Eliza Gilkyson

Roses At The End Of Time


CD-Review

Reviewdatum: 02.07.2011
Jahr: 2011
Stil: Americana

Links:

Eliza Gilkyson Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Eliza Gilkyson
Roses At The End Of Time, Red House Records, 2011
Eliza GilkysonVocals, Electric & Acoustic Guitars, Keyboards
Cisco RyderDrums, Piano, Drum Loops, Electric Guitar
Mike HardwickElectric Guitars
Chris MareshBass, Upright Bass
Larry StrubBass
Rich BrothertonBanjo
Warren HoodFiddle
Glenn FukunagaUpright Bass
John Gorka, Lucy KaplanskyHarmony Vocals
Mike MordecaiSlide Trombone
Produziert von: Cisco Ryder Länge: 47 Min 13 Sek Medium: CD
01. Blue Moon Night06. Belle Of The Ball
02. Death In Arkansas07. Vayan Al Norte
03. Looking For A Place08. 2153
04. Roses At The End Of Time09. Midnight On Raton
05. Slouching Towards Bethlehem10. Once I Had A Home

Eliza Gilkyson gehört ja inzwischen schon zu den großen, alten Damen des Americana-Zirkels. Sie hat sich nach etlichen guten Alben sicherlich den Status erworben, von ihr einfach nichts Durchschnittliches mehr zu erwarten. Und richtig, auch ihr neues Werk "Roses At The End Of Time" rangiert wieder auf hohem Kompositions- und Produktionsniveau. Eliza bleibt also eine verlässliche Konstante.

Gilkyson arbeitet teilweise wieder mit jenen Kollegen bzw. Verwandten zusammen, die sie schon in den letzten paar Jahren begleitet haben: Ihr Sohnemann Cisco Ryder spielt Schlagzeug und zeichnet für die Produktion verantwortlich. Mark Hallman mixte und masterte die Scheibe, Elizas Bruder Tony Gilkyson spielt zwar nur auf einem Song Gitarre, komponierte aber eins der schönsten Lieder des Albums, das wunderbar erzählte, blue-grassige Death in Arkansas, wo Gilkysons Labelkollegen John Gorka und Lucy Kaplansky mit feinen Harmony-Vocals aushelfen.

"Roses At The End Of Time" schlägt meistenteils ruhigere Töne an. Wenn Frau Gilkyson sich dem Folk-Genre zuwendet klingt sie letztlich auch am überzeugendsten, man höre nur den gelungenen Titelsong oder auch Midnight in Raton, wo sie ihre Stimme und ihre Erzählkraft am besten zur Geltung bringt. Wird es mal etwas rockiger, wie beim auf Airplay getrimmten Looking for a place, klingt sie zu beliebig bzw. versucht unnötigerweise in Lucinda Williams' Spuren zu wandeln. Da wirken solche hoffnungsfrohen Kleinode wie Blue moon night, das im gemächlichen Walzertakt dahin schwebt, weitaus anrührender.
Auch mit der Tex-Mex Ballade Vayan al Norte setzt Eliza ihre lieb gewonnenene Gewohntheit, dem texanischen Nachbarland musikalischen Tribut zu zollen, weiter fort.

Mit ihren zehn neuen Songs gelingt Eliza Gilkyson also erneut ein prächtiges und farbenfrohes Album, dass man Americana-Fans uneingeschränkt empfehlen darf.

Frank Ipach, 01.07.2011

 

(C) 2008 - 2019 by Hooked on Music