Devil's Hollow

Devil's Hollow

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.07.2010
Jahr: 2010
Stil: Southern Rock, Jam Rock, Roots Rock

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Devil's Hollow Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Devil's Hollow
Devil's Hollow, Tallman Records, 2010
Justin MurrayLead Vocals, Lead Guitar, Acoustic Guitar
Nick DoeLead Guitar, Bass on # 10
Matt CainOrgan, Piano, Clavinet, Wurlitzer, Backing Vocals
Jimmy HartmanBass
W.J. RobinsonDrums, Percussion
Guests:
D.W. HoweBass
Adam JohnsonElectric Slide Guitar
Mike ZeoliPercussion
Produziert von: Alex Lyon & Devil's Hollow Länge: 42 Min 43 Sek Medium: CD
01. The Charm06. Heinous
02. Treated Bad07. Ketchup's Boogie
03. Demons Down08. This Way
04. Time Will Tell09. I Never Knew
05. Into The Red10. Water To Wine

Im Süden der USA herrscht in manchen Landstrichen mehr Gottesfürchtigkeit und Aberglaube als gewöhnlich. Da ranken sich sonderbare Geschichten und Legenden um Strassen, Brücken, Häuser und dunkle Forste und Sümpfe. Aus einer dieser nebelverhangenen, überlieferten Stories entliehen sich die 5 Jungs aus Texas ihren Bandnamen DEVIL'S HOLLOW: ein wenig mysteriös, ein bisschen knorrig und für eine Rock-Kapelle ziemlich gut passend.

Auch wenn es sich hier erst um ihr Debutalbum handelt, DEVIL'S HOLLOW sind beileibe keine Anfänger, sondern haben schon einige Hundert Gigs auf dem Buckel und vertrauen auf eine ansehnliche Anhängerschaft in ihrem Heimatstaat. Die Souveränität, der Erfahrungsschatz, die gewachsene Musikalität drückt sich auf ihrem Erstling in 10 schön abgehangenen Songs aus. Justin Murray, der Kopf, Sänger und Leadgitarrist der Combo, der die Dreissig offenbar schon überschritten hat, zeichnet hier mit geübter Hand für sämtliche Kompositionen verantwortlich. Und so wie die Südstaatler gerne auf ihre alten Geschichten verweisen, richten auch DEVIL'S HOLLOW ihr Augenmerk auf fest verwurzelte Tradition.

Sie umspielen ihre wohldosierte Ehrfurcht vor den musikalischen Geistern der Vergangenheit, indem sie sich aus dem breitgefächerten Fundus der alten Helden nie zuviel von einer Band entlehnen, sondern nur Augenblicke und Momentaufnahmen in ihre Songs integrieren. Die flackernden Querverweise darf dann jeder für sich selbst ausloten. Wie klingt denn nun der raukehlige Sänger? Welchem Gitarristen sind bloß die unterschiedlichen Soli geschuldet? Was hatte der Keyboarder im Sinn als er sein Hohner D-6 Clavinet einspielte. Die Percusssion hört sich an wie bei...? Ihnen an dieser Stelle mangelnde Eigenständigkeit zu unterstellen wäre Quatsch. Welche Band bedient sich nicht bei ihren Vorbildern? Das haben die SCREAMIN' CHEETAH WHEELIES getan, STEEPWATER BAND tun's auch, TISHAMINGO ebenfalls, WIDESPREAD PANIC nicht minder.
Letztlich bleibt das auch vollkommen egal, wenn das Ergebniss sich so rund und druckvoll anhört wie bei DEVIL'S HOLLOW. Ihr Southern Roots, Blues und Jam-Rock-Charakter scheint nach 4 Jahren 'on the road' gereift genug, um sich mit diesem Debutalbum auch in den einschlägigen Fanzirkeln in Europa, insbesondere Deutschland, einen guten Namen zu machen. Von den 10 Songs sind sicherlich nicht alle top, doch 2 bis 3 mittelmäßige Songs können den überdurchnittlich guten Gesamtcharakter dieses Albums noch lange nicht verwässern. Wer solche Knallbonbons wie Demons down und Water to wine aus dem Hut zaubert, muss sich unweigerlich auf die breiten Schultern klopfen lassen. Da wächst was heran...

Frank Ipach, 24.07.2010

 

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