Dio

Magica Deluxe Edition

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CD-Review

Reviewdatum: 11.06.2013
Jahr: 2013
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Dio
Magica Deluxe Edition, Niji Entertainment Group, 2013
Ronnie James DioGesang & Keyboards
Craig GoldyGitarre & Keyboards
Jimmy BainBass
Simon WrightSchlagzeug
Produziert von: Ronnie James Dio Länge: 105 Min 23 Sek Medium: CD
CD 01
01. Discovery08. Challis
02. Magica Theme09. As Long As It's Not About Love
03. Lord Of The Last Day10. Losing My Insanity
04. Fever Dreams11. Otherworld
05. Turn To Stone12. Magica - Reprise
06. Feed My Head13. Lord Of The Last Day - Reprise
CD 02
01. The Magica Story05. Fever Dreams (Official Live Bootleg)
02. Annica (Japanese Only Bonus Track)06. Lord Of The Last Day (Official Live Bootleg)
03. Electra (Recorded For Magica 2 & 3)07. As Long As It's Not About Love (Official Live Bootleg)
04. Feed My Head (Official Live Bootleg)08. Losing My Insanity (Official Live Bootleg)

Fragt man Fans von Ronnie James Dio nach den besten Alben seiner Karriere, so werden zumeist „die üblichen Verdächtigen“ namentlich “Rising“ (RAINBOW), “Heaven And Hell“ (BLACK SABBATH) oder “Holy Diver“ (DIO) angeführt. Geht es aber um den Geheimtipp im Schaffen des Meistersängers, dann fällt recht häufig der Titel eines Spätwerks, das im Jahre 2000 entstand und auf den Titel “Magica“ hört. Und wahrlich diesem Album wohnt mehr als nur ein Funke Magie inne.

Denn nach den bei den Fans eher zwiespältig aufgenommenen Werken “Strange Highways“ und “Angry Machines“ und der kurzlebigen BLACK SABBATH-Reunion kehrten DIO mit altem Gitarristen und neuer Frische wieder in die Spur zurück, die sie auf den ersten fünf Alben so erfolgreich gemacht hatte: klassischer Heavy Metal mit jeder Menge Melodien und den DIO-typischen phantastischen und Fantasy-vollen Lyrics. Dabei trägt die Rückkehr von Craig Goldy zur Band einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Gelingen von “Magica“ bei. Denn der nach dem Album “Dream Evil“ geschasste Gitarrist passt stilistisch viel besser zu der Band und zum Gesangsstil von Dio als sein Vorgänger Traci G. Und zusammen mit Goldys Spiel kreierten DIO wieder diese Magie und das Feeling, die seit einigen Jahren verloren gegangen war.

Das beste Beispiel dafür sind wohl das Intro und Solo zu dem Song As Long As It’s Not About Love. Sie sind vielleicht die besten und magischsten Parts, die Goldy je für DIO eingespielt hat. Und diese magische Musik veredelt Ronnie dann mit einer seiner packendsten und gefühlvollsten Leistungen, die er je auf Band gebracht hat (und das will ja nun wirklich etwas heißen). Eine wahrhaft göttliche Halb-Ballade, die ebenso gut zu BLACK SABBATH gepasst hätte. Allerdings ist zu bezweifeln, dass Tony Iommi ein besseres Solo hätte dazu spielen können.

Dabei ist “Magica“ nicht nur ein „einfaches“ Heavy Metal-Album, sondern ein Konzept-Werk, das Dio eigentlich noch mit zwei weiteren Teilen schmücken wollte, als er die Diagnose Krebs erhielt und wenige Monate später starb. Im Mittelpunkt der Geschichte steht dabei der Planet Blessing, der rund 1000 Jahre nach dem Erlischen seiner beiden Sonnen von Eis bedeckt ist. Niemand der einstigen Population hat überlebt, als Außerirdische dort eintreffen und die magischen Schriften der früheren Zauberer von Blessing finden und studieren. Dabei sind sie nicht in der Lage die Formeln zu verstehen, weil ihnen das Verständnis für menschliche Emotionen fehlt (so spricht am Ende von Challis als Überleitung zu As Long As It’s Not About Love eine Computer-verzerrte Stimme die Sätze: „What Is Love? Who Is Love? When Is Love? Where Is Love? Why Is Love?“). Außerdem verstehen sie – weil sie es nicht kennen – ein Wort nicht: MAGICA. Aber das ist nur der Ausgangspunkt. Die Geschichte hinter dem Album erzählt Ronnie James Dio sehr ausführlich auf der Bonus-CD.

Diese zweite CD hat zudem noch allerhand zu bieten. Zum einen sind darauf zwei Bonus-Tracks veröffentlicht. Den einen – das Instrumental Annica gab es bisher nur auf der japanischen Pressung der CD, der andere Electra ist ein nahezu fertiger Song, der eigentlich für “Magica II“ vorgesehen war und schon mal als Bonus für “The Very Beast Of Dio Vol.II“ veröffentlicht wurde. Zudem sind auf der Bonus-Scheibe noch fünf Live-Aufnahmen enthalten, die zeigen, wie das Material live geklungen hat. Der Sound ist dabei sehr roh und ungeschliffen, so dass wirklich ein echtes Live-Feeling dabei aufkommt. Für Fans und Freunde von Ronnie James Dio wird diese Deluxe Edition dadurch zu einem essentiellen Kauf.

Auf "Magica" sind einige der besten Songs aus DIOs zweitem Karriere-Abschnitt enthalten, wie zum Beispiel Lord Of The Last Day oder Fever Dreams, das auch ebenso gut auf "Dream Evil" geglänzt hätte. Und eine so wunderschön-bewegende Ballade (wenn auch eine Power-Ballade mit ordentlich Druck) wie As Long As It's Not About Love kann sich auch problemlos mit einem Klassiker wie etwa Rainbow Eyes messen. Alles in allem ist “Magica“ sicherlich das Beste unter den wahrlich nicht schlechten Spätwerken des Groß-Meisters des Heavy Metal. Nur Schade, dass wir nie hören werden, wie die Geschichte von Challis weitergegangen wäre. Aber so bleibt uns eben nur die Magie von “Magica“.

Marc Langels, 07.06.2013

 

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