wenn Dan die Vergleiche wohl nicht mag) an Bob Dylan, das wird aber spätestens bei Gesprächen mit dem Publikum wieder vergessen gemacht. Und da spricht DB auch mal deutsch, Hut ab! Auch kommt er mit seiner Röhre öfter mal ohne Mikro aus, muss man gehört haben!

Dan Bern

Obwohl es bei der Tour vorrangig um sein neuestes Album "Fleeting Days" geht, wurden auch Titel von seinen Vorgängeralben wie dem 98er "Smartie Mine" (u.a. Tiger Woods, Chelsea Hotel), dem 01er "New American Language" (u.a. Alaska Highway, God Said No) und dem 02er "The Swastika EP" (u.a. Talkin' Al Kida Blues) dargeboten.
Diesmal habe ich absichtlich darauf verzichtet, mir das neue Album vor dem Konzert zu kaufen und kannte die Titel nur von Hörproben aus dem Netz, wollte mich quasi überzeugen lassen von der musikalischen Qualität der neuen Scheibe. Das ist DB absolut gelungen.
Es macht keinen Sinn, hier einzelne Titel hervorzuheben, die sind alle Spitze! Na ja einen doch: Soul, eine absolute Gänsehaut-, Rückenschauer, Tränen-, "Was-auch-immer"-Ballade.

Dan Bern

DB und seine Mannen spielten über 2 Stunden. Nach der ersten Zugabe sollte dann eigentlich Schluss sein, aber das dankbare Publikums ließ nicht locker bis DB noch mal raus kam. Und dann kam etwas, wozu man viele Konzerte besuchen muss, um so etwas zu erleben. Dan kam mit seiner Akustikgitarre mitten ins Publikum und sang sozusagen total echt unplugged - Wahnsinn!

Die "Fleeting Days" habe ich natürlich dann gleich vor Ort gekauft und auch dank der Hartnäckigkeit meiner Frau die Autogramme aller Bandmitglieder bekommen. Das von Dan Bern sogar in seiner Garderobe, verknüpft mit einem netten Gespräch und einem schönen Foto.
Dan Bern So stelle ich mir Konzerte vor!

Also mein Rat an alle, die sich für diese Musik begeistern können: Holt euch die "Fleeting Days"! Die ist schlichtweg das Meisterwerk von Dan Bern und geht hin, wenn Dan mal in eurer Nähe spielt!

Ralf Rischke, 27.05.2003

 

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