Death Before Dishonor

Unfinished Business


CD-Review

Reviewdatum: 14.07.2019
Jahr: 2019
Stil: Hardcore
Spiellänge: 21:34
Produzent: Chris Harris

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Plattenfirma: Bridge 9 Records

Promotion: Gordeon Music


Redakteur(e):

Marc Langels

Titel
01. Cowards Will Fall
02. True Defeat
03. Freedom Dies
04. Save Your Breath
 
05. Bad Blood
06. Haunted
07. Left To Die
08. Promises Of Yesterday
Musiker Instrument
Bryan Harris Gesang
Colin Reilly Gitarre
Ben Kelly Schlagzeug
Austin Bass
Frankie Puopolo Gitarre

Die Band DEATH BEFORE DISHONOR existiert bereits seit dem Jahr 2000. Damals fanden sich in Boston Bryan Harris (Gesang), Frankie Puopolo und Erik Deitz (beide Gitarre) zusammen, um eine neue Hardcore-Gruppe auf die Beine zu stellen. Vorbild waren damals insbesondere New Yorker Bands wie AGNOSTIC FRONT oder MADBALL. In den ersten Jahren nach ihrer Gründung konnten DEATH BEFORE DISHONOR auch regelmäßig mit Veröffentlichungen auf sich aufmerksam machen, etwa mit den Alben “True Till Death“ (2002), “Frieds Family Forever“ (2005), “Count Me In“ (2007) und “Better Ways To Die“ (2009). Danach folgte aber eine lange Durststrecke, die nun nach zehn Jahren mit “Unfinished Business“ durchbrochen wird.

(Foto: Todd Pollock)

Und die Band hat wirklich noch eine Aufgabe zu erledigen und zwar der ganzen Hardcore-Welt noch einmal zu beweisen, wie dringend nötig die Szene weiterhin eine Band wie DEATH BEFORE DISHONOR hat. Dabei wirken die acht Songs mit ihren gerade einmal etwas mehr als 21 Minuten Spielzeit wie ein Mike Tyson-Boxkampf: kurz, kompakt, kompromisslos. Die Band kennt nur einen Modus Operandi: Angriff, Angriff, Angriff. Sie knallt dem – zunächst – unvorbereiteten Hörer einen Punch nach dem anderen um die Ohren. Dabei ist es egal, ob es der Hi-Speed-Opener Cowards Will Fall, das groovigere True Defeat, die gnadenlosen Freedom Dies und Save Your Breath, das Old-School-punkige Bad Blood, das Riff-lastige Haunted, die Abrissbirne in Left To Die oder das für Hardcore-Verhältnisse hymnische Promises Of Yesterday ist. Jeder Song ist ein Wirkungstreffer, der den Hörer glatt umhaut.

Es fällt fast schon schwer, die Wirkung dieser Scheibe in adäquate Worte zu fassen, denn nach jedem Durchgang fühlt man sich vollkommen geplättet. Die Riffs knallen, das Schlagzeug hämmert unnachgiebig und Frontmann Bryan Harris brüllt seine Wut und seine Frustrationen in die Welt hinaus und sie täte gut daran, ihm zuzuhören.  Nun kann man monieren, dass nach zehn Jahren Wartezeit knapp 22 Minuten Spielzeit ein wenig mager ausgefallen sind. Dabei würde man aber übersehen, dass dieses Werk gerade in seiner Kompaktheit die Emotionen des Hardcore perfekt einfängt. Auch knapp 20 Jahre nach ihrer Gründung stehen DEATH BEFORE DISHONOR für den ursprünglichen Geist des New Yorker Hardcore, auch wenn sie aus Boston stammen.

 

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