Eeriness

Paths


CD-Review

Reviewdatum: 23.03.2007
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Paths, Suisa/Non Stop Music, 2007
Philipp GnossVocals, Guitar
Sirkka SkaldVocals
Roland HurniGuitar
Mikko WiderkehrBass
Thomas WillarethDrums
Tilia SchneiderKeyboard
Zorka CiklaminyViolonchello
Gäste:
Oliver OrzelVocals
Produziert von: Christoph Brandes & Eeriness Länge: 47 Min 03 Sek Medium: CD
1. Grief and despair6. Thanatos
2. Neurosia7. Overshadowed
3. Afraid to lose8. Beyond the shades
4. Facing up to my destiny9. Time
5. The cruelty of life10. Drifting finitness

Selten sind sie inzwischen geworden, die Bands, die der guten alten Gothic Metal-Schule huldigen und schwermütige Melancholie mit harschem Black Metal in Einklang bringen. Das ist ja auch irgendwo nachvollziehbar, wenn man sieht, dass die gemäßigte, orchestral-melodische Variante inzwischen wesentlich breitere Publikumsschichten anspricht und die realistische Chance auf nicht zu unterschätzende Charterfolge offeriert.

Die Schweizer EERINESS sorgen hier erfreulicherweise für ein wenig Abhilfe und widmen sich voll und ganz dem Sound, der frühe THEATRE OF TRAGEDY oder TRISTANIA auszeichnete.

Große Überraschungen gibt es dabei nicht. Natürlich hetzt der grimmige, lüstern geifernde Troll mit zotteligem Fell die anmutig zirpende Elfe im eleganten langen Kleid von der Oper über den verlassenen Friedhof quer durch das dichte Unterholz zu seinem finsteren Unterschlupf.

Zornige Riffattacken sorgen für den notwendigen Druck und ansprechende Härte, elegische Keyboard- und erhabene Streicherpassagen schaffen die ansprechende Atmosphäre, wenn Licht und Dunkel sich schließlich vereinen.

EERINESS beherrschen das Spiel der Kontraste in Perfektion und peitschen den Hörer durch ein Wechselbad der Emotionen, zwischen aufwühlend und mitreißend hin zu besänftigend umschmeichelnd. Das ganze geschieht auf technisch hohem Niveau und innerhalb der Genre-Klischees auf spannende und abwechslungsreiche Weise.

Für Liebhaber dieser Klänge bleiben bei "Paths" keinerlei Wünsche offen. Wenn es den Eidgenossen jetzt noch gelingt ihre musikalischen Visionen unfallfrei und vor allem wesentlich häufiger als in der Vergangenheit auf die Bühnenbretter dieser Welt zu bringen, dann steht dem Durchbruch im Gothic Metal-Underground auf breiter Front nichts mehr im Wege.

Martin Schneider, 23.03.2007

 

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