Dawes

Nothing Is Wrong

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.08.2011
Jahr: 2011
Stil: Westcoast, Americana

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Redakteur(e):

Michael Masuch


Dawes
Nothing Is Wrong, Loose Records (GoodtoGo), 2011
Taylor GoldsmithVocals, Piano, Guitar
Wylie GelberVocals, Bass
Griffen GoldsmithVocals, Drums
Tam VisherVocals, Organ, Guitars
Special Guests:
Benmont TenchOrgan
Jackson BrowneVocals (on Track 7)
Produziert von: Jonathan Wilson Länge: 51 Min 25 Sek Medium: CD
01. Time Spend In Los Angeles07. Fire Away
02. If i Wanted Someone08. Moon In The Water
03. My Way Back Home09. Million Dollar Bill
04. Coming Back To A Man10. The Way You Laugh
05. So Well11. A Little Bit Of Everything
06. How Far We`ve Come

Mitunter reichen die ersten 30 Sekunden eines Songs, um die Ohren auf höchste Aufmerksamkeit zu stellen. Dann nämlich, wenn ein gewisser Taylor Goldsmith die ersten Gitarrenakkorde anreißt, das Schlagzeug einsetzt und sich eine honigsüße Hammond B3 dazu gesellt. Und wenn dann noch Mr. Goldsmith, der die meisten Songs dieses zweiten überall gebauchpinselten DAWES-Albums schrieb und textete, noch ein wenig die stimmliche Verwandschaft zum verehrten JACKSON BROWNE an den Tag legt, ohne ihn allerdings zu kopieren, dann, ja, dann fallen Weihnachten und Ostern für den Rezensenten fast schon auf einen Tag.

Die in Los Angeles beheimatete Band bringt nun in Deutschland ihr Nachfolgeralbum zum 2009 nur in USA erschienenen "North Hills"-Albums heraus und um die Sache vorweg zu nehmen, dürfte das Album ein Westcoast, Americana Highlight des Jahres werden.
If I Wanted Some mit mehrstimmigem Gesang, dezent zupackender Gitarre und toller Hookline könnte sogar die EAGLES neidisch machen. Melancholisch wirkende Songs wie My Way Back Home, die durch den harmonischen mehrstimmigen Gesang der Band getragen werden, und sich im Laufe des Songs mit Schlagzeug, schwelgerischer Orgel und Sologitarre steigern, machen das Herz eines CSNY oder TOM PETTY Fan leicht und stellen schon mal zu Anfang des Albums die ersten drei songschreiberischen Highlights dar.

Mal rumpelt ganz charmant ein Schlagzeug bei Coming Back To A Man daher, und wird flankiert von einer Harmonika, mal reicht ein scheinbar träge bedientes Schlagzeug und Piano bei Million Dollar Bill, dazu eine dezente B3, und da ist er wieder, der charakteristische mehrstimmige glasklare Gesang, der den Song enorm an Charakter gewinnen lässt.
THE DAWES haben in der Americana/Westcoast Szene bereits zahlreiche Fans in ihr Lager gezogen, zeigt sich doch TOM PETTYS Tastendrücker BENMONT TENCH durchaus bereit, bei Fire Away und anderen Tracks bereit, seine süffigen Orgelläufe beizusteuern, und wenn Westcoast Übervater JACKSON BROWNE geneigt ist, dazu noch die Lead-Vocals anzustimmen, die Gitarre ordentlich dazu frickelt, ist der Rock`n Roll Himmel nicht mehr weit!

Es kommt selten vor, das alle 11 Songs eines Albums eine dermaßen große Qualität haben und so zu begeistern vermögen und der Albumtitel "Nothing Is Wrong" absolut Programm ist. Und nur um das nochmals unnötigerweise zu untermauern, legen THE DAWES mit The Way You Laugh einen wirklich radiokompatiblen, etwas an FLEETWOOD MACS "Rumours" erinnernden Song hin, um dann als kaum noch zu toppende finale Ballade A Little Bit Of Everything zu kredenzen, die auch ein JACKSON BROWNE kaum noch besser hinbekommen könnte.
Absolut grandioses Album! Ich möchte mich verneigen, meine Herren!

Michael Masuch, 23.08.2011

 

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