Ozzy Osbourne

Steel Panther
Black Label Society

Dortmund, Westfalenhalle, 04.06.2012


Konzertbericht

Reviewdatum: 19.06.2012
Stil: Hard Rock, Heavy Metal

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Redakteur(e):

Maurice Schreiber


Ozzy Osbourne, Black Label Society, Steel Panther,
Dortmund, Westfalenhalle, 04.06.2012

Unter dem Namen OZZY AND FRIENDS rockt heute Abend der Altmeister des Hardrocks, OZZY OSBOURNE, die Westfalenhalle in Dortmund, die an diesem verregneten Montag auch mächtig voll ist, wenn auch nicht ganz ausverkauft. Das liegt wohl auch daran, daß es ursprünglich ja auch eine Black Sabbath-Reunion werden sollte, zu der es aus gesundheitlichen Gründen von Gitarrist Tony Iommi ja leider nicht kam. Dennoch haben einige tausend junge und alte Fans den Weg hierher gefunden, um einem besonderen Event beizuwohnen. Doch bevor es soweit ist, rocken die Glam- und Poser- Spaßrocker von STEEL PANTHER das Haus!

Und STEEL PANTHER machen auch heute mal wieder alles richtig! Ihr Konzept aus Parodie und dennoch musikalischen Fähigkeiten rund um alle Klischees des guten, alten Hairmetals der 80er Jahre in L.A. geht einfach wunderbar auf! Das Programm ist zwar immer dasselbe, macht aber auch immer wieder Spaß! Lustige Texte mit – ähem – erotischen Anspielungen und krachende Hooklines in einfach guten Songs, die immer im Ohr hängenbleiben, gepaart mit dem typischen Outfit der damaligen Zeit: das funktioniert wunderbar und erfreut die zumeist recht junge Fanschar immer wieder! Eine super Show und die Jungs werden den einen oder anderen neuen Fan sicher heute hinzugewonnen haben! Und die Schlussnummer ist einfach Programm: Death To All But Metal! Ja, so sieht es aus!

Als nächstes sind BLACK LABEL SOCIETY um OZZYs langjährigen Gitarristen Zakk Wylde an der Reihe, die mit ihrem mächtigen Doom-Metal immer wieder für offene Münder sorgen. Die Show ist einfach fett, hart und wie eine Dampfwalze fegt die Band alles weg. Dennoch wollen die Songs teils nicht im Ohr hängenbleiben und das Übergepose von Zakk wirkt auch eher störend. Zuviel Selbstbeweihräucherung tut eben nicht so gut. Zwiespältig.

Und dann ist es endlich an der Zeit, den guten, alten OZZY zu begrüßen, der mit seiner Band und einigen Gastmusikern noch einmal dem Publikum beweisen möchte, daß er noch lange nicht zum alten Eisen gehört! Mit einem recht langen Set an Hits wird es ihm heute auch ordentlich gelingen! Los geht es mit Bark At The Moon, einer meiner Lieblingsnummern von OZZY, und weiter dann mit Mr. Crowley und Suicide Solution. Auffallend ist sofort der Bombensound, der im Übrigen auch schon bei den Vorbands dominierte, und die tolle Lichtshow mit großen Videoleinwänden. OZZY selbst wirkt auch erstaunlich fit und ist bestens bei Stimme. Doch auch seine Mitmusiker, Gus G. (Firewind) an der Gitarre, Blasko am Bass und Tommy Clufetos (u.a. Ted Nugent) an den Drums geben mächtig Gas und rocken alles in Grund und Boden! Besonders hervorzuheben ist hier sicherlich die absolute Meisterleistung von Gus G., der mit einem furiosen Solo aufwartet. Dieser junge Grieche braucht sich hinter den anderen Gitarreros in keinster Weise zu verstecken! Doch richtig klasse wird es dann natürlich auch, als die Gastmusiker, Zakk Wylde und Geezer Butler, die Bühne betreten! Weiter geht es im legendären Songs wie Iron Man oder War Pigs, die natürlich nicht fehlen dürfen, ebenso wie Crazy Train und Paranoid zum Ende hin. Einziges Manko des tollen Konzertes ist die nervige Schaum-Spritzerei von Ozzy, die einfach nur nervt und den einen oder anderen Fotografen sogar verärgert. Das muss nicht sein! Ansonsten dürfte das Konzert ein Highlight für viele gewesen sein und hinterläßt durchweg glückliche Gesichter.

Fazit: Eine Bombenshow von OZZY und seinen Mitstreitern, die lediglich von zwei Mankos (zuviel Wasser und zu hohe T-Shirt-Preise) etwas getrübt wurde. Aber OZZY überhaupt nochmal erleben zu dürfen, das hat schon was!

Anmerkung:
Wer sich wundert das dieser Bericht so spärlich illustriert ist:
BLACK LABEL SOCIETY legten einen nicht zu akzeptierenden Fotovertrag vor, den alle Fotografen vor Ort (bis auf einen) ablehnten.

Bei Ozzy braucht es keinen Vertrag der schießt die Fotografen mit seiner infantilen Schaumpistole ab. Leider traf es mich (den Fotografen) frontal in den ersten 2 Sekunden. Ich habe dann die Entscheidung getroffen meine, nicht grade billige, Ausrüstung NICHT weiter zu riskieren, und den Madman sein Ding machen zu lassen...

Maurice Schreiber, 04.06.2012

 

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