Dexys

Let The Record Show: Dexys Do Irish And Country Soul

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.06.2016
Jahr: 2016
Stil: Irish Country-Soul

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Dexys
Let The Record Show: Dexys Do Irish And Country Soul, 100% Records, 2016
Kevin RowlandLead Vocals
Sean ReidCo-Singer
Tim CansfieldGuitar
Matt Child, Mike TimothyKeyboards
Dave RuffyDrums
Andy HobsonBass
Lucy MorganViola
Ben TriggCello
Tom Pigott-Smith, Alice PratleyViolins
Camilla PayHarp
Produziert von: Pete Schwier, Kevin Rowland & Sean Read Länge: 53 Min 47 Sek Medium: CD
01. Women Of Ireland07. 40 Shades Of Green
02. To Love Somebody08. How Do I Live
03. Smoke Gets In Your Eyes09. Grazing In The Grass
04. Curragh Of Kildare10. The Town I Loved So Well
05. I'll Take Yiou Home Again, Kathleen11. Both Sides Now
06. You Wear It Well12. Carrickfergus

Immer wieder auf diesen vermaledeiten Nummer Eins Hit reduziert zu werden, ist gewiss nicht einfach. Come On Eileen, dieses wunderbar forsche und energiegeladene Lied aus dem Jahre 1982 machten DEXYS MIDNIGHT RUNNERS auf einen Schlag weltberühmt. Number One in sieben Ländern. Wahrlich nicht schlecht. Und danach? Nicht mehr viel. 1987 folgte dann der Split der Truppe. Kevin Rowland, der Kopf der Band schlitterte in eine Kokainabhängigkeit und wurde von Versagensängsten geplagt. Schrecklich, dieses verfluchte Pop-Business.

Nach diversen angestrengten Wiederbelebungsversuchen reüssierten die fortan nur DEXYS benannten Musiker 2012 mit ihrem Album "One Day I'm Going To Soar", um vier Jahre später mit viel Tam Tam den Nachfolger zu präsentieren. Basierend auf einer uralten Idee Kevin Rowlands bearbeiten die gut gekleideten Damen und Herren eine satte Anzahl berühmter Fremdtitel und ein paar wenige eigens für dieses Projekt frisch arrangierte Traditionals aus dem irischen Kulturgut.

Der langatmige Albumtitel "Let The Record Show Dexys Do Irish & Country Soul" mag dazu verleiten, Großes und Packendes zu erwarten. Doch die zwölf Songs dieses zumindest klanglich transparent und gut in Szene gesetzten Albums kann nur in einigen wenigen Momenten das bezwingende Liedgut der Grünen Insel derart schlüssig transportieren, um der sicherlich in bester Absicht aufgenommenen Platte einen betörenden Reiz abzugewinnen. So stylish die Herrschaften auf dem Cover auch aussehen mögen, so schematisch und abgezirkelt kommt auch ihre Musik daher. Das klingt eher nach einer wenig aufregenden und wenig inspirierenden Country-Soul Melange für den geruhsamen Feierabend im Ohrensessel.

Das mag prinzipiell sicherlich nicht der verkehrte Ansatz sein, doch die unterschiedlichen Cover-Nummern wie beispielsweise Rod Stewarts altehrwürdiges You wear It well können dem prickelnden Original nicht im Entferntesten das Wasser reichen. Smoke Gets In Your Eyes, Jerome Kerns Uralt-Musical-Hit , den die PLATTERS 1958 in die Top-Position der Hitparade hievten, gerät aufgrund des kaum überzeugenden Gesangstalentes von Spiritus Rector Kevin Rowland zu einem müden Abklatsch der Urversion. Um so einen schmalzigen, zu Herzen gehenden Song treffsicher zu platzieren, muss man schon zum unwiderstehlichen Crooner geboren sein. Die Band wirkt hier in ihrer musikalischen Darbietung allzu träge.
Einzig die gelungene Interpretation des Sixties BEE GEES Hits To Love Somebody und das straff und stramm vorgetragene Grazing In The Grass lassen aufhorchen und bereiten ungeteilte Freude. Mein persönlicher Top-Titel auf diesem insgesamt wenig berührenden Album bleibt letztlich Joni Mitchells Komposition Both Sides Now. Kein Wunder also, wenn einem zu DEXYS immer wieder nur diese eine Übernummer aus dem Jahre 1982 einfällt.

Frank Ipach, 10.06.2016

 

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