Deadman

Live At The Saxon Pub

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.08.2011
Jahr: 2011
Stil: Americana

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Redakteur(e):

Michael Masuch


Deadman
Live At The Saxon Pub, Blue Rose Records, 2011
Steven CollinsVocals, Guitars
Kevin McColloughAcoustic Guitar, Backing Vocals
Kyle SchneiderDrums
Matthew MollicaHammond B3, Backing Vocals
Jacob HildebrandLeadguitar, Backing Vocals
Lonnie Trevino JrBass
Todd PertilPedal Steel Guitar, Backing Guitar
John Michael SchoepfBass Guitar, Bass Pedals (Track 7)
Glen McGregorBass (Track 8)
Chris GebhardBass (Track 12)
Produziert von: Mark Howard Länge: 68 Min 30 Sek Medium: CD
01. Brother John08. Ain`t No Music
02. Don't Do This To Me09. Rake Up Your Mat And Walk
03. If I Lay Down In The River10. Absolom! Absolom!
04. Love Will Guide You Home11. When The Music's Not
05. Oh Delilah12. Mankind
06. Adios Mi Corazon13.Rough God Goes Riding
07. The Ballad Of The Gold Thief

Es gibt nicht allzu viele Bands, die auf der Bühne dermaßen beseelt und mit Herzblut den Spirit ihrer musikalischen Zeitgenossen, z.B. BAND OF HEATHENS oder auch BRAVO JOHNSON, atmen und zu etwas eigenem machen. Ebenso wie die BOH stammen die von Sänger und Mastermind Steven Collins gegründeten DEADMAN aus Austin.

DEADMAN, die unter dem Siegel des ewigen Geheimtipps schon einige Alben in den USA zum Besten gaben, legen jetzt, so als Aperitif ihres neuen im September auch bei Blue Rose erscheinenden Albums eine stürmische Live-Retrospektive ihres Schaffens vor, das die wichtigsten Songs vom Debutalbum Paramour (2001) bis zum letzten Album Take Up Your Mat And Walk(2009) beinhaltet, und aus den Jahren 2009 und 2010 stammen (und mit teilweise wechselnden Bassisten absolviert wurden.

Brother John ist ein Auftaktsong nach Maß. Da feiern DEADMAN mit gleich drei Gitarren, dampfendem Rhythmus und hymnischem mehrstimmigen Gesang, der von einer gutaufgelegten B3 Hammond flankiert wird, und irgendwie an die guten alten THE BAND erinnert, fröhliche Urständ.
Steven Collins hat sich ein wenig die symphatische Stimmfarbe eines Van Morrison zu eigen gemacht, und der mehrstimmige Gesang der Band ist ein absolutes Live Leckerli.

DEADMAN assoziieren eine musikalische Zeitreise sondergleichen, seien es die guten alten GRATEFUL DEAD, die BYRDS oder die schon erwähnten THE BAND, denen sie bei If I Lay Down In The River verdammt nahe sind, wenn sie nach Herzenslust jammen können und das DEADMAN'sche Instrumentarium sich gegenseitig hochschaukelt. Love Will Guide You Home klingt beseelt, gospelig und die B3 Hammond jauchzt und jubiliert dazu, Oh Delilah rockt sich herrlich rootsig mit mehrstimmigen Gesang durch den Kopf, bleibt beim charmanten Refrain hängen, und Gott segne diese B3 Hammond Orgel!

Dass sich die DEADMAN auch in der Tex/Mex Gegend auskennen, belegen sie bei Adios Mi Corazon mit TITO&TARANTULA-Attitüde und bei The Ballad Of The Golden Thief stehen Calexico und Rich Hopkins ein wenig Pate.
Wenn sich die Jungs bei Ain't No Music herrlich oldschool mit der schwelgerischen Orgel Matthew Mollicas und ellenlangen Gitarrensoli von Jacob Hildebrand und gut gestaffeltem mehrstimmigen Gesang in einen wahren Rausch spielen und das Publikum zurecht aus dem Häuschen gerät, stehen im Geiste die ALLMANNS mit stolzgeschwelter Brust Spalier und applaudieren.

DEADMAN machen auf das neue, Ende September erscheinende Album unheimlich neugierig und legen mit "Live At The Saxon Pub" die Latte ganz heftig nach oben. Und um das scheinbar nochmals zum Albumfinale unterstreichen zu wollen, jagen sie dem geneigten Hörer mit himmlisch hymnischen Chorus abgeschmeckt und fiebriger Leadgitarre veredeltem When The Music`s Not Forgotten nochmal eine ordentliche Portion Gänsehaut über den Körper!

Der Bonustrack ist Steven Collins' beängstigend gute Version von VAN MORRISONS Rough God Goes Riding! Absolut empfehlenswertes Plättchen! Chapeau, meine Herren!

Michael Masuch, 02.08.2011

 

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