Doc Holliday

Danger Zone

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.10.2001
Jahr: 1986

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Doc Holliday
Danger Zone, Halycon Music, 2001 (1986)
Bruce Brookshire Guitars, Bass, Lead Vocals
Eddie Stone Keyboards, Lead Vocals (Southern Girls)
John Samuelson Bass, Vocals
Jamie Deckard Drums
Gäste:
Tony Cooper Piano
Ric Skelton Lead Guitar (Southern Girls)
Bruce Frye & Tina Fortunato Background Vocals
Besetzung bei den Bonus Tracks:
Bruce Brookshire Lead & Slide Guitar, Lead Vocals
Daniel Bud Ford Bass
Danny 'Cadillac' Lastinger Drums
John Turner Samuelson Lead Guitar, Background Vocals
Produziert von: Bruce Brookshire Länge: 47 Min 49 Sek Medium: CD
1. Danger Zone8. Thunder & Lightning/Into The Night
2. Ready To Burn9. All The Right Moves
3. Redneck Rock'n'Roll Band10. Easy Goin' Up
4. Run To MeBonus Tracks:
5. Southern Girls11. Redneck Rock'n'Roll Band (live)
6. Automatic Girl12. Rollin' And Tumblin' (live)
7. Tijuana Motel

"Danger Zone", das vierte Studioalbum von DOC HOLLIDAY, ging leider im Sog des für viele Fans enttäuschenden Albums "Modern Medicine" mit unter.
Völlig zu Unrecht, wenngleich die Euphorie der Kollegen vom britischen Kerrang, die "Danger Zone" zum besten Southern Rock Album seit SKYNYRDs "Street Survivors" kürten, doch etwas überzogen war.
Dennoch steht es außer Frage, dass "Danger Zone" auch heute noch sträflich unterbewertet wird und längst nicht den Respekt erfährt, den es eigentlich verdient.
Vorliegender remasterter Re-release aus dem Hause Halycon bietet nun dem Album, 15 Jahre nach dem ersten Versuch, eine zweite Chance.

Nach dem "Modern Medicine"-Debakel (wobei ich immer noch der Ansicht bin, dass die Songs gar nicht so übel waren, sie allerdings nie eine Chance dank der katastrophalen Disco-Produktion von QUEEN-Totengräber Mack hatten), war es nicht weiter verwunderlich, dass "Danger Zone" wieder deutlich rauer und urwüchsiger ausfallen würde.
DOC HOLLIDAY agierten auf diesem Album mit einer Energie, die sie bis heute nie wieder im Studio entfesseln konnten und machten das Album unter dem Strich zum härtesten Release der Bandgeschichte.
Herausragend der Titeltrack, der härtemäßig an Last Ride herankommt und die wohl ambitionierteste Brookshire-Komposition Thunder & Lightning/Into the night. Diese Songs gehören mit zum Besten was je von DOC HOLLIDAY veröffentlicht wurde.
Sehr stark auch Redneck Rock'n'Roll Band, einer der typischsten Southern Rock-Songs aller Zeiten, der sich völlig zu Recht im Laufe der Zeit zu einer gefeierten Livehymne der Band entwickeln konnte.
Doch auch das restliche Songmaterial weiß, vom druckvollen Ready To Burn über das mainstreamige Run To Me bis hin zum kurzen akustischen Easy Goin' Up zu überzeugen. Lediglich Automatic Girl fällt qualitativ ab, allerdings wirkt dieser Song auch wie ein Überbleibsel von "Modern Medicine".

Die CD hat durch den Remastering-Prozess deutlich an Soundqualität hinzugewonnen, was vor allem dem, für 1986 und Southern Rock-Kreise modernen Drumsound zu Gute kommt.
Der Sound der Originalversion der CD klang allerdings weitaus weniger auffällig nach ZZ TOPs "Eliminator".
Als zusätzlichen Kaufanreiz bietet "Danger Zone" zwei Liveaufnahmen der Band aus dem Jahre 1991 aus Finnland. Das schon erwähnte Redneck Rock'n'Roll Band beginnt mit einem eher wenig überzeugenden Gitarrensolo, leitet über in Dixie, bevor der eigentliche Song den Hörer kompromisslos niederwalzt. Eine recht raue Aufnahme, die aber sehr authentisch klingt. Genau das ist der Clubsound, den die Band auch in unseren Breiten präsentiert.
Nach einer lieblosen Ausblendung des Applauses, folgt noch eine ordentliche Version des Muddy Waters Klassikers Rollin' and tumblin'.

"Danger Zone" ist, aus meiner Warte, das letzte wirklich überzeugende DOC HOLLIDAY-Studioalbum, "Son Of The Morning Star" hin, "Legacy" her.
Also, worauf wartet ihr noch? Unbedingt anchecken!

Martin Schneider, 30.10.2001

 

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