Devious

Vision

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 08.06.2010
Jahr: 2009
Stil: Melodic Death/Thrash Metal

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Devious
Vision, Deity Down Records/7hard, 2009
Arnold Oude MiddendorpVocals
Guido de JonghGuitars
Wouter HuitemaGuitars
Daniël CentiagoBass
Frank SchilperoortDrums
Guests:
Carsten AltenaSynthesizers, Samplers
Michel MattemanVocals on Track 07
Produziert von: Guido de Jongh & Jochem Jacobs Länge: 35 Min 46 Sek Medium: CD
01. Heritage Of The Reckless05. Impulse Overload
02. False Identity06. Predefined
03. Respiration Of Fear07. Validate
04. Abide08. Disconnect

Die niederländische Kappelle DEVIOUS wurde von Gitarrist Guido de Jongh und Schlagzeuger Frank Schilperoort anno 2000 gegründet. Man fuhr zunächst die Thrash Metal-Schiene. 2002 brachten die Jungs in Eigenregie die EP 'Devious' heraus. 2003 erschien das Albumdebüt ’Acts Of Rage’. Im Anschluss daran begaben sich die Burschen mit Acts wie CANNIBAL CORPSE, CRYPTOPSY, SUFFOCATION, VADER, DARKANE, CROWBAR, ABORTED, THE DILLINGER ESCAPE PLAN, GOD DETHRONED, MALEVOLENT CREATION und DYING FETUS auf diverse Konzertreisen. 2006 tourten DEVIOUS sehr erfolgreich mit der brasilianischen Truppe KRISIUN quer durch ganz Europa. Am 01. Februar 2007 kam das zweite Studiolangwerk ’Domain’ heraus (zu dem Song Room 302 wurde damals ein professionelles Video gedreht und veröffentlicht). Darauf wurde mit Coen Tabak ein neuer Sänger vorgestellt. Hier verflochten die Niederländer zeitgemäßen Death Metal mit ihren Thrash Metal-Ursprüngen. Im Juli 2008 kehrte Ex-Frontmann Arnold Oude Middendorp in die Band zurück. Mit ihm präsentierten sich DEVIOUS auf dem Zwarte Cross Festival in ihrem Heimatland. Dort spielten die Beneluxbürger neben MERAUDER, EXODUS, CYNIC (USA), MOONSPELL und OBITUARY. In der zweiten Jahreshälfte verließ dann Bassist Sven van Toorn DEVIOUS und wurde von Daniël Centiago ersetzt. Im Februar letzten Jahres begann die Formation dann mit den Aufnahmen zu ihrem dritten Album ’Vision’, über das hier nachfolgend berichtet werden soll.

Die acht funkelnagelneuen Tracks machen jedem Zuhörer deutlich, dass die Kombination aus Death Metal, Thrash Metal und hoch entwickelten Melodien nicht zwangsläufig ein Widerspruch in sich sein muss, sondern wunderbar funktionieren kann. DEVIOUS wissen nämlich, wie man gerade aus diesen Bestandteilen unterhaltsame, mitreißende, einfallsreiche und kurzweilige Songs zusammenschraubt. Der Stoff steht für gesunde und schnelle Härte und Aggressivität. Er läßt trotzdem auch Einfühlsamkeit und Sensibilität zum Zuge kommen. Ruhige, langsame und auch leicht bombastische Passagen, teilweise sogar mit Samples und Keyboard- bzw. Synthesizerklängen unterfüttert, sind Beleg dafür.

Ihre zahlreichen Auftritte haben DEVIOUS zu einem perfekt funktionierenden Kollektiv zusammengeschweißt. Alle verstehen sich blind (der neue/alte Sänger und der neue Bassmann sind inzwischen längst bestens integriert). Da passt kein Blatt Papier mehr zwischen. Das nennt man ja wohl mannschaftliche Geschlossenheit. Die Instrumente befinden sich in guten Händen. Der Gesang, vorrangig als relativ verständliches Gegrowle angelegt, ist ebenfalls spitze.
’Vision’ weist eine zu den darauf gebotenen Stil- und Geschmacksrichtungen passende, druckvolle und transparente Produktion auf.

DEVIOUS können mit ihrem aktuellen Langeisen auf nahezu ganzer Linie überzeugen. Zwar erfinden sie mit ’Vision’ jetzt nix von Grund auf Neues, lassen darauf aber durchaus gute Ansätze für eine ganz eigene Mixtur aus Härte und Melodie erkennen. Ihnen könnte damit das Kunststück gelingen, dem einen oder anderen, sonst eher nicht den extremen Metalvarianten zugeneigten Plattenkäufer ihre Musik schmackhaft zu machen. Wer gerne Melodic Death/Thrash Metal hört, hat ohnehin keinen triftigen Grund ’Vision’ nicht zu mögen.

Michael Koenig, 30.05.2010

 

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