Derek Sherinian

Inertia


CD-Review

Reviewdatum: 12.02.2014
Jahr: 2014
Stil: Progressive Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Derek Sherinian
Inertia, Eagle Rock, 2014
Derek SherinianKeyboards
Simon PhillipsSchlagzeug
Steve LukatherGitarre
Zakk WyldeGitarre
Jerry GoodmanElectric Violin
Tom KennedyBass
Tony FranklinBass
Jimmy JohnsonBass
Produziert von: Derek Sherinian & Simon Phillips Länge: 46 Min 55 Sek Medium: CD
01. Inertia06. Goodbye Pork Pie Hat
02. Frankenstein07. Astroglide
03. Mata Hari08. What A Shame
04. Evel Knievel09. Rhapsody Intro
05. La Pera Loca10. Rhapsody In Black

Den Namen Derek Sherinian assoziieren die meisten Musikfreunde mit seinem kurzen Gastspiel beim Progressive Metal-Flagschiff DREAM THEATER oder aber auch bei der kurzlebigen Super Group BLACK COUNTRY COMMUNION. Aber daneben hat der Tastenmann mit den armenischen Wurzeln auch einige beachtliche Solo-Alben aufgenommen, von denen das Eagle Rock-Sublabel Armoury Records jetzt einige wieder veröffentlicht. Den Auftakt macht dabei "Inertia", das zweite Solo-Album. Das erste "Planet X" hatte zur Gründung der gleichnamigen Band mit Gitarrist Tony MacAlpine und Schlagzeuger Virgil Donati geführt, mit denen Sherinian anschließend noch zwei weitere Studio- und ein Live-Album aufnahm.

Für "Inertia" konnte sich Sherinian zunächst die Hilfe von Produzent und Schlagzeug-Legende Simon Phillips sichern. Dieser brachte dann auch gleich noch Gitarren-Gott Steve Lukather von TOTO mit, der sich hier die Gitarrenparts mit Zakk Wylde (BLACK LABEL SOCIETY) teilt. Für die tiefen Töne sorgten gleich drei verschiedene Bassisten: zum einen Tony Franklin (Peter Gabriel Band), aber auch Tom Kennedy und Jimmy Johnson. Alleine die Namen der Beteiligten zeigen, welche Wertschätzung der Tastenmann in der Szene besitzt.

Damit ist auch schon klar, dass es hier abwechselnd Fusion-frickelig (Lukather, phantastisch nachzuhören beim Mingus-Cover Goodbye Pork Pie Hat) aber auch mal brachial-rockig (Wylde, sehr treffend bezeichnet im Winter-Klassiker Frankenstein) zur Sache geht. Und dieser stetige Wechsel sorgt auch dafür, dass "Inertia" konstant spannend bleibt. Natürlich ist das Musik für Musiker und ein vor allen Dingen Prog-affines Publikum. Denn soundtechnische Parallelen zu seiner Ex-Band sind nicht von der Hand zu weisen.

Dabei profitiert Sherinian von den kontrastierenden Stilen der beiden Gitarristen und weiß diese geschickt in das Keyboard-dominierte Sound-Spektrum zu integrieren. Die Lieder leben von den genialen Melodie- und Solo-Passagen der beteiligten Koryphäen. Diese driften aber nie in reine Selbstbeweihräucherung ab, sondern stellen die Melodien in den Vordergrund. Fazit: Spannende Songs mit tollen Solo-Passagen von Gitarre und Keyboard sowie einem ständig herrlich-groovenden Fundament. Das ergibt instrumentalen Prog-Metal der Spitzenklasse. "Inertia" gehört zu den rundum gelungenen Alben dieses Genres.

Marc Langels, 11.02.2014

 

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