Dirk Edelhoff

Different Colors

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.05.2012
Jahr: 2012
Stil: Fusion, Blues

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Dirk Edelhoff
Different Colors, E-Indi Records, 2012
Dirk EdelhoffGuitars, Keyboards, Bass, Drum Programming
Helmuth FassBass (Tracks 4 & 9)
Tony OsanahVocal (Track 9)
Produziert von: Dirk Edelhoff Länge: 39 Min 36 Sek Medium: CD
01. Irish Sea06. Just Blues
02. Blues Rock Train07. Classic Tapp
03. Indi 8String08. Remember
04. The Blue Suite09. Drei Viertel
05. Clockwork Funk

Als Platten veröffentlichender Gitarrist, der nicht singen kann oder möchte, holt man sich entweder ordentliche Gastsänger ins Boot oder man lässt es gleich ganz bleiben. Entblößt sich jedenfalls nicht so lauwarm wie es vor Jahren mal Larry Carlton praktizierte, als er mit mäßigem Erfolg auf seinen Soloplatten zu singen versuchte.

Insofern hat DIRK EDELHOFF (Jahrgang 1963), der Gitarrendozent und CHRIS KRAMER Sidekick aus Iserlohn, mit seinem Soloprojekt "Different Colors" schon mal alles richtig gemacht. Eine 9 Tracks starke Instrumentalscheibe mit lediglich einem einzigen Scat-Vocal Intermezzo von Tony Osanah, auf der EDELHOFF ansonsten von der Produktion bis hin zur Instrumentierung fast alles in Eigenregie übernommen hat.

Wie der Albumtitel vermuten lässt, überrascht uns DIRK EDELHOFF neben seinem omnipräsenten und tadellos guten und erfrischenden Gitarrenspiel mit einer recht üppig angelegten stilistischen Palette, die sich zwischen keltisch inspiriertem Liedgut (Irish sea), Blues betriebenen Zugreisen (Blues Rock Train), irrwitzigen Fusion-Karussellfahrten à la BRETT GARSED (Indi 8String), metal-lastigen Tapping-Kapriolen (Classic Tapp) und eher kontemplativen Jazz-Ruhepausen (The Blue Suite & Remember) gut auszukennen scheint, und mit Clockwork Funk sogar einen Abstecher in die JEFF BECK'sche "Blow By Blow" Funk-Ära wagt.

Wenn auch nicht alles auf "Different Colors" zwingend und mitreissend gerät, weil der Protagonist nicht sämtliche Stilistiken gleich überzeugend darstellt, muss man diesem Album zumindest seinen Wagemut und seine belebende Vielfältigkeit hoch anrechnen und letztendlich konstatieren, dass dem gelernten Jazzer EDELHOFF in Sachen Jazz/Fusion niemand so schnell das Wasser reichen kann (höre das vorzügliche Indi 8String), seine Blues-Rock Interpretationen (Blues Rock Train) jedoch ein wenig fad bzw. konstruiert daherkommen.

Frank Ipach, 21.05.2012

 

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