Edgar Broughton

Parlez-Vous English? & Superchip

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 08.04.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Joachim Domrath


Edgar Broughton
Parlez-Vous English? & Superchip (The Final Silicon Solution), Eclectic Discs/SPV, 2006 (1979 & 1982)
Edgar Broughton Vocals, Guitars, Bass, Horn, Keyboards
Steve Broughton Bass, Guitar, Vocals, Drums, Keyboards
Arthur Grant Bass, Guitar, Keyboards, Vocals
Richard De Bastion, Dennis Haynes, Duncan Bridgeman Keyboards, Vocals
Pete Tolson, Victor Unitt Guitars
Tom Nordon Guitars, Vocals
Vicki Gaffee Cello
Peter Hope-Evans Harmonica
Allen Smith Saxophone
Loz Broughton, Sally Broughton, Kay Karnera, Tamara Karnera, Ali Kimball, Tamara Kimball, Susie O'List, Shazzi Scoot, Shelley Watson Vocals
Produziert von: Edgar & Steve Broughton Länge: 55 Min 49 Sek & 37 Min 19 Sek Medium: CD
"Parlez-Vous English?":
1. Little One7. Revelations One
2. Waiting For You8. Anthem
3. Drivin' To Nowhere9. Down In The Jungle
4. Meglamaster10. Rentasong
5. Didecoi11. Young Boys
6. April In England12. All I Want To Be
"Superchip (The Final Silicon Solution)":
1. Metal Sunday9. Pratfall
2. Superchip - The Final Silicon Solution10. O.D.47600/1162/111800
3. Who Only Fade Away11. Do You Wanna Be Immortal?
4. Curtain12. Subway Information
5. Outrageous Behaviour13. The Last Electioneer
6. Not So Funny Farm14. Goodbye Ancient Homeland
7. Nighthogs15. The Virus
8. Innocent Bystanders

Die gute alte 68er Generation wird sie kennen und schätzen gelernt haben. Die EDGAR BROUGHTON BAND war, ähnlich wie später die deutsche Band TON STEINE SCHERBEN, dem Politrock verschrieben. Sie provozierten mit ihren Texten und ließen dabei so manches Mal die musikalischen Qualitäten in den Hintergrund rücken.
Ihr bestes Album ist zweifelsohne die Knäckebrot Hommage "Wasa Wasa" aus dem Jahre 1969, das mit humorigen Texten und gelungenen Nummern wie z.B. American Boy Soldier, das Jahre später noch den kauzigen Kottan musikalisch beim Ermitteln unterstützte.
Danach gab es noch ein paar belanglose Alben, die sowohl ihre politische wie auch ihre musikalische Kraft verloren hatten. Richtig bergab ging es dann, nach einer mehrjährigen Pause, in den frühen 80ern.

"Parles-Vous English?" und "Superchip" präsentieren eine im Grunde eh nur mittelmäßige Band absolut am Boden zerstört.
Die einst kantige und sehr ungeschliffene Spielweise ist einem unsäglichen New Wave Sound Desaster gewichen. Als unrühmliche Beispiele seien z.B. Metal Sunday und Who Only Fade Away vom desaströsen "Superchip" Album zu nennen. Wen nicht schon der gruselige frühpubertäre Computersound abschreckt, wird spätestens bei der chaotischen Songstruktur das Weite suchen.
Ganz krass wird die Band z.B. auf Little One von "Parlez-Vous English?". Da ist jeder Benjamin Blümchen Song anspruchsvoller. Der absolute Horror für alle, die zumindest ein musikalisches Minimalniveau voraussetzen. Die Band will witzig wie 10 CC und abgedreht wie die SPARKS wirken. Doch das kommt nur peinlich und amateurhaft.

Warum gerade diese "Meilensteine" des Schrott und Roll eine digitale Wiederbelebung erfahren, bleibt mir ein Rätsel. Und wer soll dieses Nichts an Musik kaufen? Die alten Broughton Fans haben sich diese Horror-Alben schon damals nicht ins Regal gestellt. [Doch, ich kenne einen und der spricht bei der Lektüre von Untertreibung; Fred]
Geeignet also höchstens für Bands, die demnächst ihre erste CD veröffentlichen wollen. Diese beiden Longplayer dienen als Lehrbeispiel dafür, wie man es am besten nicht machen sollte.

Wer wissen will, wie die Band wirklich war, greife lieber zu den schon veröffentlichten "Wasa Wasa" oder "Sing Brother Sing" CDs. "Parlez-Vous English?" und "Superchip" sind jedenfalls für jeden halbwegs interessierten Rockfan eine arge Zumutung.

Joachim Domrath, 08.04.2006

 

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