Eamonn McCormack

Storyteller

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.03.2020
Jahr: 2020
Stil: Blues Rock
Spiellänge: 51:21
Produzent: Arne Wiegand

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Plattenfirma: SAOL

Promotion: CMM GmbH


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Herman Brood

Eric Clapton

Focus

Rory Gallagher

Gary Moore

Stevie Ray Vaughan

Titel
01. The Great Famine
02. Gypsy Women
03. Help Me Understand
04. The One On
05. Cowboy Blues
06. In A Dream
 
07. Every Note That I Play
08. With No Way Out
09. Cold Cold Heart
10. South Dakota Bound
11. Make My Move
Musiker Instrument
Eamonn McCormack Gesang, Gitarre & Mundharmonika
Edgar Karg Bass
Max Jung-Poppe Schlagzeug & Percussions
Gastmusiker:
Arne Wiegand Keyboards

Irland hat nun wirklich eine ganze Reihe exzellente Musiker – und insbesondere auch Gitarristen – hervorgebracht, angeführt von Rory Gallagher und Gary Moore (wenn man Nord Irland hinzunimmt). In dieser Tradition sieht sich auch Eamonn McCormack, der auf seinem 2009er Werk “Kindred Spirits“ sogar damit auftrumpfen konnte mit solchen Größen wie eben Rory Gallagher, Jan Ackerman (FOCUS) oder Herman Brood zusammen musiziert zu haben.  “Storyteller“ sein bislang siebtes Album vorlegt. Aber damals konnte das meinen Kollegen Frank Ipach genau so wenig überzeugen wie einige Jahre später sein Live-Auftritt. Allerdings stieß das spätere Album “Heal My Faith“ (2012) bei unserem Michael Masuch durchaus auf Zustimmung. Nun liegt mit “Storyteller“ das mittlerweile siebte Werk des Iren vor.

Der Titel gibt einen gewissen Hinweis auf die musikalische Ausrichtung des Werks, denn hierauf frönt McCormack nicht mehr „nur“ seinem Faible für Blues-Rock, sondern orientiert sich stellenweise in Richtung Singer/Songwriter. So direkt im ersten Song The Great Famine, der die Geschichte der großen Hungersnot in Irland 1845 sehr atmosphärisch gefühlvoll,  überwiegend von Akustik-Gitarre untermalt, thematisiert und dabei weder an der britischen Regierung (Irland gehörte damals noch zum Vereinigten Königreich) noch an der katholischen Kirche lässt. Allerdings kommt die Nummer nie so richtig in Gang und auch der Refrain bleibt blass. Einzig auf der Text-Ebene kann diese Nummer wirklich überzeugen.

Das nachfolgende Gypsy Woman hat schon etwas mehr Drive, beginnt mit einem lässigen Riff (das sich deutlich besser als Album-Opener geeignet hätte), versandet dann aber auch in einer gewissen kompositorischen Mittelmäßigkeit. So kann weder das Boogie-beeinflusste Tie One On, der mit Country-Elementen garnierte Cowboy Blues, die an Eric Claptons Welterfolg Wonderful Tonight angelehnte Ballade Every Note Thet I Play oder die maßgeblich von Stevie Ray Vaughan beeinflusste Nummer Cold Cold Heart wirklich begeistern. Das liegt zum einen daran, dass keines der Riffs wirklich zündet oder aber eben nicht bei jemand anders abgekupfert klingt.

Auf der anderen Seite kann McCormack auch nicht wirklich als Sänger überzeugen, was weniger an der Grundvoraussetzung liegt (seine Stimme klingt so, als habe sie schon den einen oder anderen irischen Whisky genossen) sondern vielmehr an der fehlenden Überzeugung in der Darbietung. Und auch die Texte klingen sehr klischeebeladen und sehr wenig nach tollen Stories, wie es der Titel suggeriert. Als Instrumentalist kann McCormack auf der Scheibe am ehesten mit seinen Soli in Every Note Thet I Play und den Saiten-Läufen in Cold Cold Heart überzeugen – auch das ist eine eher dürftige Ausbeute.

Leider kann Eamonn McCormack auch auf “Storyteller“ nicht überzeugen. Weder das Songwriting, noch der Gesang oder das Können an der Gitarre heben ihn von der Masse ab. Vielmehr hat man sogar das Gefühl, dass das hier Gebotene eher unterdurchschnittlich ausfällt, denn keine der Kompositionen kann länger im Kopf bleiben. Auch beim „Geschichtenerzählen“ – etwas was bei einer CD namens “Storyteller“ ja groß geschrieben werden sollte – kann nur der Opener The Great Famine als nennenswert erachtet werden. Der Rest sind doch sehr klischeehafte Stories, die man schon hunderte Male (und dann auch noch meist besser) gehört hat.

 

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