Die Happy

Red Box

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.09.2010
Jahr: 2010
Stil: Rock, Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Die Happy
Red Box, EMI, 2010
Marta JandovaGesang
Thorsten MewesGitarre
Ralph RiekerBass
Jürgen StiehleSchlagzeug
Produziert von: Udo Rinklin Länge: 48 Min 30 Sek Medium: CD
01. Mesmerized08. Black Vicious Monster
02. Dance For You Tonight09. Red Box
03. Superstar10. Bang Boom Bang
04. Good Things11. Help Me
05. Survivor12. Sweet Enemy
06. Stay With Me13. Anywhere Without You
07. Anytime

DIE HAPPY gehören zu den Veteranen in der deutschen Rockmusik-Szene. Seit Jahren touren sie durch Europa, was das Zeug hält und zudem veröffentlichen die Jungs um Frontfrau Marta Jandova immer wieder Alben, die sich auch als international absolut konkurrenzfähig erweisen – auch wenn es außerhalb Deutschlands noch nicht zum ganz großen Durchbruch gereicht hat. Dabei waren sie gerade auf ihren letzten Alben etwas in den Rock-Bereich „abgerutscht“, was zu einigem „Murren“ bei den alten Fans führte.

Als ob sie Volkes Stimme vernommen hätten, markiert “Red Box“ eine dezente Kurs-Korrektur wieder zurück in eine etwas Metal-lastigere Richtung. Da klingt selbst das DESTINY’S CHILD-Cover Survivor gleich viel erträglicher. Dennoch bleibt gerade dieses Stück für mich die Schwachstelle des Albums. Meiner Meinung nach ist so etwas eine B-Seiten-Nummer und damit als Dreingabe für eine Single-Auskopplung prädestiniert, oder aber für eine Bonus-CD geeignet, aber mittendrin stört es einfach in meinen Augen den Fluss des Albums. Aber das ist Geschmack und über den lässt sich ja entweder trefflich oder aber gar nicht streiten.

Die restlichen Stücke zeigen die Vier aus Ulm wieder von ihrer gewohnten Seite: hart rockend, mit einer aggressiveren Grundhaltung als zuletzt. Dazu kommen aber auch immer wieder ruhigere Passagen und Songs, die dafür sorgen, dass es nicht zu hart zugeht. Und Martas Stimme gehört sowieso zu den besten im gesamten Bereich. Sie kann sowohl sanft-einschmeichelnd als auch aggressiv-bös singen und hat ein gutes Gespür für eingängige Melodielinien, die sich auch für Mainstream- und Konsenz-Sender wie MTV oder VIVA eignen würden, aber auch den Rocker ansprechen. Ab und an erinnert sie dabei an Skin von SKUNK ANANSIE, ohne aber meiner Meinung nach genauso zu übertreiben.

Wenn man denn eine Kritik an “Red Box“ anbringen will dann vielleicht, dass hier ein wirklicher Ober-Kracher fehlt. Das eine Lied, das man in der Dauerschleife hören will und das einem den ganzen Tag über nicht mehr aus dem Ohr geht. Aber mir ist auch klar, dass man so etwas nicht einfordern kann, weil sich solche Songs ergeben und nicht geplant werden können.

DIE HAPPY unterstreichen mit “Red Box“ dennoch ein Mal mehr ihre Stellung in der deutschen Rock-Gesellschaft und dürften mit dem aktuellen Album eigentlich keine Fans verlieren, sondern könnten höchstens welche dazu gewinnen. Ein Album ohne wirkliche Schwäche (und nur mit zwei kleinen Einschränkungen, die vielmehr auch nur Anmerkungen sind), da kann man nur sagen: chapeau und weiter so. Dann muss es irgendwann auch mit dem ganz großen internationalen Erfolg einfach klappen.

Marc Langels, 16.09.2010

 

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