Motörhead

Düsseldorf, Mitsubishi Electric Hall, 29.11.2011

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Konzertbericht

Reviewdatum: 30.12.2011
Stil: Rock′n′Roll

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Redakteur(e):

Maurice Schreiber


Motörhead, Duff Mc Kagan's Loaded, Graveyard,
Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle, 29.11.2011

Alle Jahre wieder beehren uns Lemmy Kilmister und Co. kurz vor Weihnachten, um amtlich zu zeigen, wo der ultimative harte Rock'n'Roll-Hammer hängt! Und immer wieder gerät der Auftritt dieser unkaputtbaren Band zum absoluten Freudenfest! Auch an diesem Dienstagabend in Düsseldorf findet sich eine ordentliche Gemeinde ein, um dieser Institution beim Alles-Wegrocken beizuwohnen. Ganz ausverkauft ist es mit Sicherheit nicht, aber doch gut gefüllt (Ja, auch mit Bier!) geht es voller Freude in die Mitsubishi Electric Halle. Im Vorprogramm gibt es dieses Mal die jungen Retrorocker aus Schweden, GRAVEYARD, sowie DUFF MC KAGAN'S Loaded, die Truppe um den ex-Guns'n'Roses-Basser Duff Mc Kagan.

Pünktlich nach erfolgreichem Einlass geht es dann los und GRAVEYARD betreten die Bühne. In Insiderkreisen wird die Band schon seit einiger Zeit ordentlich abgefeiert, schafft sie es doch auf ganz besondere Art und Weise, den typischen 70er Sound mit hohem „Kiffer-Faktor“ in das neue Jahrtausend zu transportieren. Auch vom Look her sind die Jungs ganz und gar 70ies. Zu immerhin 2 starken Alben bei Nuclear Blast haben es Joakim Nisson (Gitarre), Jonatan Ramm (Gitarre), Rikard Edlund (Bass) und Axel Sjöberg (Drums) auch schon gebracht und auch live können sie absolut überzeugen! Retro-Rock, wie er besser kaum gespielt werden kann, wird hier geboten, mit einer ordentlich mystischen Schlagseite, und so überraschen sie den einen oder anderen, der sie vorher noch nicht kannte, auf Anhieb. Die ca. 30 Minuten vergehen im Nu, und man freut sich schon auf einen hoffentlich baldigen Clubgig. Sauber!

Nicht ganz so gut wird es dann leider bei DUFF MCKAGAN'S LOADED. Der gute Mann und seine junge Truppe bemühen sich redlich, schön alles wegzurocken, doch man muß ehrlich sagen, daß das kein so großes Vergnügen ist: Die Songs klingen einfach alle zu gleich, irgendwie auch zu egal, als daß da wirklich was im Ohr hängenbleiben könnte. Ein wenig Sleaze hier, ein wenig Alternative dort, das alles wirkt zu unausgegoren und eine klare Linie ist einfach nicht auszumachen. Zudem ist der gute Duff auch nicht wirklich ein guter Sänger und der Sound ist auch viel zu laut. Lediglich der letzte Song It's So Easy von GUNS'N'ROSES vermag etwas Stimmung unter das Publikum zu bringen. Schade.

Doch dann wird es langsam, aber sicher Zeit für MOTÖRHEAD und alles Vorherige gerät schnell in Vergessenheit! Mit dem obligatorischen Schlachtruf „We are Motörhead – and we play Rock'n'Roll!“ geht es los und ein unaufhaltsamer Rollercoaster nimmt seinen Lauf! Wahnsinn, wie es dieses Trio schafft, mit der immergleichen Musik, den immergleichen Songs und dem immergleichen Sound die (immergleiche) eingeschworene Fangemeinde in reine Verzückung zu versetzen! Fantastisch! Egal, ob Nummern aus dem letzten Album „The World Is Yours“ oder das Standardrepertoire aus der fast 40-jährigen Karriere der Band, jeder einzelne Song wird ihnen aus der Hand gefressen. Bomber, Iron Fist, Metropolis: kein Klassiker darf hier natürlich fehlen. Die Jungs sind in bester Laune wie eh und je und auch wenn Lemmy nicht mehr der Jüngste ist, er gibt einfach immer 100% und das ist einfach ein Hammer! Auch das Drumsolo von Mickey Dee kann voll überzeugen, der Mann ist eh ein absolutes Drumtier! Der Sound läßt zudem auch keine Wünsche übrig. Zum Ende hin gibt es noch den akustischen Whorehouse Blues und das überlange Overkill. Die 90 Minuten vergehen leider viel zu schnell, doch es bleiben mal wieder viele zufriedene Gesichter. Und das ist das, was zählt!

Motörhead haben es heute mal wieder allen Zweiflern gezeigt und einfach alles abgeliefert! Die aktuell erschienene DVD „The World Is Ours“ eignet sich zudem hervorragend als Nachbereitung und wird wohl noch an dem einen oder anderen kalten Wintertag im heimischen DVD-Player landen. Schade nur, daß das Tourshirt 40 EUR kosten soll. Das ist dann doch eindeutig zuviel. Dennoch ein mehr als gelungener Abend!

Maurice Schreiber, 29.11.2011

 

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