Dragonforce

Twilight Dementia

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.09.2010
Jahr: 2010
Stil: Power Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Dragonforce
Twilight Dementia, Spinefarm Records, 2010
ZP TheartGesang
Herman LiGitarre & Gesang
Sam TotmanGitarre & Gesang
Vadim PruzhanovKeyboards & Gesang
Frédéric LeclercqBass & Gesang
Dave MackintoshSchlagzeug & Gesang
Produziert von: Karl Groom, Herman Li & Sam Totman Länge: 95 Min 54 Sek Medium: CD
Disc 1Disc 2
01. Heroes Of Our Time01. My Spirit Will Go On
02. Operation Ground And Pound02. Where Dragon Rule
03. Reasons To Live03. The Last Journey Home
04. Fury Of The Storm04. Valley Of The Damned
05. Fields Of Despair05. Strike Of The Ninja
06. Starfire06. Through The Fire And Flames
07. Soldiers Of The Wasteland

Für ihre Kritiker sind DRAGONFORCE eine Metal-Karikatur, bei der alles überspitzt ist, angefangen beim Bandnamen über das wahnwitzigen Tempo der Solisten und den Gesang bis zum Songwriting. Für ihre Anhänger sind DRAGONFORCE eine technisch brillante Band, die genau das tut, worauf sie Lust hat und sich damit und mit ihren Energie-geladenen Live-Shows eine stetig wachsende Fan-Gemeinde in der ganzen Welt wahrlich erarbeitet hat.

Aber zuletzt musste die Band einen personellen Rückschlag verdauen, denn Sänger ZP Theart wurde auf Grund der sattsam bekannten „musikalischen Differenzen“ gefeuert und seitdem ist die Band auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Diese Pause nutzen DRAGONFORCE nun aber um endlich ein Live-Album rauszubringen.

Das hatte die Band nach eigenem Bekunden schon seit längerem geplant. Wer aber die Berichterstattung über die Konzerte von DRAGONFORCE der letzten Jahre etwas verfolgt hat, wird wissen, dass das kein leichtes Unterfangen war. Denn in der Vergangenheit hagelte es immer wieder schlechte Kritiken. Als Beispiel sei nur das Graspop im Jahr 2006 angeführt, bei dem DRAGONFORCE offenbar unter Alkoholeinfluss eine indiskutable Leistung ablieferten. Die Schuld wurde schnell dem Roadie (er habe die Gitarren nicht gestimmt) und den Organisatoren (das Monitoring sei nicht richtig gewesen) gegeben. Aber bisher waren DRAGONFORCE auch eben immer die Vorband gewesen, nun also als Headliner ein neuer Anlauf.

“Twilight Dementia“ wurde auf der “Ultra Beatdown“-Tour mitgeschnitten und umfasst 13 Songs ihrer bisherigen vier Alben und zeigt die Band von ihrer besten Seite. Es ist schon beeindruckend zu hören, wie die Band ihre Hochgeschwindigkeits-Kompositionen hier auch auf der Bühne umzusetzen weiß. Dabei stehen natürlich die beiden Gitarristen Herman Li und Sam Totman mit ihrer wahnwitzigen Saiten-Akrobatik im Mittelpunkt. Dazu dann das Schlagzeug von Dave Mackintosh, das fast immer Death-Metal-artige Blastbeats spielt und man fühlt sich an Mel Brooks “Spaceballs“ erinnert, als Lord Helmchen die „wahnsinnige Geschwindigkeit“ einstellt.

Auf die Dauer von zwei CDs kann das Ganze dann schon etwas ermüdend wirken, denn große Abwechslung bietet das Songwriting von DRAGONFORCE leider nicht. Es ist fast immer die gleiche Kombination von irrwitzigem Tempo beim Schlagzeug kombiniert mit High-Speed-Shred-Attacken auf den beiden Gitarren. Darüber geraten Bass und Keyboards zumindest auf der ersten CD gnadenlos in den Hintergrund. Ähnlich ergeht es stellenweise auch den Kompositionen. Aber wenn die Band dann doch mal das Tempo drosselt (zum Beispiel bei Starfire), dann ist das schon sehr wohltuend und weiß durchaus zu überzeugen. Insofern wäre die Band gut beraten, die Setlist in dieser Hinsicht ein wenig mehr aufzulockern. Zumal sie in dieser Hinsicht insbesondere auf “Ultra Beatdown“ schon den ein oder anderen Schritt gemacht hatten.

DRAGONFORCE bleiben auch weiterhin ein spezieller Fall: die Fans werden sie vermutlich als spielstärkste Band der Welt abfeiern und ihre Gegner als egomanische schneller, schneller, schneller Zocker kritisieren. Durch dieses Live-Album wird keine der beiden Seiten vom Gegenteil überzeugt werden können. Es bestätigt nur, dass DRAGONFORCE ihre Musik auch auf der Bühne umsetzen können: für die einen beeindruckend, für die anderen ermüdend.

Marc Langels, 25.09.2010

 

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