Double Action

Sokaris


CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2001

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Double Action
Sokaris, Breaker Records / SPV, 2001
Ronny 'Pille' Pilgrim Gesang
Markus 'Rooky' Forstbauer Gitarre
Clais Johanson Gitarre
Mathias 'Matze' Herold Bass
Andy Korte Schlagzeug
Franzi Keyboards
Produziert von: Double Action & J.R. Friede Länge: 55 Min 36 Sek Medium: CD
1. Awakening Of Sokaris8. Revelation
2. Sokaris9. Burning Nights
3. Hard Days10. Another Life
4. Bloody Sights11. Old Sparks
5. Hot Stuff12. Rats
6. Take My Hand Part I13. I Want Out
7. Take My Hand Part II14. Another Life (Radio Edit)

Sokaris ist der zweite Streich des Berliner Quintetts DOUBLE ACTION.
Die Haupstädter haben sich voll und ganz dem traditionellen Heavy Metal in der Tradition von Bands wie JUDAS PRIEST oder ACCEPT verschrieben. Dabei gelingt es ihnen trefflich den Geist der frühen bis mittleren Achtziger aufleben zu lassen, als diese Mucke mächtig angesagt war, und man noch fast jede Woche in die Rockfabrik pilgerte um zu den ganzen heißen Newcomern wie STORMWITCH, TYRAN PACE oder TRANCE die Matte kreisen zu lassen. Es war eine geile Zeit damals, die ich auf keinen Fall missen möchte, doch die Betonung liegt auf: war!

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2001 und ich habe immer noch meinen Spaß an einer richtig starken True Metal-Scheibe, die gnadenlos ohne große Schnörkel geradeaus rockt und einen regelrecht wegbläst. Ich sag nur PRIMAL FEAR - Jaws of death oder Bruce Dickinson - Accident of birth.

Sokaris ist ein handwerklich solide gemachtes Album, und erfüllt eigentlich alle Erwartungen, die man mit genau dieser Musik verbindet. Die Gitarren krachen, die Doublebassdrum treibt die Songs gnadenlos nach vorne, die Kompositionen haben die nötigen Hooklines um sich beim Hörer festzusetzen und für die 237. 'Metal Ballads'-Compilation ist selbstverständlich auch ein entsprechender Song enthalten.

Die Krux ist, man hat einfach alles auf Sokaris schon einmal gehört, und vor allem habe ich alles schon einmal mitreißender empfunden.
Selbst die Coverversion von Donna Summers Hot stuff, der ich mit Spannung entgegenfieberte ist, einfach 'nur' trocken runter gerockt. Da wäre weitaus mehr drin gewesen.
Es fehlt das Überraschende, das Außergewöhnliche, das Spektakuläre um aus Sokaris mehr zu machen, als nur ein gutes traditionelles Heavy Metal-Album. Ob es heutzutage ausreicht einfach nur 'gut' zu sein, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Martin Schneider, (Artikelliste) 25.10.2001

 

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