Dan Reed Network

Slam

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.10.2019
Jahr: 2019
Stil: Funk Rock
Spiellänge: 61:37
Produzent: Nile Rodgers & Dan Reed

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Plattenfirma: Universal Music

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Aerosmith

Bon Jovi

Def Leppard

Living Colour

Mother's Finest

Prince

The Beatles

Rolling Stones

Toto

Titel
01. Make It Easy
02. Slam
03. Tiger In A Dress
04. Rainbow Child
05. Doin‘ The Love Thing
06. Stronger Than Steel
07. Cruise Together
 
08. Under My Skin
09. Lover
10. I‘m Lonely, Please Stay
11. Come Back Baby
12. All My Lovin‘
13. Seven Sisters Road
Musiker Instrument
Dan Reed Gesang & Gitarre
Brion James Gitarre & Gesang
Dan Pred Schlagzeug
Melvin Brannon Bass & Gesang
Blake Sakamoto Keyboards & Gesang

Ohne Übertreibung kann man DAN REED NETWORK zu den Pionieren des Funkrock zählen (auch wenn MOTHER‘S FINEST sicherlich die Wegbereiter waren und auch LIVING COLOUR schon etwas früher mitmischten). Aber Ende der 1980er Jahre gab es nicht wenige Kritiker, die DAN REED NETWORK eine große Zukunft als dem fehlenden klanglichen Bindeglied zwischen einer „weißen“ Hard Rock-Band wie BON JOVI auf der einen und einem „schwarzen“ Pop- und Funk-Giganten wie Prince auf der anderen Seite prophezeiten. Der große Durchbruch blieb der Band dann aber verwehrt. Und dennoch hat die Band immer noch viele Freunde, die dazu führten, dass Dan Reed und der größte Teil seines NETWORK seit ein paar Jahren wieder zusammen aktiv sind. Und aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums des Meisterwerks “Slam“ hat die Plattenfirma die ersten beiden Alben erneut aufgelegt. Da wir das Debüt bereits an anderer Stelle beleuchtet hatten, widmen wir uns hier ihrem wohl besten Werk, eben “Slam“.

Das von Nile Rodgers (der unter anderem auch CHIC, SISTER SLEDGE aber auch Madonna, David Bowie und Mick Jagger einen passenden Sound verpasst hat) produzierte Album überzeugte bereits damals mit einem Sound, der sowohl die Elemente des Hard Rock immer wieder geschickt mit einem immer melodiösen Überbau und zudem einem extrem groovenden und sehr tanzbaren Groove verband. Es klang eben wirklich so, als würden BON JOVI und Prince hier zusammen ein Album aufnehmen. Man höre nur einmal Songs wie Make It Easy oder Tiger In A Dress. Aber es gab auch andere klangliche Einflüsse. So erinnert Stronger Than Steel stark an TOTO etwa zur selben Zeit. Aber der große Hit der Scheibe war die klanglich etwas ungewöhnlich anmutende Ballade Rainbow Child. Dennoch sind es für mich eher so „progressive“ Songs wie Doin‘ The Love Thing, Cruise Together oder Seven Sisters Road, die alle Facetten des Band-Sounds umfassen, und damit den besonderen Reiz dieser Scheibe ausmachen.

Was bei der Neu-Auflage natürlich auf den ersten Blick enttäuscht, ist der Umstand, dass es keine Bonus-Tracks aus der damaligen Zeit, wie etwa B-Seiten oder Live-Aufnahmen (vielleicht von der Tourneen im Vorprogramm von BON JOVI oder den ROLLING STONES) als Kauf-Anreize gibt für all jene, die das Album bereits im Schrank stehen haben. Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass die Scheibe für den Re-Release auch noch einmal remastert wurde. Dafür war Miles Showell in den Abbey Road Studios zuständig, der unter anderem auch der 50th Anniversary Edition von “Sgt. Pepper‘s Lonely Hearts Club Band“ (THE BEATLES) mit dem Verfahren des „half-speed-mastering“ zu neuem Glanz verholfen hat. Und auch bei “Slam“ verfehlt seine Arbeit nicht die gewünschte Wirkung. Sie verleiht der ohnehin vorhandenen Dynamik der Lieder eine zusätzliche Energie.

“Slam“ ist ein wirkliches Meisterwerk, das Vergleiche mit anderen Meilensteinen der damaligen Zeit wie etwa “New Jersey“ (BON JOVI), “Hysteria“ (DEF LEPPARD) oder “Pump“ (AEROSMITH) sowie “Batman“ (Prince) nicht scheuen muss. DAN REED NETWORK hatten damals eine Menge starker Songs und zudem noch einen ziemlich eigenen Sound zu bieten, der ihnen damals eigentlich hätte den Durchbruch bringen müssen. Aber wahrscheinlich war es für die Rocker einfach noch ein bisschen zu funky und zu Keyboard-lastig und für die Anhänger des Pop dann wiederum zu rockig, als dass es wirklich zu 100 Prozent die Fanherzen überzeugen konnte. Aber wenn man heute diese Scheibe auflegt, dann klingt sie nicht nur zeitlos sondern auch nach 30 Jahren immer noch auch ein Stück weit visionär. So wie DAN REED NETWORK klang auch anschließend keine andere Band.

 

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