Danzig

777 - I Luciferi

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 06.11.2002
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Danzig
777 - I Luciferi, Spitfire Records, 2002
Glenn DanzigVocals, Keyboards, Guitars
Todd YouthLead Guitar
Howi PyroBass
Joey C.Drums
Produziert von: Glenn Danzig Länge: 54 Min 28 Sek Medium: CD
1. Unendlich8. I Luciferi
2. Black mass9. Naked witch
3. Wicked pussycat10. Angel blake
4. God of light11. The coldest sun
5. Liberskull12. Halo godess bone
6. Dead inside13. Without light, I am
7. Kiss the skull

Ein Huhn, ein scharfes Messer, ein wohlgeformter, nackter Frauenkörper über den eine dunkle Flüssigkeit geträufelt wird... Das waren die Zutaten für eins der beeindruckendsten Musikvideos, das ich je zu Gesicht bekam, natürlich schön dezent und düster in schwarzweiß gefilmt.

Wann immer ich mit DANZIG zu tun habe, ist das Videokunstwerk zu Mother meine erste Assoziation, verkörpert es doch all das was DANZIG ausmacht: Das Spiel mit der Ästhetik des Finsteren, Morbiden und Satanischen, kombiniert mit den apokalyptischen, musikalischen Visionen, die bei genauer Betrachtung nichts anderes sind, als eine zeitgemäße Umsetzung dessen, was BLACK SABBATH in den frühen Siebzigern losgetreten haben.

Nachdem die letzten Veröffentlichungen mit ihren soundtechnischen Experimenten eher zwiespältige Reaktionen bei Fans und Kritikern hervorgerufen haben, ist der Muskelprotz und Nummerologe mit seinem siebten offiziellen Album "777 - I Luciferi" wieder auf den richtigen Weg eingeschwenkt.

Weniger Electro und Industrial, dafür gibt es von Todd Youth schneidende Gitarrenriffs im Überfluss. Die Kompositionen grooven finster auf den nächsten Abgrund zu, angetrieben von Glenns charismatischem Gesang, der wieder einmal den Verdacht aufdrängt, dass er die Antwort der Hölle auf Elvis ist.

Ich will keinem falsche Hoffnungen machen. Natürlich findet sich kein zweites Mother auf "777 - I Luciferi", und auch eine Megaballade wie Sistinas erschafft man wohl nur einmal in seiner Karriere ohne seine Seele dem Herrn der Unterwelt zu verhökern. Wenn man jedoch nach Stücken der Klasse von Dirty black summer oder Am I demon Ausschau hält, dann wird man doch reichlich fündig.

Überragend das hypnotische, midtempolastige Angel Blake, mit dem sich Glenn Danzig am ehesten an seine bisherigen Highlights herantasten kann, doch auch Black mass oder Kiss the skull wissen zu überzeugen.

Viele der in den letzten Jahren so bitter enttäuschten Fans dürften nach dem Genuss von "777 - I Luciferi", wieder ihren Frieden mit DANZIG machen, auch wenn das Album es nicht ganz schafft, an die frühen Werke wie "II - Lucifuge" oder "III - How the gods kill" heranzureichen. Das wäre aber vielleicht auch etwas zu viel verlangt gewesen.

Martin Schneider , 06.11.2002

 

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