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Klondike

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.11.2010
Jahr: 2010
Stil: Gothic Electronic

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Redakteur(e):

Kay Markschies


[De:ad:cibel]
Klondike, Echozone, 2010
Daniel GaldaVocals
Armin KüsterSound Programming
Produziert von: Armin Küster Länge: 64 Min 34 Sek Medium: CD
01. Hotel Lux08. Architecture
02. Jerusalem Syndrom09. Between My Headphones
03. One Of 4710. Heteronomy
04. Selektionsfunktion11. Monster Train
05. B.I.I.D.12. Geteert und gefedert
06. Nobody Hurts Me Like I Do13. Human Product
07. Too Tired To Consume

Für Freunde der gepflegten Wave- und Gothic-Musik gibt es zwei Untergenres, den man sich hingeben kann. Entweder man bevorzugt den erdigen Teil der Gothicmusiker- Zunft, die mit der E-Gitarre bewaffnet Gottes Tod beschwört oder man favorisiert die übrigen Bands, die nur mit Synthies und Samples bewaffnet den Untergang der Welt prophezeien.

Zu letzterer Gattung gehört auch [DE:AD:CIBEL], die nach diversen EPs und Samplerbeteilgungen dieser Tage ihr erstes Fulltime-Album "Klondike" auf den Markt werfen.
Wie oben schon erwähnt, sind Freunde der Gitarre nicht unbedingt die erste Adresse, die [DE:AD:CIBEL] mit ihrer Musik erreichen wollen, da es sie schlichtweg auf dem Album gar nicht gibt.
Die 13 Songs, die stilistisch irgendwo zwischen den ersten Sachen von DIE KRUPPS und SCOOTER einzuordnen sind, zeichnen sich in erster Linie durch technoide Beats und stets wiederkehrende Samples aus.
Trotzdem wird auf "Klondike" ein wenig mehr Abwechslung als bei manch einem Electro-Künstler geboten. Dies beginnt schon mit dem Intro Hotel Lux, das mit tiefen Pad- und Stringsounds sowie Drumsamples vor sich hinwabert.
Danach gibt das Duo sich mal aggressiv wie auf Jerusalem Syndrom, Selektionsfunktion und Architecture, driftet aber auch des öfteren in den Ambient ab (One Of 47) oder reduziert die Geschwindigkeit auf Halftime-Niveau (Nobody Hurts Me Like I Do, Human Product).

Trotzdem bleibt "Klondike" in erster Linie ein Longplayer für Szenegänger, Dancefloor-Jünger und Monotonie-Befürworter. Mit ihren Rechnern fabrizieren Daniel Galda, der auch schon DAS ICH vier Jahre lang am Keyboard verstärkte, und Armin Kuester Songs, denen man anhört, dass das Duo schon ein wenig Erfahrung im Wave-/Gothic-Biz mitbringt, und die es allemal wert sind, in den Clubs dieser Republik gespielt zu werden.
Auch wenn sich Rockfans hier angewiedert abdrehen werden, gilt für Electronic-Fans: Anhören und Kaufen !

Kay Markschies, 07.11.2010

 

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