The Doobie Brothers

Let The Music Play

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 13.11.2012
Jahr: 2012
Stil: Westcoast Rock, Pop

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Doobie Brothers
Let The Music Play, Eagle Vision, 2012
Produziert von: Barry Ehrmann Länge: 148 Min 00 Sek Medium: DVD

"Let The Music Play": Diesem unwiderstehlichen Credo folgten die DOOBIE BROTHERS in ihren ersten Jahren bis zur Erschöpfung. Freudvoll und mit dem unbändigen Elan junger Männer legten sie ein unerbittliches Promotionpensum hin. Die vorliegende knapp zweieinhalb stündige DVD-Dokumentation (inkl. Live Bonus-Tracks) zeichnet ein ziemlich genaues, launiges, unterhaltsames und hochinteressantes Bild eines der besten Westcoast-Bands aller Zeiten.

Die im Laufe der Jahre durch ultraharte und exzessive Tour-Arbeit zu Superstars samt Album-Millionensellern aufgestiegenen Potheads, die ihren Namen einem allseits beliebten, bewusstseinserweiternden Rauchkraut verdanken, sind eine der wenigen ernstzunehmenden Combos, die auch noch in der Gegenwart ordentliche bis starke Alben veröffentlichen. Denken wir an das geschmeidige "World Gone Crazy", wird allen Fans wieder einmal bewusst, das Qualität kein Verfallsdatum besitzt.

Wer vorletztes Jahr die dem "World Gone Crazy"-Album beigelegte DVD, die einen ca. halbstündigen Kurzabriss der Doobies-Historie präsentierte, zu knapp bemessen fand, wird mit dieser auch ins Detail gehenden Studie seine helle Freude haben. Fast alle Protagonisten kommen uneingeschränkt zu Wort, insbesondere die beiden Urviecher Pat Simmons und Tom Johnston. Bassmann Tiran Porter trägt reichlich Anekdoten bei und stöhnt nachvollziehbarerweise über das enorme Arbeitspensum der damaligen Zeit, als das seinerzeit kaum relevante Burn-out-Syndrom sich z.B. in gesundheitsgefährdenden und arbeitsbehindernden Magengeschwüren bei Songschreiber Tom Johnston niederschlug und ihn zur zeitweiligen Aufgabe zwang.

Hier kommt R&B Sänger extraordinaire Michael McDonald ins Spiel, der mit seinen STEELY DAN-Meriten für reichlich Verzückung und frischen Wind sorgte und die DOOBIES-Karriere in platinveredelte Höhen hievte. Dieses zweite, stilprägende Kapitel der Bandgeschichte mündete 1978 in dem für altgediente Fans nicht gar so beliebten "Minute By Minute"-Album, das beachtliche Nummer Eins Platzierungen und Grammy-Ehrungen im Pop-Segment nach sich zog.

Der unumgängliche Split der Band Anfang der Achtziger, die abschließende Farewell-Tour, die zähe Schaffenspause bis zum 1989er "Cycles"-Reunion-Album wird ebenso ausgeleuchtet, wie die höchst ehrenwerten gemeinnützigen Charity-Aktionen der DOOBIES, die ihnen in den Staaten Tonnen von Sympathiepunkten brachten und die hier in Deutschland wahrscheinlich nur eingeweihten Fans bekannt sind.

Die im Bonusteil angehefteten sehenswerten Live-Tracks illustrieren eindrucksvoll die Metamorphose einer Rock-Band, die anfänglich ungestüm und wuchtig rockend durch die Säle zog, um schließlich als ikonenhafte und konsensfähige Pop-Rocker mit Massen-Appeal komplette Arenen zu füllen.

"Let The Music Play" ist nichts geringeres als ein sehenswerter und tiefschürfender Karrierespiegel dieser angenehm sympathischen Westcoast-Band, die mit dieser Dokumentation auch endlich ihr angemessenes filmisches Denkmal gesetzt bekommt. Für alle Fans unverzichtbar.

Frank Ipach, 10.11.2012

 

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