Electric Acid

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CD-Review

Reviewdatum: 08.01.2019
Jahr: 2019
Stil: Classic Rock
Spiellänge: 48:40
Produzent: Electric Acid

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Plattenfirma: Calygram Records

Promotion: Noisolution


Redakteur(e):

Ralf Stierlen


s. weitere Künstler zum Review:

Deep Purple

Uriah Heep

Siena Root

DeWolff

Titel
01. Hemingway’s Wild War Zone
02. That’s Gettin‘ Me Down
03. Behind The Scenes
04. Memphis
 
05. Unison
06. The Stray
07. One Pill
08. Locked Inside
Musiker Instrument
Anett Berger Vocals
Marc Hohlfeld Organ
Richard Schwertner Guitars
Thomas Kolk Bass
Steffen Grafe Drums

2016 in Leipzig gegründet, wartet mit ELECTRIC ACID die nächste Classic Rock Band, die sich auf die 70er beruft an der Ecke. Mal vorneweg gleich etwas mäkeln: Der Bandname ist jetzt nicht gerade super originell und ob man sich mit dem bemühten Titel des neuen, insgesamt wohl dritten Albums einen Gefallen getan hat, weiß ich auch nicht so recht. Nun aber zum Positiven: Man ist nicht den leichten Weg einer Coverband gegangen, sondern präsentiert ausschließlich eigen komponiertes Material, das eben von den Vorbildern aus der klassischen Zeit des Rock inspiriert, aber sicher nicht billig abgekupfert ist.

Da Marc Hohlfeld an der Orgel ein wichtiger Bestandteil von ELECTRIC ACID ist, ahnt man schon, welche Namen als Referenz auftauchen: DEEP PURPLE, URIAH HEEP, aber auch die „neuen Classic Rocker“ wie SIENA ROOT oder DEWOLFF. Richard Schwertner an der Gitarre sorgt für die härteren, leicht bluesgetränkten Passagen, während ich mit Frontfrau Annett Berger gelegentlich meine Problemchen habe – so richtig organisch fügt sich ihre Stimme nicht ein, obwohl sie durchaus technisches Können offenbart. Am Anfang ähnelt sich das Songmaterial noch ein wenig (Hemingway’s Wild War Zone und That’s Gettin‘ Me Down schlagen das gleich Tempo an), mit zunehmender Dauer das Albums wird es aber immer ausladender, komplexer und ambitionierter. Highlights sind sicherlich die beiden längeren Stücke Behind The Scenes und The Stray, bei denen der Mix aus hartem, klassischem Rock, Psychedelia und einem Schuss bluesigem Prog ziemlich gut funktioniert.

Auffallend ist weiterhin der jamartige Charakter der Musik, die Songs sind nicht strikt ausarrangiert und bieten somit viel Platz für die Virtuosität und Spielfreude der Musiker. Das legt nahe, dass das Ganze auch live prächtig zünden dürfte. Jedenfalls ist da reichlich Potential vorhanden, wenn es noch gelingt, ein paar Ecken und Kanten zu vertiefen und ein eigenes Profil zu schleifen, kann ELECTRIC ACID ein richtig dicker Fisch im Teich des Classic Rock werden.

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