Doro

Magic Diamonds - Best Of Rock, Ballads & Rare Treasures

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 21.11.2020
Jahr: 2020
Stil: Hard Rock
Spiellänge: 232:57
Produzent: Carsten Steffens & Jens Dreesen

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Plattenfirma: Rough Trade


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Slash

Motörhead

Type O Negative

Metallica

Iron Maiden

Titel
CD 1 - Best Of Rock:
01. All We Are ('The Fight' Version)
02. Thunderspell
03. Burn It Up
04. I Adore You
05. Descent (feat. Pete Steele)
06. You're My Family
07. Kiss Me Like A Cobra
08. Haunted Heart
09. Raise Your Fist In The Air (new live recording)
10. Now Or Never (feat. Slash)
11. The Night Of The Warlock
12. I Rule The Ruins (Classic Night Orchestra Version)
13. Fight
14. Always Live To Win
15. Breaking The Law (feat. Udo Dirkschneider)
16. Revenge (new live recording)
17. Ich Will Alles
18. Salvaje
19. Dedication (I Give My Blood)
20. Grab The Bull (Last Man Standing) (previously unreleased)
CD 2 - Best Of Ballads:
01. Für Immer (Classic Night Orchestra Version)
02. Above The Ashes
03. Love Me In Black (new recording)
04. Scarred
05. Rare Diamond (new live recording)
06. Make Time For Love (new live recording)
07. Tausend Mal Gelebt (live)
08. Fall For Me Again (live)
 
09. Give Me A Reason
10. Love Me Forever (feat. Lemmy Kilmister)
11. Angel In The Dark
12. Walking With The Angels (feat. Tarja Turunen)
13. Beyond The Trees (new live recording 2020)
14. Herzblut
15. Undying (live unplugged)
16. Constant Danger (live unplugged)
17. Prisoner Of Love (NYC Version - previously unreleased)
18. Warrior Soul
CD 3 - Rare Treasures:
01. The Queen
02. Metal Tango (Classic Night Orchestra Version)
03. I Rule The Ruins (live)
04. Hellbound (live)
05. Even Angels Cry (live)
06. The Fortuneteller (live)
07. Save My Soul (live)
08. Egypt (The Chains Are On)
09. She's Like Thunder
10. Bad Blood (live - feat. Blaze Bayley)
11. Whenever I Think Of You (live)
12. My Majesty /live)
13. Hellraiser (live)
14. Alles It Gut (live)
15. Let Love Rain On Me (live)
16. Chained
17. Black Rose
18. Nothing Else Matters
Musiker Instrument
Doro Pesch Vocals
'The Doro Band':
Lemmy Kilmister, Andreas Bruhn, Torsten Sockert, Udo Dirkschneider, Blaze Bayley, Pete Steele, Slash, Jürgen Engler, Chris Lietz, Joe Taylor, Jimmy Di Lella, Luke Gasser, Mario Parillo, Bob Kulick, Al Pitrelli, Tarja Turunen, u.v.m.

Also wenn jemand diese Tage nutzt, um nicht auf der faulen Haut zu liegen, sondern seinen Fans was zu bieten, dann ist es Doro. Hat sie vor gut zwei Jahren mit dem Doppelalbum “Forever Warriors – Forever United“, mit diversen Gaststars, schon aufgetrumpft legt sie sich nun richtig ins Zeug.Gleich ein Tripple-Album legt sie vor uns versammelt darauf so ziemlich alles, was man von ihr liebt, kennt und braucht.

Fast vier Stunden Material hat sie auf die drei CDs gepackt, die unter dem Oberbegriff “Magic Diamonds“ in “Best Of Rock“, “Best Of Ballads“ und “Rare Treasures“ unterteilt sind. Zu jedem Album hat sie ein paar handschriftliche Worte verfasst, die im Booklet, nebst zahlreicher Bilder, abgedruckt sind. Und wer seine Nase noch tiefer in die Materie stecken will, der kann sich das limitierte Box-Set kaufen, in dem es neben einem Ringschal noch das exklusive Doro-Parfüm gibt. Und zwar sowohl für “Sie“, als auch für “Ihn“! Also aufgepasst, bei der Weihnachtsbestellung.

 

Da es aber noch kein “Duft-Internet“ gibt, beschränken wir uns hier auf die Musik. Es soll, es muss, es kann nicht anderes losgehen, als mit Doros Heavy Rock-Hymne All We Are! Wohl kein anderer Song steht für das deutsche Metal-Fräulein-Wunder, wie dieser. Mich erinnert das an meine Jugend und selige Beat-Abend-Nächte, bei denen der Song selten fehlte, selbst wenn nur Männer auf der Bühne standen. Und seine Wirkung verfehlt die Nummer auch heutzutage nicht, obwohl es die etwas aufgemotzte Halmich-Unterstützungs-Version von der “The Fight“-EP ist.

Kaum weniger klingt einem auch heute noch Thunderspell in den Ohren. Doros leicht brüchige, häufig am Abgrund balancierend, macht gleichzeitig den Reiz ihres Gesanges aus. Und so geschmackvoll, wie sich ihre Garderobe gewählt hat, hat sie auch ihre Band und gelegentliche Gäste ausgewählt. So steht ihr für Descent der inzwischen leider verstorbene TYPE O NEGATIVE-Sänger Pete Steele zur Seite und stilistisch nähert man sich da ziemlich an, bzw. richtet sich am Sound von Steeles einstiger Band aus. Knüppelhart und Abrundtief.

 

Manche früheren Kracher finden sich hier in neueren Live-Aufnahmen, wie Raise Your Fist, aufgenommen auf der “Forever Warriors Forever United“-Tour. Bei Now Or Never (vom “Calling The Wild“-Album) assistiert der Gunner Slash, mit seinem typischen, Wah-Wah-durchsetztem Stil. Klingt wie..., ja, wie immer halt bei Slash. I Rule The Ruins stammt von der “Classic Rock Night“ und ist entsprechend mit “Classic Orchestra“ versehen. So zwischendurch geht sowas, obwohl es schon ein soundmäßiger Bruch ist.

Ein gewisser Bruch ist/war natürlich auch Breaking The Law in der Lagerfeuervariante auf dem “Classic Diamonds“-Album. Jedenfalls bis dann die Handbremse gelöst wurde und sich “Uns Udo“ Dirkschneider in die Bresche warf. Dann und wann streute Doro auch eine auf Deutsch gesungene Nummer ein. War oftmals gut, für mich ist aber Ich Will Alles zu RAMMSTEIN-mäßig. Dann doch lieber die bisher unveröffentlichte Fassung von Grab The Bullet. Das rockt als klassischer Metal.

 

Wo wir von deutschen Titeln sprachen: Für immer ist natürlich eine ihrer großen Hymnen. Hier auch wieder in der Streicher-Fassung von “Classic Diamonds“ mit leicht keltischem Touch. Love Me In Black (das Mädel stammt aus dem Ruhrpott, da spricht man klare Worte) hat man dieses Jahr extra neu aufgenommen, wie auch Rare Diamond und Make Time For Love von der “Forever Warriors Forever United“-Tour stammnen. Überhaupt sind auf dieser zweiten CD einige Titel live aufgenommen. Highlight – und geeignet um eine Gänsehaut zu erzeugen – ist natürlich Love Me Forever, ihr Duett mit Lemmy, bei dem auch Bob Kulick Gitarre spielte und Eric Singer am Schlagzeug saß. Das berührt schon, wenn so eine Metal-Sternstunde erklingt.

 

Die dritte CD ist den “Rare Treasures“ vorbehalten. Ein Song für die einstige Box-Weltmeisterin Regina Halmich ist The Queen (ebenso, wie She's Like Thunder). Vielleicht ein bisschen zu viel Pathos in dem Stück, aber als Einleitung ganz okay. Die meisten, der hier vertretenen Songs, sind Live-Versionen. Teils wieder mit dem klassischen Orchester . Außerdem gibt’s Bad Blood mit dem einstigen IRON MAIDEN-Sänger Blaze Bayley. Nun, hier sorgt er jedenfalls für besseres Blut, als bei seinem MAIDEN-Gastspiel.

Bei Love Rain On Me schrammt Doro doch ziemlich am Pop entlang, weiß mit dem folgenden Chained dann aber wieder zu versöhnen. Den Abschluss bildet schließlich METALLICAs Nothing Else Matters. Trotzdem man den Song schon zur Genüge gehört hat und Doro an Hatfields kernigen Gesang nicht herankommt, liefert sie trotzdem eine überzeugend Version ab.

Wie überhaupt mit dieser Veröffentlichung. Es mag nicht alles funkeln, was sich Diamant nennt, aber wenn etwas so hübsch verpackt ist (ich spreche von den CDs!), trägt das auch über ein paar schwächere Titel. Und wenn einem dann womöglich noch der Doro-Duft um die Nase weht...

 

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