Donnerkopf

Krachmaschine

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 06.10.2004
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Donnerkopf
Krachmaschine, Teuton Records, 2005
Henny WolterGesang, Gitarre
Ole HempelmannGesang, Bass
Curt DörnbergSchlagzeug
Produziert von: Henny Wolter Länge: 44 Min 29 Sek Medium: CD
1. Sie muss weg7. Meine Gedanken
2. Ich Godzilla (Du New York)8. Weil ich Bock drauf hab
3. Der Hammer9. Augen zu
4. Kein Gesicht10. Heroin
5. Krachmaschine11. Guerilla Mädchen
6. 10 kg negativ12. Kalaschnikow

Harter Rock und deutsche Texte hat eigentlich schon immer recht gut zusammengepasst. Dabei haben in den letzten Jahren die Neue Deutsche Härte mit ihren Elektroeinflüssen und Deutsch-Punk, beziehungsweise was alles so dafür gehalten wird wenig Raum für schlichten, bodenständigen Rock 'n' Roll mit Ecken und Kanten gelassen.

Um so erfreulicher, wenn dann aus heiterem Himmel eine Band wie DONNERKOPF auftaucht um das verwaiste Erbe von Legenden wie BAUR, GARN & DYKE, FRANZ K, ZELTINGER, BEL AMI, BRESLAU, K.O., LÜDE & DIE ASTROS und wie sie alle heißen anzutreten.

Ein Vergleich mit diesen verdienten Vertretern deutscher Rockgeschichte muss sich allerdings auf den kleinsten gemeinsamen Nenner 'deutsche Texte' und 'harter Rock im Sinne des zu den jeweiligen Hochzeiten der Bands herrschenden Zeitgeists' beschränken. Eigentlich versteht es sich von selbst, dass DONNERKOPF anno 2005 ein ganz anderes Pfund wuchten, als beispielsweise MORGENROT Anfang der Achtziger.

Am ehesten lassen sich DONNERKOPF stilistisch mit einer explosiven Mischung aus MOTÖRHEAD, THE ALMIGHTY und THUNDERHEAD vergleichen, die vor allem live hervorragend funktionieren müsste.

THUNDERHEAD? DONNERKOPF? Herzlichen Glückwunsch! Der Kandidat hat 99 Punkte. Die treibende Kraft hinter DONNERKOPF sind tatsächlich die beiden ehemaligen THUNDERHEAD-Musiker Henny Wolter und Ole Hempelmann. (Anm: Mittlerweile ist mit Alex Scoti (Schlagzeug) auch der dritte Ehemalige in die Band eingestiegen).

Nach Henny Wolters SINNER-/ PRIMAL FEAR-Intermezzo erfolgt nun also die Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln und dadurch, dass Ole und Henny sich selbst um den Gesang kümmern und die Texte in deutsch sind, gleichzeitig der Schritt in die Zukunft.

"Krachmaschine" - der Titel des Albums ist Programm und es lebt von der Ästetik, dass Rock 'n' Roll etwas mit Spaß, aber auch mit Aufruhr und Schmutz zu tun hat. DONNERKOPF sind gefährlich, roh, wild, ungezügelt und agressiv. Kurz: Eine Band vor der uns unsere Eltern gewarnt hätten.

Wir aber, die einst für lange Haare und enge Jeans kämpfen mussten, sollten "Krachmaschine" zu unserem Werkzeug machen, um denen die uns nachfolgen aufzuzeigen, dass man sein Leben nicht unbedingt als frustrieter Kopfsockenträger oder pöbelnd in Schlabberhosen fristen muss.

Martin Schneider, 06.10.2004

 

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