Debase

Unleashed

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.02.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Debase
Unleashed, Noise Records, 2004
Micko TwedbergBass
Jonas KarlgrenGuitar
Sigge RiesbeckGuitar
Michael HanssonVocals
Johan HellgessonDrums
Länge: 48 Min 21 Sek Medium: CD
1. Holy caravan7. Symphony for the unholy
2. Pleasuredome8. The blood remains
3. Restrained9. Hellraiser
4. Elected10. Soulcollector
5. Inordinate desire11. Unleashed
6. Schizofrenia

'Was sind denn das für Hausmeister?' fragt meine Frau verwundert, als ihr Blick auf das Backcover von "Unleashed" von DEBASE fällt. Zugegeben in ihren Streetwear-Klamotten Marke Redneck, Hip-Hopper und Schönwetter-Jogger mit Camouflage-Hose sehen die Schweden nicht gerade wie eine Rockband aus. Hätte die Gute aber mal lieber ihre Ohren gespitzt!

Was da durch die heimischen vier Wände schallt ist nämlich mehr als bemerkenswert.
Mein erster Gedanke beim Opener Holy caravan: Mit Songs dieser Klasse wäre "Dehumanizer", Ronnie James Dios Reunion-Album mit BLACK SABBATH, nicht so kläglich abgesoffen.

Keine Frage: DEBASE lieben Doom, aber haben auch ein ganz großes Herz für unzählige andere Einflüsse. Die Gitarrensounds pendeln zwischen thrashigen Ausbrüchen a la Dave Mustaine (MEGADETH) und tiefergestimmten Soundwällen, die unüberhörbar der jüngeren Rockgeschichte entspringen. Die Atmosphäre der Songs erinnert mal an die rohe Aggression früher DANZIG-Werke, ruft aber auch Assoziationen zur düster-morbiden Ästhetik einer Band wie TYPE O'NEGATIVE hervor.

Ganz deutlich, damit kein falscher Eindruck entsteht: DEBASE lassen sich inspirieren. Billiges abkupfern ist eine ganz andere Schublade.

Was "Unleashed" besonders auszeichnet ist das hohe Energielevel, mit dem DEBASE über achtundvierzig Minuten lang zu Werke gehen. Wuchtig und voll urwüchsiger Gewalt walzen Kompositionen wie Symphony for the unholy oder Unleashed alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt.

Voller Frische und mit einer entwaffnenden Unbekümmertheit ausgestattet schlagen DEBASE die Brücke zwischen Tradition und Moderne. Das ist der Stoff aus dem die Metal-Helden von morgen sind. Da starten Noise und Sanctuary eine groß angelegte Aktion wie die 'Young Metal Gods', dabei haben sie einen großen Hoffnungsträger längst schon unter ihren Fittichen.

Martin Schneider, 13.02.2004

 

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