Dollhouse

Rock'N'Roll Revival

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.04.2009
Jahr: 2009
Stil: Rock′n′Roll meets Soul

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Redakteur(e):

Jürgen Ruland


Dollhouse
Rock'N'Roll Revival, Headphone Records, 2009
Chris WinterVocals, Guitar, Bass, Backing Vocals
Marcus S. DavisDrums, Percussion
Cark BringelandGuitar, Backing Vocals
Produziert von: Chris Winter & Fredrik Grenblad Länge: 27 Min 59 Sek Medium: CD
01. Free Your Soul To The Music06. Let It Shine
02. Hold On Together07. Last Night
03. Oh My Love08. Still Got Soul
04. Sittin' In This Room09. I'm Not Crossin' Over
05. Gotta Move On(all songs written by C. Winterlöv)

DOLLHOUSE werden mit ihrem Album "Rock'N'Roll Revival" aufgrund des Titels als auch dem Cover so manchen Rocker in die Irre führen. Wer hier kernigen, treibenden R'N'R erwartet dürfte wohl erst mal dumm aus seiner Wäsche gucken. Hat einem anschließend der schwachbrüstige Sound nicht bereits den letzten Nerv geraubt, macht das Album eigentlich sogar richtig Spaß.
Wenn ein Mitglied (Michael Davis) der legendären MC5 die Band als wahre Offenbarung preist und eine Koryphäe wie Nicke Andersson (Sänger und Gitarrist der HELLACOPTERS) DOLLHOUSE als eine der besten Live-Bands des Planeten ankündigt, sollte man "Rock'N'Roll Revival" doch vielleicht ein intensiveres Gehör schenken.

DOLLHOUSE präsentieren sich als eine ganz spezielle Band. Authentischer, ass kickin' 60s Soul Punk mit einem Spritzer 70s Rock, oftmals beeindruckenden Grooves und Lead Vocals, welche sich schnell in den Gehörgängen festzusetzen vermögen. DOLLHOUSE huldigen dem Soul der alten Schule, Gospel und Blues á la James Brown. Egal ob gerührt oder geschüttelt - es ergibt sich ein wüster, hochenergetischer Mix aus swingendem Rock'n'Roll.
Die phasenweise eingesetzten weiblichen Backing Vocals (Gotta Move On, Let It Shine) wirken zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt. Vielmehr glaubt man sich zuweilen inmitten der Blues Brothers wiederzufinden.
Mit Wah-Wahs und hart treibenden Soulriffs verwandelt die Gruppe sicherlich so manchen Club in eine Sauna. Leider kommt das Songmaterial mit viel zu wenig Druck aus den heimischen Boxen, was jammerschade ist. Eine raue Mischung aus Blues, Rock, Soul und höllischem Fieber reicht selbst bei aufgedrehtem Verstärker viel zu selten aus, um dem Reiz von DOLLHOUSE hundertprozentig übermitteln zu können.

Die neun Tracks zeigen eine frische, atemberaubende und energiereiche Band, welche man sich on stage nicht entgehen lassen sollte. Der billige Garagensound des Silberlings darf einfach nicht als Hindernis durchgehen.

Jürgen Ruland, 06.04.09

 

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