Deadsoul Tribe

The Dead Word

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.02.2007
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Deadsoul Tribe
The dead word, InsideOut/SPV, 2005
Devon GravesGesang, Gitarre, Flöte, Keyboards
Adel MoustafaSchlagzeug, Percussions
Produzent: Devon Graves Länge: 46 Min 57 Sek Medium: CD
1. Prelude: Time and pressure7. Waiting in the line
2. A flight on an angel's wing8. Someday
3. To my beloved9. My dying wish
4. Don't you ever hurt?10. A fistful of rended nails
5. Some sane advice11. The long ride home
6. Let the hammer fall

Wer sich auf der Suche nach außergewöhnlicher Musik befindet, sollte irgendwann einmal im Laufe der Zeit fast zwangsläufig bei DEADSOUL TRIBE landen. Sicher führt dabei oft der Umweg über PSYCHOTIC WALTZ zum Ziel, der Kultband aus San Diego, bei der Devon Graves noch unter dem Namen Buddy Lackey lange Jahre als Sänger aktiv war.

Devon Graves ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Nicht nur, dass der Amerikaner nach Europa übersiedelte, weil ihm die Mentalität und Lebensweise in der alten Welt mehr zusagte. Damit steht er nicht alleine, doch wo die Mehrzahl dann dem Lockruf einer der schillernden Metropolen wie London, Paris oder Berlin erliegen würde, verschlägt es Graves ins beschauliche Österreich.

Abgeschieden, fast schon isoliert von den pulsierenden Zentren des Musikbusiness erschafft er dort, mit sich selbst und seinem Leben im Reinen, faszinierende, außergewöhnliche und nahezu einzigartige Musik.

"The dead word", das vierte DEADSOUL TRIBE-Album fasziniert durch seine düstere, fast schon morbide Grundstimmung, versprüht jedoch inhaltlich eine kraftvolle, positive Aufbruchstimmung. Graves Lieblingsthema, das durchaus autobiographische Züge trägt, sind Menschen, denen es gelingt sich durch ihre Willensstärke von ihrem Leid zu befreien. Geschichten, die Mut machen, ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk.

Mit seiner Flöte setzt Graves zerbrechliche Kontraste zu den elegischen Melodiebögen und wuchtigen Gitarren, doch was wären DEADSOUL TRIBE ohne die dominanten polyrhythmischen Schlagzeug- und Percussion-Strukturen von Mitstreiter Adel Moustafa? Diese kommen noch prägnanter als auf den bisherigen DEADSOUL TRIBE-Werken zum Tragen und fesseln den Hörer ein ums andere Mal.

"The dead word" entzieht sich nahezu jeglicher stilistischen Kategorisierung, auch wenn mangels besserer Alternativen oftmals Vergleiche zu TOOL gezogen werden und die Veröffentlichung bei InsideOut die Progressive Rock-Schublade öffnet. Genauso gut oder schlecht passt die Band in die Düster- oder World Music-Szene. Nein, DEADSOUL TRIBE sind einfach DEADSOUL TRIBE. Geheimnisvoll, fesselnd und einzigartig.

Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 26.02.2007

 

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