Danbert Nobacon

The Library Book Of The World

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.08.2007
Jahr: 2007

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Danbert Nobacon Homepage



Redakteur(e):

Ralf Stierlen


The Library Book Of The World, Bloodshot Records, 2007
Danbert Nobacon Vocals & Acoustic Guitar
Jon Langford Electric Guitar & Backing Vocals
John Rice Mandolin, Bouzouki, Dobro, Sitar, Fiddle & Tack Piano
Dan Massey Drums & Percussion
Al Doughty Bass
Pat Brennan Piano, Organ & Accordion
Produziert von: Jon Langford Länge: 52 Min 28 Sek Medium: CD
1. The Last Drop In The Glass9. Tarin Kot
2. Straight Talk (Meet Frank)10. William Mulholland Meets Andrew Marshall
3. Rock 'n' Roll Holy Wars11. Christopher Marlowe
4. What Was That?12. Three Barrels Full
5. Sing My Bald Head13. Jamestown 2007
6. Wasps In November14. Fossil Cigarette Burns
7. Red Mist15. Information Storm
8. Nixon Is My Dentist

Das ehemalige Mitglied von CHUMBAWAMBA, Danbert Nobacon, wandelt auch auf Solopfaden den steinigen Weg des homo politicus, der mit seinen Texten satirisch, ätzend und aufklärerisch wirken will und dabei den Finger in die aktuell aufgerissenen Wunden legt. Dabei bekommen unter anderem Donald Rumsfeld (The Last Drop In The Glass) oder auch das dankbare Opfer George W. samt seinem Clan (Nixon Is My Dentist) ihr Fett weg.

Musikalisch geht es stramm Richtung Indie Folk Pop und schräge Songwriter-Kost, irgendwo zwischen THE POGUES, Billy Bragg und einem etwas schmalbrüstigen Tom Waits. Letzteres deshalb, weil Nobacon eine reichhaltige Bandbreite anbietet aber irgendwo, nennt mich ruhig altmodisch, doch nicht gerade der begnadetste Sänger auf unserem Planeten ist. Aber das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Übung: "The Library Book Of The World" soll keine schön klingende Platte sein, sondern mit Hilfe der Musik, Texte und Inhalte weiterleiten, die zwischen Spaß und bitterem Ernst pendeln (wobei es sinnvoll gewesen wäre, die Lyrics dem Album beizufügen).

Immerhin ist dieses Anliegen in diesem Folk-Umfeld, das eher der traditionellen, ich nenne es mal "working class music" entspricht, meiner Meinung nach besser aufgehoben als bei der immer irgendwie auch etwas als Zirkusnummer wahrgenommenen und ziemlich überkandidelt wirkenden CHUMBAWAMBA, zumal diese dank Tubthumping von vielen nur (sicherlich zu unrecht) als One-Hit-Wonder gesehen wurden. Hier gibt es weniger schrille Nebengeräusche, alles ist auf die Persönlichkeit Nobacon fokussiert. Dennoch will mich das Ganze nicht so richtig packen, dazu ist mir die Musik etwas zu bodenständig, um nicht zu sagen altbacken und auf Dauer etwas eintönig. Danbert Nobacon verdient sicherlich für seine Haltung und Persönlichkeit Respekt, er könnte von mir aus aber auch gerne seine Meinung ausschließlich in gedruckter Form publizieren.

Ralf Stierlen, 22.08.2007

 

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