Dream Theater

Live At Luna Park

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 18.11.2013
Jahr: 2013
Stil: Progressive Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Dream Theater
Live At Luna Park, Eagle Rock, 2013
James LaBrieGesang
John PetrucciGitarre
John MyungBass
Jordan RudessKeyboards
Mike ManginiSchlagzeug
Produziert von: Mike Leonard Länge: 297 Min 00 Sek Medium: DVD
01. Bridges In the Sky14. On The Backs Of Angels
02. 6:0015. War Inside My Head
03. The Dark Eternal Night16. The Test That Stumped Them All
04. This Is The Life17. Guitar Solo
05. The Root Of All Evil18. The Spirit Carries On
06. Lost Not Forgotten19. Breaking All Illusions
07. Drum Solo20. Metropolis Pt. I
08. A Fortune In Lies21. These Walls (Bonus Track)
09. The Silent Man22. Build Me Up, Break Me Down (Bonus Track)
10. Beneath The Surface23. Caught In A Web (Bonus Track)
11. Outcry24. Wait For Sleep (Bonus Track)
12. Piano Solo25. Far From Heaven (Bonus Track)
13. Surrounded26. Pull Me Under (Bonus Track)
Bonus Material
DocumentraryTrailer
Behind The ScenesCartoon Intro
Outcry (Multi-Kamera-Modus)

Es gibt im Bereich Progressive-Rock/-Metal neben YES und RUSH kaum eine andere Band, die mit anspruchsvoller Musik einen solchen Erfolg erreicht hat, wie DREAM THEATER. Weltweit füllen die New Yorker die großen Hallen und ihre Alben verkaufen nahezu beängstigend gut. Und das obwohl die Musik ja nun nicht gerade „leichte Kost“ ist, sondern schon einiges an Aufmerksamkeit und teilweise auch Geduld erfordert, um die komplexen Kompositionen zu nachzuvollziehen. Aber ihre wahre Stärke zeigen DREAM THEATER mit wunderbarer Regelmäßigkeit auf den Bühnen rund um den Globus.

“Live At Luna Park“ ist bereits das siebte offizielle Live-Werk der Band (wenn man den Gigantour-Mitschnitt mit lediglich zwei dargebotenen Songs nicht mitzählt) und zeigt die Gruppe erstmals in ihrer „neuen“ Besetzung, also mit Mike Mangini am Schlagzeug. Aufgenommen wurde das Konzert in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires – gegen Ende der “A Dramatic Turn Of Events“-Tournee im August des vergangenen Jahres.

Die Wahl erweist sich als die absolut richtige. Dabei sollte man nicht dem Irrtum erliegen, dass es sich tatsächlich bei der Location um einen Park handelt. Vielmehr ist das Luna Park eine bestuhlte Halle, die in den 1930er Jahren (allerdings zunächst ohne Dach) erbaut wurde und je nach Veranstaltungsart zwischen 8.000 und 10.000 Besuchern Platz bietet. Auch DIE TOTEN HOSEN spielten bereits hier. Der andere Grund, warum die Wahl richtig ist, sind die Fans. Die südamerikanischen Metal-Fans gelten ja durchaus als begeisterungsfähig – und das waren sie auch an diesem Abend.

Ein Grund dafür dürfte die Leistung der Band gewesen sein, denn DREAM THEATER enttäuschen live eigentlich selten (höchstens dann, wenn Sänger James LaBrie die Stimme wegbleibt – und selbst dann gibt es auch einige Fans, die ohnehin lieber nur die Musik hören möchten). Und auch an diesem Abend waren die Musiker wieder exzellent aufgelegt. Und es scheint sogar so, als ob der Ausstieg von Schlagzeuger, Mitbegründer und Sprachrohr Mike Portnoy bei der Band auch live neue Energie und Freude freigesetzt hat. Die neue Gelassenheit und Spielfreude kann aber auch daran liegen, dass der Tournee erstmals eine feste Setlist zu Grunde lag, die höchstens punktuell verändert wurde. In der Vergangenheit legte Portnoy manchmal erst am selben Tag die genaue Reihenfolge und die Auswahl der Stücke fest, was dazu führte, dass sich die Musiker ast immer besonders auf die Musik konzentrieren mussten.

Über die Musik und die individuelle Klasse jede jedes einzelnen Instrumentalisten braucht man wohl kaum ein weiteres Wort zu verlieren. DREAM THEATER dürften von der individuellen Klasse der beteiligten Musiker an ihren Instrumenten zu den absoluten Top-Bands auf diesem Planeten gehören und im Bereich des Prog-Metal suchen sie sowieso immer noch ihres gleichen. Insofern reicht es vielleicht festzustellen, dass sie an diesem Abend alle mal wieder in bestechender Form waren. Das ist natürlich insbesondere bei LaBrie sehr beruhigend, denn das Konzert fand wie ja bereits erwähnt ziemlich gegen Ende der Tournee statt und somit hätte die Gefahr bestanden, einen durch die Strapazen angeschlagenen Sänger zu hören. Aber LaBrie liefert eine rundum gelungene Leistung ab – ebenso wie der Rest der Band. Zudem sollte man natürlich auch Mike Mangini erwähnen, der mehr als nur in der Lage ist, die komplexen Parts von Mike Portnoy zu spielen und in dem Schlagzeug-Solo sogar einige eigene Akzente setzen kann.

Und auch bei der Musik sollte man eine Ausnahme machen. Denn bei der Ballade Silent Man aus dem famosen “Awake“-Album und dem anschließenden Beneath The Surface (von “A Dramatic Turn Of Events“) kommen die Streicher-Sounds nicht von den Keyboards, vielmehr haben sich DREAM THEATER ein Streicher-Quartett als Unterstützung auf die Bühne gebeten, um diese ohnehin sehr atmosphärischen Stücke noch authentischer darbieten zu können. Das erinnert natürlich an die Live-DVD “Score“ von 2006, als DREAM THEATER einen Teil des New Yorker Konzerts zusammen mit dem „Octavarium-Orchestra“ zum besten gaben.

Dass man den Musikern bei ihrem Tun auch wirklich sehr genau zuschauen kann, dafür sorgen die zahlreichen Kameras, die das Geschehen auf der Bühne und teilweise in der Halle aus zahlreichen Blickwinkeln festhalten. Das geht sogar so weit, dass man sich manches Stück aus verschiedenen Perspektiven oder aber sogar im 360-Grad-Modus anschauen kann. Und wenn so viel Wert auf das Bild gelegt wird, dann darf der Sound natürlich auch nicht versagen. Und das tut er auch nicht. Wie schon von vergangenen Aufzeichnungen gewohnt, präsentiert sich der Klang der Aufnahme voluminös, klar, ausgewogen und einfach nur spektakulär. Man würde mancher Band wünschen, dass sie ein solches Klangbild im Studio hinbekommen möge, was DREAM THEATER hier auf die Bühne zaubern.

“Live At Luna Park“ ist wieder einmal ein absolut stimmiges Paket der nach wie vor führenden Prog-Metal-Band dieses Planeten. Dabei sollte sich der Kunde aber vorher gut überlegen, was er kauft. Denn neben der Doppel-DVD beziehungsweise der BluRay gibt es auch noch eine phantastische Deluxe Edition, die in einem Hardcover-Umschlag in der Größe einer LP daherkommt. Darin enthalten sind neben einem 60-seitigen Foto-Buch mit zum Teil sensationellen Live- und Backstage-Fotos, sowohl die Doppel-DVD als auch die BluRay und obendrauf noch drei exklusive CDs mit dem kompletten Konzert als Tonspur. Eigentlich führt da für den Fan schon fast kein Weg dran vorbei. Aber auch die mir vorliegende BluRay schafft es mit ihren insgesamt 297 Minuten Spielzeit (inklusive diverser Bonus Features wie Dokumentation, Behind The Scenes, das Cartoon Intro und Outcry aus verschiedenen Kamera-Perspektiven) mehr als nur ein bisschen zu begeistern.

Marc Langels, 07.11.2013

 

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