Devilskin

Be Like The River (Deluxe Edition)

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 04.11.2016
Jahr: 2016
Stil: Modern Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Devilskin
Be Like The River (Deluxe Edition), Rodeo Star, 2016
Jenny SkulanderGesang
NailGitarre
Paul MartinBass
Nic MartinSchlagzeug
Produziert von: Clint Murphy Länge: 48 Min 25 Sek Medium: CD
01. In Black08. House 13
02. Mountains09. Grave
03. Pray10. Animal
04. Voices11. Limbs
05. Believe In Me12. Closer (Bonus Track)
06. F.Y.I.13. We Rise (Bonus Track)
07. Bury Me

Aus Neuseeland schaffen ja nicht allzu viele Bands den Sprung bis zu uns – und sorgen dabei dann auch noch für entsprechende Aufmerksamkeit. Eine davon ist DEVILSKIN. Das Quartett wurde 2010 gegründet. Die Band machte es dann aus heutiger Sicht richtig und sprang nicht sofort auf das erste Angebot eines Plattenvertrags an, sondern konzentrierte sich zunächst darauf, starke Lieder zu komponieren. Mit diesen in der Hinterhand wurde das Debüt dann auch in der Heimat ein großer Erfolg und schaffte es bis an die Spitze der Charts. Anfang dieses Jahres waren DEVILSKIN dann auch das erste Mal in Europa auf Tournee und nutzten diese Gelegenheit gleich, um in den Modern World Studios im britischen Tretbury das zweite Album, “Be Like The River“, wieder mit Clint Murphy zu produzieren.

Im Vergleich zum Debüt kommt das neue Werk etwas düsterer, geschliffener und in sich geschlossener daher – manche würden dazu sagen „erwachsener“ und ja, das Ungestüme ist hier ein kontrollierten Wucht gewichen, die ihre Wirkung aber nicht verfehlt. Dabei erinnert das Klangbild an Bands wie DISTURBED – und dank der sehr variablen Gesangsstimme von Jenny Skulander, die dann und wann auch sehr beeindruckend growlt – auch ein wenig nach EVANESCENCE. Auch die Melodien klingen deutlich „ausgearbeiteter“, ebenso wie die Texte, auf die Skulander hier noch mehr Mühe verwendet hat. Die besten Beispiele dafür sind wohl Animal oder Believe In Me, die davon handeln, selbstsicher und selbstbestimmt durch das Leben zu gehen und sich nicht wie ein Tier behandeln zu lassen.

Photo-Credit: zur Verfügung gestellt von Oktober Promotion

Allerdings ist die Produktion der Scheibe aus meiner Sicht ein kleines wenig zu „glatt“ und zu sehr auf den Massengeschmack ausgerichtet worden. Ein paar mehr Ecken und Kanten – sowie auch offensichtliche Überraschungen in den einzelnen Songs – hätten dem Gesamtprodukt “Be Like The River“ sicherlich sehr gut getan. Zudem klingt das Album als Gesamt-Resultat nicht eigenständig genug. Da wäre sicherlich etwas mehr drin gewesen, zum Beispiel mit einem eigenständigen Gitarren-Sound (als Beispiel seien hier nur mal PANTERA angeführt, deren Durchbruch mit "Cowboys From Hell" auch ein ganzes Stück damit zusammenhing, dass Dimebag Darrell einen sofort identifizierbaren Klang kreierte – oder sein Bruder, der nach der eigenen Legende einfach an den Einstellungen von Dimes Amp herumgespielt hatte).

DEVILSKIN ist mit “Be Like The River“ ein sehr ordentliches zweites Album gelungen, das allerdings keine Risiken ein-, sondern eher ein Stück zu sehr auf „Nummer Sicher“ geht. Mit Nummern wie In Black… und der prima Ballade Believe In Me hat die Band genügend überzeugende Argumente, um ihre Fan-Gemeinde deutlich zu erweitern, aber für einen richtigen Pauken-Schlag fehlen dann doch etwas die Alleinstellungsmerkmale – weil die Neuseeländer zu sehr nach bekannten Bands klingen – und der dazu erforderliche Mut. Ein gelungenes modernes Metal-Album ist “Be Like The River“ aber allemal, das eine Menge Spaß macht.

Marc Langels, 31.10.2016

 

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