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The Chronicles Of Love, Hate And Sorrow

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.03.2009
Jahr: 2009
Stil: Melodic Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


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The Chronicles Of Love, Hate And Sorrow, Limb Music Products, 2009
Nicolaj RuhnowGesang
Axel RittGitarre
Steven WussowBass
Erdmann LangeKeyboards
Jens BaarSchlagzeug
Produziert von: Axel Ritt Länge: 61 Min 01 Sek Medium: CD
01. Picture The Beauty07. Digging Their Graves
02. Sweeping Scars08. Haunting Sorrows
03. Angel Above09. The Last Dance
04. Circle Of Give And Take10. Twelve O'Clock
05. He's Back11. Two Brothers & The Sinners Chess
06. My Inner Rage

DOMAIN gehören sicherlich neben FALCONER zu den deutschen Metal-Bands, die trotz regelmäßiger gutklassiger Veröffentlichungen kaum über einen begrenzten Bekanntheitsgrad hinauskommen. Mit “The Chronicles Of Love, Hate And Sorrow“ legen DOMAIN immerhin schon ihr neuntes Studiowerk vor. Dabei haben sie sich auch ein gutes Stück von ihren Anfängen wegbewegt, die doch eher im Bereich Hard Rock lagen. Mittlerweile bieten DOMAIN symphonischen Melodic Metal mit leichtem Hang zum Power Metal.

Nun haben sie sich auch noch einen wahren Klassiker vorgenommen. Auf “The Chronicles Of Love, Hate And Sorrow“ vertonen DOMAIN den Klassiker der Sturm und Drang-Zeit, Goethes „Die Leiden des jungen Werther“. Goethe auf Metal, kann das gut gehen? Nun ja, es geht, denn man muss schon wissen, dass es auf dem Album um „den Werther“ geht, um die Story in ihren groben Zügen wiederzuerkennen. Insofern basieren die Chroniken eher lose auf Goethes Meisterwerk und man ist geneigt zu sagen: das ist auch gut so.

Denn weder finden Werthers Verträumtheit zu Beginn des Romans noch seine Höhen und Tiefen während sowie das fatale Ende der unglückseligen Liebschaft zu Lotte in der Musik ihre entsprechende Umsetzung. Auch hier bin ich geneigt zu sagen: das ist auch gut so. Schließlich will ich von DOMAIN ja auch ein Metal-Album hören, das nicht allzu schwülstig daherkommt. Und das liefern die Mannen um Gitarrenhexer Axel Ritt und Sänger Nicolaj Ruhnow hier auch.

Musikalisch liegen DOMAIN dabei irgendwo zwischen YNGWIE MALMSTEEN (vor allem die Soli zu Beginn des Albums und in Sweeping Scars könnten vom schwedischen Saitenzauberer stammen) und JUDAS PRIEST (deutlich nachzuhören bei My Inner Rage, das wohl bei den “Painkiller“-Sessions als kleine Abwandlung von All Guns Blazing rausgefallen ist). Natürlich wird das alles immer mit leicht pompösen Arrangements versehen. Die Songs auf “The Chronicles Of Love, Hate And Sorrow“ bewegen sich überwiegend im Up-Tempo-Bereich und werden häufig von Double-Bass-Salven unterlegt. Dabei zeigt sich leider aber auch, dass Schlagzeuger Jens Baar das Tempo nicht durchgängig halten kann ohne manchmal etwas „ins Stolpern“ zu geraten. Das mag auf der Bühne verzeihlich sein, im Studio ist es das eher nicht.

Aber ansonsten liefern Ritt, Ruhnow, Baar sowie Bassist Steven Wussow und Keyboarder Erdmann Lange ein kompaktes Metal-Album mit bombastischen Soundwänden, hymnischen Gesängen, eingängigen Melodien und guter Leistung der Instrumentalisten ab. Zudem gibt es hier keinen großen Durchhänger im Songmaterial zu verzeichnen. Mein persönliches Highlight ist Sweeping Scars mit seinem extrem eingängigen Refrain, der schon nach dem ersten Durchgang im Ohr hängen bleibt. Das zeichnet in meinen Augen gelungenen Melodic Metal aus. Leider erreichen nicht alle Songs diese Qualität und einiges bleibt dann doch im Bereich gut aber nicht großartig hängen.

Bei der limitierten Version des Albums dürfen sich die Hörer dann über einen Song freuen, der nichts mit dem Werther-Zyklus zu tun hat: Two Brothers & The Sinner’s Chess beschließt dann aber sehr DOMAIN-typisch das Album mit einer schönen Metal-Nummer, die Gitarren galoppieren, die Synthis lassen die Fanfaren erklingen und der Sänger legt noch einmal besonders viel Pathos in die Stimme. So klingt ein durchaus gelungenes Metal-Album. Allerdings ist es auch nicht so, dass “The Chronicles Of Love, Hate And Sorrow“ in die Kategorie Pflichtkauf gehört.

Marc Langels, 11.03.2009

 

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