Douglas Firs

The Long Answer Is No


CD-Review

Reviewdatum: 02.03.2016
Jahr: 2016
Stil: Singer-Songwriter

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Douglas Firs Homepage



Redakteur(e):

Holger Müller


Douglas Firs
The Long Answer Is No, Gentle Recordings, 2015
Gertjan Van Hellemontvocals, guitar
Christophe Claeysdrums, percussion
Simon Casierbass
Sem Van Hellemontpiano, harmonica
David Poltrockorgan
Bram Vanparysvocals
Cleo Jansevocals
Jasper Maekelbergguitar
Harm Garreyncello
Marijn Thissenviola
Steven de Bruynharp
Produziert von: Jasper Maekelberg, Gertjan Van Hellemont Länge: 49 Min 12 Sek Medium: CD
01. Caroline07. All The Same Difference
02. Can You Tell Her I Said Hi08. That Kind Of Thing
03. Through Watery Eyes09. The Long Answer Is No
04. Don't Buy The House10. Pigs In The Sky
05. 22:2211. Your Only Friend
06. Summer's Leaving

Ein Belgier, der unter einem Namen Musik macht, der an abgelegene skandinavische Gegenden erinnert; eine Platte, die auf einer Reise durch die USA entstanden ist und im berühmten "Wilco Loft" in Chicago abgemischt wurde; ein Eröffnungssong, der angeblich von Noel Gallagher mit Lob geadelt wurde - sounds confusing?

Ganz so schwierig ist es nicht, sich mit auf die musikalische Reise von Gertjan Van Hellemont, aka DOUGLAS FIRS, zu begeben, aber ein wenig ziellos driftet "The Long Answer Is No" doch dahin. Hier ein bisschen Schwermutsballade (Through Watery Eyes), dort ein klassischer Indie-Rocker (Don't Buy The House) und OASIS-Mastermind Gallagher dürfte an einem Brit-Pop-geschulten Song wie Can You Tell Her I Said Hi ebenfalls seine helle Freude haben.

Die "kleinen Meisterwerke", die der Waschzettel vollmundig verspricht, entdeckt entdeckt allerdings nur, wer die Messlatte eher niedrig legt. Klar, Van Hellemont hat seine Vorbilder gut studiert, kennt vermutlich den Beatles-Kanon ebenso genau wie alle Alben von GUIDED BY VOICES - und das sind nicht eben wenige. Und der sparsame, aber gelungene Einsatz von Bläsern oder Streichern macht aus einem Song wie All The Same Diference tatsächlich eine kleine Perle des Slow-Pop.

Aber dennoch ist eine echte, eigene Identität auf diesem zweiten Werk von DOUGLAS FIRS nur schwer zu entdecken. Auf dem Cover des Albums ist der Mirror Lake in Oregon als Zeichnung zu sehen. Das passt schon - aber es könnte genauso gut ein norwegischer Bergsee oder eine südenglische Küste sein, über die Van Hellemont seine hohe, klagende Stimme erhebt.

Holger Müller, 28.02.2016

 

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