DeWolff

Tascam Tapes

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.12.2019
Jahr: 2020
Stil: Blues Rock
Spiellänge: 31:58
Produzent: DeWolff

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Plattenfirma: Mascot Label Group

Promotion: Netinfect


Redakteur(e):

Marc Langels

Titel
01. Northpole Blues
02. Blood Meridian I
03. It Ain‘t Easy
04. Rain
05. Made It To 27
06. Nothing‘s Changing
 
07. Let It Fly
08. Blood Meridian II
09. Awesomeness Of Love
10. Love Is Such A Waste
11. Am I Losing My Mind
12. Life In A Fish Tank
Musiker Instrument
Pablo van den Poel Gesang & Gitarre
Luka van den Poel Schlagzeug
Robin Piso Keyboards & Bass

Das Leben der meisten Musiker – so sie denn nicht Pop-Stars sind - besteht heute aus einem ewigen Tournee-Zyklus, denn Geld lässt sich mit der Musik nur noch dann verdienen, wenn man Abend für Abend auf der Bühne steht. Während die Musiker früher Konzerte gaben, um die aktuellen Platten zu bewerben, nehmen Bands heute eher Platten auf, um wieder damit auf Tour gehen zu können. Und da hat das niederländische Psychedelic- und Bluesrock-Trio DEWOLFF aus der Not eine Tugend gemacht und ihr siebtes Album, “Tascam Tapes“, auf der Tournee mit einem portablen Vier-Spur-Rekorder aufgenommen.

Auf dem Artwork der Scheibe prangt dann auch die plakative Aufschrift: „Recorded on the road for less than 50 dollars, but sounding like a million bucks!”. Damit haben DEWOLLF ihr bestreben nach einem Vintage-Retro-Rock-Sound auf eine neue Spitze getrieben. Herausgekommen ist dabei ein Sound, der sich deutlich von ihrem bisher präferierten Klang irgendwo zwischen Jimi Hendrix, LED ZEPPELIN und DEEP PURPLE abgrenzt. Statt klassischem Rock kommen nun vermehrt Soul- und Elektro-Einflüsse zum tragen. Das klingt an mancher Stelle dann schon sehr nach einer Band wie etwa JAMIROQUAI.

Insofern könnte ich mir gut vorstellen, dass einige Anhänger der frühen psychedelischen, Blues Rock-basierten Tage ein wenig Probleme mit dem neuen Material haben könnten. Zumal das Album klanglich sehr homogen daher kommt. Man merkt, dass diese Songs quasi in einem Rutsch geschrieben wurden. Dabei muss man allerdings nicht auf die wundervollen Gitarren-Momente von Pablo van den Poel verzichten, der hier unter anderem bei It Ain‘t Easy eine wirklich wundervoll-hypnotische Gitarren-Melodie komponiert hat, die sich schnell im Kopf festsetzt. Ansonsten überzeugen insbesondere Kompositionen wie Blood Meridian I, die ihre Wirkung sowohl im Ohr als auch in den Beinen entfalten, denn es ist fast unmöglich zu diesen Nummern nicht tanzen zu wollen.

Frontmann Pablo van den Poel beschreibt die “Tascam Tapes” als Musik  in einer Art, wie siw von DEWOLFF bisher noch nie zu hören gewesen sei, und er erklärt: „Es war einfach Zeit dafür, mal etwas völlig anderes zu machen, und dabei hatten wir reichlich Spaß.” Das hört man den zwölf Kompositionen auch wirklich deutlich an. Allerdings hätte ich mir durchaus etwas mehr kompositorische und klangliche Abwechslung auf der Scheibe gewünscht. Denn neben dem Gesang und der Gitarre wurde bei den Aufnahmen ein Sampler mit darauf gespeicherten Soul-Drums und ein alter Synthesizer benutzt. Dadurch geht gerade was die Grooves anbelangt eine ganze Menge Dynamik verloren, schließlich machte Luka van den Poel auf den bisherigen Scheiben des Trios immer ordentlich Dampf an seinen Drums. Die “Tascam Tapes” sind sicherlich eine nette Abwechslung für die Band, aber beim nächsten Mal würde ich mir dann doch wieder ein „traditionell“ im Studio produziertes Album mit all den klanglichen Möglichkeiten wünschen.

 

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